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Überprüfung der basalen auditorischen Verarbeitung

 

 

Seit Jahren wird kontrovers diskutiert, ob Kinder mit einer Leserechtschreibstörung nicht nur Probleme bei der Verarbeitung von Sprachlauten haben, sondern auch basale auditorische Defizite. Diese Diskussion entstand insbesondere durch Studienergebnisse, die zeigten, dass Kinder mit einer Leserechtschreibstörung bei verschiedenen psychoakustischen Tests schlechtere Ergebnisse hatten als Kinder ohne Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprachkompetenzen. Andere Arbeitsgruppen fanden bei ähnlich konzipierten Studien allerdings keine korrelativen Zusammenhänge.

Insgesamt ist es also fraglich, ob es Zusammenhänge zwischen Leserechtschreibstörungen und Störungen der basalen auditorischen Fähigkeiten gibt. Ähnliches ist aus der audiologischen Routine bekannt: So gibt es Kinder mit einer milden Beeinträchtigung des Tonschwellengehörs, die Auffälligkeiten im Spracherwerb haben und bei denen sich ein rascher Zugewinn sprachlicher Fähigkeiten z.B. durch eine Hörgeräteversorgung feststellen lässt. Andererseits gibt es Kinder mit einer nahezu identischen Hörminderung, die aber völlig regelrecht sprachliche Kompetenzen erwerben oder erworben haben.

Deshalb werden die u.a. Tests nur bei speziellen Fragestellungen durchgeführt.

Die Wahrnehmungsschwellen für Frequenz- und Intensitätsunterschiede (just noticeable difference frequency / intensity = JNDF und JNDI) bzw. die temporale Auflösung (Lückenerkennung = gap detection task; GD) werden mit einem kommerziell erhältlichen Gerät mit einem 2 AFC Paradigma (2 up – 1 down mit adaptiver Schrittweite, visuelles Feedback, max. 60 Trials; JNDF: 1. Ton 1000 Hz, initiale Differenz 100 Hz, beide 300 ms incl. 20 ms Anstieg / Abfall, 75 dB, ISI 600ms; JNDI: beide Stimuli 1000 Hz, 300 ms incl. 20 ms Anstieg / Abfall, 1. Stimulus 65 dB, initiale Differenz 8 dB, ISI 600ms; GD: beide Stimuli 1000 Hz, 300 ms incl. 50 ms Anstieg / Abfall, 75 dB, initiale Lücke 40 ms) gemessen.
Die Ordnungsschwellen (Temporal order judgement TOJ) werden mit ebenfalls mit dem o.g. Gerät sowohl monaural (TOJm) mit Tönen unterschiedlicher Frequenz und wie binaural (TOJb) mit Clickstimuli mit einem 2 AFC Paradigma (2 up – 1 down mit adaptiver Schrittweite, visuelles Feedback, max. 60 Trials; TOJm: 1. Ton 1000 Hz, 2. Ton 2000 Hz, initiale Differenz 300 ms; TOJb: Clickstimuli, initiale Differenz 400ms) gemessen.

 

 

 


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