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Die ambulante Versorgung von Stomaträgerinnen- und trägern (abgeschlossen)

 

Dies war ein Kooperationsprojekt zwischen der Deutschen ILCO e.V. und der Medizinischen Soziologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesverband der BKK. Der Projektzeitraum war August 2003 bis Februar 2005.

 

 

Ziel der Studie

 

Wir haben im Rahmen dieser Studie anhand einer bundesweiten postalischen Befragung Daten zur aktuellen Versorgungssituation von Stomaträger/innen im ambulanten Bereich erhoben.

 

Um beurteilen zu können vor welchem Hintergrund sich Betroffene an die verschiedenen ambulanten Einrichtungen wenden, wurde in einem ersten Schritt der Informationsstand der Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung eruiert. Ausgehend von der so erfassten Qualität der Beratung und Vorbereitung Betroffener auf ein Leben mit einer Stomaanlage, wurde in einem nächsten Schritt die Qualität der ambulanten Versorgung genauer beleuchtet. Von zentraler Bedeutung für das Thema waren hier die Erfahrungen mit professionellen Leistungserbringern in der regulären Nachsorge und bei medizinischen Komplikationen. Hier wurden detaillierte Angaben zu den aufgetretenen Komplikationen, sowie der Form und Qualität der Hilfestellung durch die verschiedenen Akteure im Gesundheitssystem erhoben. Berufliche Schwierigkeiten und Probleme im sozialen Umfeld einschließlich ihrer Bewältigung stellten einen weiteren zu untersuchenden Bereich dar. Nicht zuletzt sind auch Gewohnheiten im Umgang mit Stomaartikeln und damit zusammen hängende Schwierigkeiten und deren Lösung thematisiert worden.

 

 

 

Zentrale Fragestellungen der Untersuchung

 

  • Welche Qualität haben die Informations- und Beratungsleistungen der  beteiligten Kliniken?
  • Wie werden medizinische/ technische Probleme mit der Versorgung gelöst?
  • Wie hoch ist die Zufriedenheit der Patient/innen mit der Hilfe bei Problemen?

 

Neben einer Bestandsaufnahme aus Sicht der Betroffenen sollte diese Untersuchung auch Anhaltspunkte dafür schaffen, wie die ambulante Versorgung von Stomaträger/innen verbessert werden kann.

 

 

Die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer

 

Von den angeschriebenen 1163 Mitgliedern der Deutschen ILCO haben uns 938 dankenswerterweise ihren zugesandten Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt. Darunter waren 44% Frauen und 56% Männer. Die jüngste Teilnehmerin der Studie war 21 Jahre, während die beiden ältesten Personen bereits 91 Jahre zählten (das Durchschnittsalter lag bei 64 Jahren). Genau zwei Drittel der von uns Befragten befanden sich bereits im Ruhestand, nur 14% waren noch erwerbstätig. Krebs ist die häufigste Ursache für die Anlage eines Stomas. In fast zwei Drittel der Fälle handelt es sich um Darmkrebs, während knapp 12% der Befragten ihr Stoma aufgrund eines Harnblasenkrebses bekommen haben.

 

 

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Ergebnisse zum

  • Informationsstand der Kiliniken aus Sicht der Befragten Patientinnen und Patienten,
  • zur Zufriedenheit mit der Information und Beratung,
  • zu technischen Schwierigkeiten und Materialproblemen und Hilfestellung dazu,
  • zur allgemeinen Belastung direkt nach der Operation,
  • Beeinträchtigungen im Alltag,
  • Körperwahrnehmung und Selbstbild,
  • Problemen im sozialen Umfeld,
  • Hilfe im Umgang mit der neuen Situation und
  • den Vergleichen zwischen neuen und alten Bundesländern.

Publikationen des Projekts