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Arbeitsgruppe Kariologie & Endodontie

 

Mitglieder der AG Kariologie & Endodontologie

PD Dr. A.-K. Lührs

OÄ Dr. S. Jacker-Guhr

OÄ Dr. K. Meyer

Dr. P. Herrmann

Dr. R. Iversen

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Informationen zur Kariologie und Restaurativen Zahnerhaltungskunde
  • Patienteninformation zur Wurzelkanalbehandlung
  • Informationen zur Zahnaufhellung (Bleichen von Zähnen) 
  • Wie entsteht Karies?
  • Gesunde Ernährung
  • Kariesprophylaxe mit Fluoridverbindungen
  • Richtige Mundhygiene
  • Fissurenversiegelung
  • Welche Möglichkeiten der Kariestherapie gibt es?
  • Füllungstherapie mit zahnärztlichen Kunststoffen (Kompositfüllungen)
  • Amalgamfüllungen
  • Keramikeinlagefüllungen (Inlay, Teilkrone)
  • Keramik - Veneers
  • Goldgussrestaurationen (Inlay, Teilkrone)

 

Wie entsteht Karies?

Karies ist die häufigste Erkrankung der Zahnhartgewebe, die bei fehlender Therapie bis hin zum Zahnverlust führen kann. Dabei handelt es sich um eine lokalisierte Erkrankung der Zahnhartsubstanzen, die sich je nach Schweregrad in unterschiedlicher Symptomatik äußern kann.

Karies entsteht dadurch, dass bestimmte Bakterien, die im Zahnbelag (Plaque) am Zahn haften, aus dem Zucker der Nahrung (niedermolokulare Kohlenhydrate) Säuren produzieren, die den Zahnschmelz auflösen (entmineralisieren) und ein "Loch" entstehen lassen. Besonders an Zahnflächen, die nicht durch Kaufunktion oder Weichteile (Lippen, Wange, Zunge) mechanisch "gereinigt" werden, finden sich vermehrt bakterielle Ansammlungen. Diese Regionen werden Kariesprädilektionsstellen genannt und sind im einzelnen, wie unten abgebildet:

 

 

 

Wie kann ich der Entstehung von Karies vorbeugen?

Betrachtet man die Risikofaktoren, welche bei der Kariesentstehung eine Rolle spielen, so kann man sich mit einfachen Maßnahmen (Regeln) davor schützen.

Gesunde Ernährung:

Eine kräftige, zuckerarme Ernährung ist die erste Voraussetzung für gesunde Zähne. Schädlich für die Zähne sind alle Süßigkeiten, besonders wenn sie klebrig, säuerlich oder zuckerhaltig sind. Wenn zuckerhaltige Nahrungsmittel verzehrt werden, dann sollte dies nicht über den ganzen Tag verteilt, sondern nach Möglichkeit einmalig geschehen.

Kariesprophylaxe mit Fluoridverbindungen:

Durch den festen Einbau von Fluorid in das Kristallgitter der Zahnhartsubstanzen wird die Schmelzlöslichkeit gegenüber Säuren herabgesetzt, d.h. die Zahnhartsubstanzen werden widerstandsfähiger gegenüber kariösen Attacken. Außerdem wird durch regelmäßige Fluoridierung die Wiedereinlagerung von Mineralien in die Zahnhartsubstanzen (Remineralisation) gefördert. Man unterscheidet lokale und systemische Fluoridierungsmaßnahmen. Zu den lokalen Maßnahmen zählt die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten, von Mundspüllösungen, Fluoridgelen und Fluoridlacken. Als systemische Fluoridierungsmaßnahmen stehen die Tablettenfluoridierung und die Speisesalzfluoridierung zur Verfügung.

Richtige Mundhygiene:

Die möglichst vollständige Entfernung von Plaque durch regelmäßige Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnseide ist die wirksamste Methode, um der Kariesentstehung vorzubeugen. Unter Anwendung der richtigen Putzsystematik und -technik sollten die Zahnoberflächen nach jeder Mahlzeit gründlich gereinigt werden.

 

Fissurenversiegelung:

Ziel der Fissurenversiegelung ist es, die Fissuren und Grübchen speziell der Seitenzähne dicht zu verschließen, so dass kariogene Bakterien und kariogene Nahrungsmittel keinen Zugang mehr finden können. Zudem sollen noch vorhandene Bakterien unter dem Fissurenversiegler zugrunde gehen. Als Versiegler finden heute allgemein lichthärtende Kunststoffmaterialien Verwendung. Die Fissurenversiegelung ist eine zahnhartsubstanzschonende und schmerzlose Maßnahme, die zur Verhinderung oder Reduktion von Fissurenkaries beiträgt.

Des weiteren wird empfohlen regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt durchzuführen, wodurch Schäden an den Zähnen früh diagnostiziert und somit die Anzahl von neuerkrankten Zähnen reduziert bzw. die Ausdehnung der Schädigung begrenzt werden.

 

Welche Möglichkeiten der Kariestherapie gibt es?

Das Ziel der Kariestherapie ist die restlose Entfernung der Karies bei Vitalerhaltung des Nervengewebes (Pulpa), sowie der nachfolgende Verschluss des Defektes mit Wiederherstellung der anatomischen Form.

In Abhängigkeit von der Funktion des Zahnes (Frontzahn oder Seitenzahn) und Größe des Defektes stehen uns verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

 

Füllungstherapie mit zahnärztlichen Kunststoffen (Kompositfüllungen)

Aufgrund der sehr guten mechanischen und ästhetischen Eigenschaften der heutigen Füllungskunststoffe sog. Komposite können diese sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich verwendet werden.

In der Regel werden Komposite unter Verwendung von Bondings und/oder Dentinadhäsiven (Dentin- und Schmelzkleber) an die kariesfreien Zahnhartsubstanzen gebunden. In Abhängigkeit von der Defektgröße wird der Komposit in mehreren Portionen aufgetragen und separat ausgehärtet (auspolymerisiert). Die Polymerisation erfolgt durch die Bestrahlung mit kurzwelligem sichtbaren Licht. Anschließend wird die Füllung poliert und der Zahn mit einem Fluoridierungsgel behandelt.
Die durchschnittliche Überlebensrate beträgt bei richtiger Indikationsstellung und fachgerechter Verarbeitung gemäß verschiedener Untersuchungen ca. bis 10 Jahre.