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Amalgamfüllungen

Amalgame sind Legierungen von Quecksilber mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer und Zinn. Die Amalgame sind nach dem Anmischen knetbar, erhärten nach einer gewissen Zeit und gehören daher zur Gruppe der plastischen Füllungswerkstoffe. Nach dem Einbringen des Amalgams in den Defekt (Kondensation) erfolgt die Ausarbeitung der Füllungsoberfläche mit dafür vorgesehenen Schnitzinstrumenten. Die Politur der Füllung wird i.d.R. in einer folgenden Sitzung, die mindestens 24 h nach der Applikation liegt, durchgeführt. Amalgame stellen ein bewährtes und preiswertes Füllungsmaterial für den kaubelasteten Seitenzahnbereich dar. Die folgenden positiven Eigenschaften der modernen Silberamalgame müssen hervorgehoben werden: leichte Verarbeitbarkeit, geringe Anfälligkeit gegenüber Verarbeitungsmängeln, hohe mechanische Belastbarkeit sowie guter Randschluß. Im Durchschnitt halten Amalgamfüllungen 6 – 10 Jahre, unter günstigen Bedingungen (u.a. gute Mundhygiene) sogar noch länger. Obwohl es keine toxikologisch begründeten Fakten gibt, die ein gesundheitliches Risiko durch Amalgam belegen (mit Ausnahme von Allergien gegen Amalgam), sollte Amalgam bei Kindern unter 6 Jahren und Schwangeren bzw. stillenden Müttern sowie bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht angewendet werden. Ebenso sollten keine Amalgamfüllungen in direktem Kontakt zu Metallrestaurationen gelegt werden.