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Über uns

Willkommen auf unserer Homepage!

 

Wir möchten Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher der Homepage der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, unsere Abteilung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die verschiedenen Arbeitsgruppen vorstellen.

 

Die Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie wurde 1973 gegründet und ist Teil des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Pro Semester werden in unserer Klinik rund 80 Studierende ausgebildet.

 

Klinische und wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Kinderzahnheilkunde und Prophylaxe, die konservierende Zahnheilkunde (Kariologie) einschließlich der Endodontologie sowie die Behandlung von Parodontal- und Periimplantatkrankungen.

Klinisches Leistungsspektrum

Die Patientenversorgung der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde erfolgt im Rahmen des studentischen Unterrichtes in verschiedenen klinischen Kursen und durch die zahnärztlichen Mitarbeiter/innen. Unter anderem umfasst das Leistungsspektrum die

  • Schmerzbehandlung
  • Individual- und Gruppenprophylaxe, Bestimmung des Kariesrisikos 
  • Professionelle Zahn- und Mundhygiene (Professionelle Zahnreinigung - PZR)
  • Beratung und Betreuung von Schwangeren, jungen Müttern und Kleinkindern im Sinne der 
    zahnärztlichen Gesundheitsfrühförderung 
  • Füllungstherapie: Kunststoff-, Amalgam- und Einlagefüllungen (Goldgussfüllungen und Keramikeinlagefüllungen), Teilkronen (Goldguss
    und Keramik), Verblendschalen (Veneers) 
  •  Systematische Parodontalbehandlung: PAR-Vorbehandlung (Initialbehandlung und antiinfektiöse 
    Therapie) chirurgische Parodontaltherapie (resektiv, regenerativ, plastisch), unterstützende Parodontaltherapie 
  • Diagnostik und Behandlung von Mundgeruch - HALITOSIS
  • Diagnostik und Behandlung von periimplantären Erkrankungen unter Einsatz von OP-Mikroskop
  • Wurzelkanalbehandlungen
  • Traumatologie der Zähne
  • Kinderzahnheilkunde
  • Prophylaxe und Therapie vor und nach Strahlen- und Chemotherapie 
  • Nachsorge (Recall) bei Patienten nach Parodontal-Behandlung, nach Implantatversorgung und  nach 
    endodontischer Behandlung

Spezielle Sprechstunden:

  • Prophylaxe- und Kindersprechstunde
  • Zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung in der Schwangerschaft und beim Kleinkind
  • Zahntraumasprechstunde (Zahnverletzung durch Unfall)
  • Mundgeruchsprechstunde
  • Parodontitis und systemische Erkrankungen (Allgemeingesundheit)
  • Ästhetisch-restaurative Zahnerhaltungskunde
  • Implantatsprechstunde in Zusammenarbeit mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde

Klinische Schwerpunkte

Parodontologie 

Unser wichtigstes Ziel in der Parodontologie ist die Prävention und Früherkennung von parodontalen Erkrankungen. Die Therapie einer manifesten parodontalen Erkrankung erfolgt risikoorientiert auf der Grundlage internationaler Richtlinien und Empfehlungen. Hier besteht auch eine enge Zusammenarbeit mit den Kliniken für Endokrinologie, Neurologie, Kardiologie, Gynäkologie, Kinderheilkunde und Jugendmedizin der MHH, um eine adäquate interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit systemischen Erkrankungen wie kardio- und zerebrovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus zu gewährleisten.

Darüber hinaus wird bei Implantat-Patienten präimplantologisch eine ‚parodontale’ Sanierung durchgeführt. Zum Behandlungsspektrum gehören auch die Therapie von Periimplantitiden (Mukositis, Periimplantitis) und eine entsprechende Nachsorge von Implantatpatienten im Rahmen eines regelmäßigen Recalls.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie werden Patienten mit Mundschleimhauterkrankungen (u.a. Oraler Lichen Planus usw.) therapiert bzw. betreut.

 

Restaurative Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde

Kern der konservierenden Behandlung ist die Prophylaxe der Karies bzw. die Arretierung und Remineralisation initialkariöser Läsionen. Hier spielt die intensiv-prophylaktische Behandlung von Patienten mit erhöhtem oder hohem Kariesrisiko eine herausragende Rolle. Diese Prophylaxeorientierung ist auch fest und intensiv in der studentischen Ausbildung integriert. Manifeste Defekte werden unter bestmöglicher Schonung der gesunden Zahnhartsubstanzen therapiert. Dazu werden moderne Verfahren angewendet, wie zum Beispiel substanzschonende Präparationsinstrumente (insbesondere bei approximalen Läsionen zur Schonung benachbarter, gesunder Approximalflächen, Nutzung defektbezogener Adhäsivtechniken). Das Behandlungsspektrum umfasst ferner die Therapie mit allen Arten an keramischen Restaurationen (beispielsweise Inlays, Veneers), gegossenen Metallrestaurationen, plastischen Kunststoff-Füllungen usw.

 

Kinderzahnheilkunde und Prophylaxe

Die Wichtigkeit der Gesundheitsfrühförderung wird nicht nur durch die langjährige (mehr als zwei Jahrzehnte) Betreuung zweier Kindergärten unterstrichen, sondern auch durch die aktive Teilnahme am Projekt „Pro Kind“ der Länder Niedersachsen und Bremen.

Weitere Beiträge zur zahnärztlichen Gesundheitsfrühförderung unter dem Motto „Von Frühförderung profitieren nicht nur Mutter und Kind, sondern die ganze Familie“ werden im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit geleistet: Während Informationsveranstaltungen für Schwangere der Frauenklinik der MHH und anderer Frauenkliniken erhalten die Teilnehmer zahnärztliche Hinweise über mögliche orale Erkrankungen während und nach der Schwangerschaft und deren systemische Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Neben einer speziellen „Prophylaxe- und Kindersprechstunde“ erfolgt eine Beratung und Betreuung von Schwangeren, jungen Müttern und Kleinkindern im Rahmen einer speziellen Sprechstunde „Zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung“. Eine seit mehr als 18 Jahren begleitende prospektive klinische Studie zu diesem Thema bestätigt die langfristige, positive Auswirkung dieses Konzeptes auf die orale und systemische Gesundheit von Mutter und Kind.

 

Angeborene Fehlbildungen der Zahnhartsubstanz sowie erworbene Veränderungen werden entweder minimal-invasiv mit Füllungen oder – bei größeren Defekten – mit konfektionierten oder individuellen Kronen versorgt.

Es bestehen intensive Kooperationen mit den pädiatrischen Kliniken der MHH. In mehreren interdisziplinären Forschungsprojekten untersuchen wir die Auswirkungen von Allgemeinerkrankungen auf den oralen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen.

 

Endodontologie und Traumatologie der Zähne

Zu den endodontischen Behandlungsmaßnahmen zählen die Erhaltung des erkrankten Pulpa, das gesamte Spektrum endodontischer Maßnahmen einschließlich endochirurgischer Therapien. Minimalinvasive endochirurgische Eingriffe (Mikrochirurgie) werden auch zum Teil in Zusammenarbeit mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Wurzelspitzenresektion, Amputation, Zahnteilung) vorgenommen.

Die Behandlung und Nachsorge traumatisierter Zähne richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen bzw. Richtlinien der „International Association of Dental Traumatology“ (IADT) und erfolgt im Rahmen einer interdisziplinären Sprechstunde des Zentrums.

Moderne Geräte und Materialien stehen für alle Arten der Wurzelkanalbehandlungen zur Verfügung, wie Operationsmikroskope, Geräte zur mechanisch-maschinellen und Ultraschall-basierten Aufbereitung sowie Geräte für die Wurzelkanalfüllung.

Dementsprechend werden die Studierenden im Rahmen der klinischen Kurse mit diesen Techniken und Geräten vertraut gemacht.

 

 

 

Forschungsschwerpunkte

Die Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde verfügt neben einem Zellkultur- und Molekularbiologielabor über ein Histologielabor sowie ein Rasterelektronenmikroskop. In der Forschungsevaluation an niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen 2004 wurde die von der Klinik betriebene Forschung als erstklassig bezeichnet. Das Forschungsprofil der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde zeichnet sich u.a. durch folgende Schwerpunkte aus:

 

Chemisch-biologische Interaktionen oraler Biomaterialien

Im Rahmen von Untersuchungen zur Biomaterialforschung sollen durch die Analyse von Wechselwirkungen zwischen Bestandteilen von kunststoffmodifizierten Füllungsmaterialien sowie Metallionen und menschlichen primären Zellen der Mundhöhle biokompatiblere Werkstoffe entwickelt werden. Aufbauend auf diesen umfangreichen Experimenten zur Biokompatibilität wichtiger Bestandteile zahnärztlicher Materialien in der initialen Phase nach Applikation werden deren chronische Langzeiteffekte erforscht. Diese Arbeiten werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anderen fördernden Institutionen finanziell unterstützt.

  

Ätiologie parodontaler Erkrankungen

Gezielt wurden in diesem Zusammenhang Porphyromonas gingivalis, Single Nucleotide Polymorphism (SNPs) der Zytokine bei Parodontitispatienten und deren Korrelation mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie SNPs der Entzündungsmediatoren Tumor-Necrosis-Faktor-a-, IL-10- und IL-1b an parodontal- erkrankten Patienten und an gesunden Probanden untersucht.

 

Regenerative Parodontaltherapie

In einer klinischen Langzeitstudie werden die Ergebnisse nach einer regenerativen Therapie von intraalveolären Parodontaldefekten sowie die Stabilität der Deckung gingivaler/parodontaler Rezessionen durch verschiedene Operationstechniken mit und ohne Schmelzmatrixproteine untersucht.

 

Zahnfleischfarbene Kompomere für die konservative Therapie parodontaler Rezessionen

Mit dem restaurativen Konzept zur Therapie zervikaler Defekte und Rezessionen soll ein minimal-invasives Behandlungsverfahren mit zahnfleischfarbenen Kompomeren etabliert werden. Dieses eignet sich besonders für  ängstliche oder ältere Patienten mit allgemeinen und lokalen Risikofaktoren, Patienten, bei denen eine chirurgische Therapie nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, sowie bei Rezessionen der Klasse III/IV mit unsicherer Prognose von parodontalchirurgischer Maßnahmen. In einer klinischen Studie wird gegenwärtig das Langzeitverhalten zahnfleischfarbener Füllungsmaterialien untersucht werden.

 

Endodontologie

Eine neue Technik zur Wurzelkanalaufbereitung sowie ein realitätsnahes Wurzelkanalmodell zur Beurteilung der Biokompatibilität von Wurzelkanalfüllmaterialien wurde entwickelt.  Das Obturationsverhalten von Wurzelkanalfüllungen und die apikale Dichtigkeit verschiedener Wurzelkanalfüllmaterialien in Verbindung mit unterschiedlichen Fülltechniken wurde und wird untersucht, unter anderem durch Bakterienpenetrationstests.

 

Zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung für Mütter und Kinder

Die Risikoerkennung und -minimierung (Karies, Parodontitis, Keimübertragung) sowie eine intensive Ernährungsberatung und -lenkung der Schwangeren im Sinne einer Gesundheitsfrühförderung führen bei deren Kindern nachweislich zu einer Verbesserung der Mund- und allgemeinen Gesundheit. Deshalb soll das in der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde entwickelte Konzept der zahnärztlichen Frühprävention in der Schwangerschaft bei sozial benachteiligten Familien und bei Migrantinnen umgesetzt werden.

 

Drittmittel und Kooperationen:

Die Finanzierung der wissenschaftlichen Forschung basiert auf Mitteln aus DFG, hochschulinterner Leistungsförderung (HiLF), DGZMK und Kooperationen mit der Industrie.

Es bestehen enge interdiziplinäre Forschungskooperationen mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der MHH, Institut für Zell- und Molekularpathologie, Institut für funktionelle und angewandte Anatomie und anderen Abteilungen des Zentrums Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Weitere Kooperationen bestehen mit der Gesellschaft für Biologische Forschung (GBF) in Braunschweig, mit der Abteilung für angewandte Molekularbiologie der Universität Mainz und der School of Dentistry der Oregon Health and Science University (OHSU in Portland-USA.

Lehre und Weiterbildung

Neben interdisziplinär organisierten Ringvorlesungen werden fachbezogene Vorlesungen, Seminare und Demonstrationen sowie dazu parallel vorklinische und klinische Kurse in allen Teilbereichen der Klinik durchgeführt.

Ein Schwerpunkt der studentischen Ausbildung ist, die Studierenden sowohl im restaurativen, endodontischen, parodontologischen als auch präventiven Bereich frühzeitig, d.h. bereits im Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde mit modernen, zukunftsträchtigen therapeutischen Verfahren und Geräten vertraut zu machen. Dies wird dann in den folgenden zwei klinischen Kursen vertieft. Außerdem können interessierte Studenten aller klinischen Semester an der Schmerz- und Notfallbehandlung (Aufnahmedienst), parodontalen und endodontalen Behandlung durch wissenschaftliche Mitarbeiter sowie der Kinderbehandlung (inklusive Sanierung in Intubationsnarkose) teilnehmen bzw. assistieren.

 

Im Rahmen einer interdiziplinären Veranstaltungsreihe wird den Studierenden intensiv die zahnärztliche Gesundheitsförderung vermittelt. Dies beinhaltet u.a. folgende Themen: Die psychologischen Aspekte des Gesundheitsverhaltens, die Gesundheitsförderung im Alter (psychologische Aspekte  und Umgang mit älteren Menschen), Prävention und Gesundheitsförderung bei Migranten (Sensibilisieren und Motivieren von Migranten für die zahnärztliche Gesundheitsförderung), zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung bei Schwangeren und bei Kleinkindern und die Zahn- und Mundgesundheit bei älteren Menschen (besonders Pflege bedürftige) sowie Prävention und Gesundheitsförderung.

 

Für die Studierenden des 9. und 10. Semesters findet im jährlichen Turnus im Winter- und Sommersemester der so genannte Integrierte Kurs der Zahnerhaltungs- und Zahnersatzkunde statt, der die konventionellen Kurse Zahnersatzkunde II und Zahnerhaltungskunde II ersetzt. Ziel des Integrierten Klinischen Kurses ist eine umfassende Patientenbehandlung und –sanierung im Sinne eines Berufspraktikums unmittelbar vor dem Staatsexamen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Kliniken für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde und für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde soll den Studierenden die umfassende Diagnose, Behandlungsplanung und schließlich deren therapeutische Umsetzung als Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit in der zahnärztlichen Praxis vermittelt werden.

 

Im Rahmen der Veranstaltung „Poliklinik der Zahnerhaltungskunde II“ werden in kursbegleitenden Seminaren die Zusammenhänge der Teilgebiete unseres Faches gelehrt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung parodontologischer Aspekte in der Implantologie sowie der Ätiologie, Diagnostik und Therapie periimplantärer Erkrankungen und der „Parodontologie im Alter. Weitere Schwerpunkte dieser Veranstaltung sind u.a. geriatrische Gesichtspunkte bei der Füllungstherapie, der Endodontologie und Parodontologie.

Weiterhin werden Referenten aus zahnärztlichen Praxen eingeladen, um zum Beispiel die Integration eines parodontologischen Behandlungskonzeptes in die zahnärztliche Praxis vorzustellen.

 

Neben der Promotion und Habilitation besteht für wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Spezialisten für Parodontologie (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie), Endodontologie (Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung/DGZ), restaurative Zahnerhaltung (DGZ) sowie Kinderzahnheilkunde und Prophylaxe (Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) zusammen mit der DGZ).

 

Wir hoffen, dass wir beim Lesen unserer Internet-Seiten Ihr Interesse geweckt und manche Ihrer Fragen beantwortet haben.

 

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Wir werden uns bemühen, unsere Homepage regelmäßig zu aktualisieren.

 

Ihre

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde