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Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Forschung

 

Seit 1973 sind folgende Schwerpunkte der Forschung der Klinik für Kieferorthopädie zu nennen:

 

Klinische und röntgenologische Studien über die Ätiologie, Indikation, Therapie und Prognose retinierter Zähne der 2. Dentition. Die physiologische und pathologische Milchzahnwurzelresorption und ihre Folgen. Die Technik der Herstellung und klinische Anwendung von Plattenapparaturen. Orofaziale Dyskinesien. Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kieferchirurgen und Kieferorthopäden.


Ein Schwerpunkt der Forschungstätigkeit seit 2002 ist die Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Operationstechniken sowie einer postoperativen kieferorthopädischen Feineinstellung auf die Ergebnisse der Transplantation von Keimen dritter Molaren und die funktionellen Ergebnisse nach Zahntransplantation.

 

Weitere Schwerpunkte sind:

  • Weiterentwicklung der Splinttechnologie im Rahmen der gelenkbezüglichen kieferorthopädischen Chirurgie unter Verwendung computerassistierter Operationsplanung und navigationsgestützter Operationsumsetzung
  • Aufzeichnung und Analyse des Respirationsverhaltens und der Myofunktion / Zungenbewegung
  • Entwicklung und klinische Anwendung der „Vario-Platten“ als Doppelplatten-System
  • Entwicklung, Anwendung und Evaluation eines Mundhygienekonzeptes im Rahmen einer präventionsorientierten Kieferorthopädie

 

Beispiel aktueller klinischer Forschung


Zur Zeit werden vor allem interdisziplinäre klinische Fragestellungen bearbeitet. Hier ist als ein Projekt die Entwicklung eines Gerätes zur Messung der Übertragung des Torques von lingualen Bracketsystemen auf Zähne zu nennen:


In der Kieferorthopädie können Zähne durch festsitzende Apparaturen dreidimensional kontrolliert auf ihren knöchernen Basen bewegt werden. Dadurch ist eine Harmonisierung der Zahnstellung im Ober- und Unterkiefer sowie eine Harmonisierung der Zahnbögen zueinander möglich. Festsitzende Apparaturen können an der Außenseite von Zähnen oder aber an der Innenseite von Zähnen befestigt werden. In Weiterentwicklung von konfektionierten lingualen Bracketsystemen wurde ein individuelles linguales Bracketsystem konzipiert (Typ „Incognito“ nach Wiechmann). Dieses basiert insbesondere auf der digitalen Erfassung des therapeutischen Soll-Zustands, der individuellen virtuellen Gestaltung und Positionierung der Brackets am Computer und der Fertigung der individuellen Brackets mit Hilfe moderner CAD/CAM-Technologie. Die dazugehörigen kieferorthopädischen Bögen werden individuell mit einem Biegeroboter hergestellt. Durch Anwendung dieser neuen Technologie ist es möglich, individuelle, flachere und deutlich kleinere Brackets im Vergleich zu konfektionierten Systemen herzustellen und anzuwenden.


Das Erreichen der gewünschten Position der einzelnen Zähne auf dem jeweiligen Kiefer ist abhängig von der Präzision der eingesetzten Apparatur. Im Zusammenspiel von Brackets mit dem sie jeweils verbindenden kieferorthopädischen Bogen wird die gewünschte Zahnposition von der Planung über die Apparatur auf den Patienten übertragen. Dies betrifft insbesondere die Zahnposition in oro-vestibulärer Richtung, den Torque.


Ziel der vorliegenden Studie war es, eine spezielle Mess-Apparatur zu entwickeln und die Torque-Übertragung von kieferorthopädischen Bögen in den Bracketslots des neu entwickelten individuellen lingualen Bracketsystems „Incognito“ mit Hilfe einer speziellen neu entwickelten Ligatur („Power-Tie“) in vitro zu messen, mit anderen bereits bekannten Ligaturen zu vergleichen und damit Aussagen zur Präzision der Wirksamkeit des neuen Bracketsystems zu machen. Es wurde eine vergleichende Untersuchung zur Torque-Übertragung durchgeführt: Für die Befestigung von kieferorthopädischen Bögen in Bracketslots wurden folgende Varianten gewählt: „Ohne Ligatur“, mit „O-Ring“, mit „Doppel-Over-Tie“ und mit „Power-Tie“. Die Messungen wurden in vitro jeweils an Frontzähnen durchgeführt.


Die Befunde weisen darauf hin, dass durch die Anwendung des neu entwickelten „Power-Ties“ der Torque bei der untersuchten individuellen lingualen Apparatur deutlich präziser als mit anderen Befestigungsmitteln übertragen wird und damit die gewünschte Zahnposition während der Behandlung exakter erreicht werden kann.


Das Ziel der Klinik für Kieferorthopädie in der Forschung ist es, in den kommenden Jahren verstärkt Fragestellungen der Grundlagenforschung zu bearbeiten. Deshalb befindet sich ein gemeinsamer Forschungsbereich des Zentrums Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde im Aufbau. Hierbei erfolgt eine Kooperation mit allen Kliniken des Zentrums Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Kliniken und Instituten der Medizin sowie weiteren Einrichtungen des Wissenschaftsstandortes Hannover und der Umgebung mit einer zell- und molekularbiologischen Ausrichtung.

 

 

Beispiel aktueller Grundlagenforschung


Als ein Forschungsschwerpunkt ist ein interdisziplinäres Projekt zur Fragestellung der Besiedlung von kieferorthopädischen Behandlungs-apparaturen mit Mikroorganismen (sog. „Biofilm“) und der Entwicklung neuer kieferorthopädischer Materialien mit anti-adhäsiver Beschichtung zu nennen.


Weiter gehört ein Projekt „Zellregeneration“ dazu mit zell- und molekular-biologischen Untersuchungen zum Knochenersatz im Sinne einer zellbasierten regenerativen Medizin (insbesondere bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und bei Bewegung von Zähnen in den Spaltbereich).


Weitere Forschungsschwerpunkte stellen zur Zeit die Themen „Biomaterialien“ und „3D-Imaging“ dar. Die einzelnen Forschungsgruppen haben Kooperationen mit den Universitäten Bonn, Zürich, Paris V, Paris VII und Peking. Im Rahmen von Forschung und Lehre schlossen im Jahre 2001 Herr Priv.-Doz. Dr. J.A. Lisson und im Jahre 2005 Herr Priv.-Doz. Dr. Dr. O. Bauß das Habilitationsverfahren erfolgreich ab und erhielten die Venia legendi.


Drittmittel und Kooperationen


Die genannten Projekte werden gefördert von der Deutschen Gesellschaft für Linguale Orthodontie, von privaten Geldgebern, von der Industrie und vom Land Niedersachsen. Ein Antrag zur Förderung der Osteologieforschung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist in Vorbereitung. An Drittmitteln und Studiengebühren floss der Klinik in den letzten Jahren jeweils eine sechsstellige Euro-Summe jährlich zu.


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Aktuelle Veranstaltungen

AUFTAKT-VERANSTALTUNG TRANSFER 2019
19.06.19
13:00 Uhr-15:30 Uhr

TWINCORE Seminar
19.06.19
15:00 Uhr-16:00 Uhr

Lipidseminar 2019
19.06.19
17:00 Uhr-20:00 Uhr