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Medizinische Hochschule Hannover | Tumorzentrum | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Projekt "Prospektive Erfassung neuerkrankter Patienten mit einem Malignen Melanom in Niedersachsen und Bremen"

Gemeinsame Initiative für mehr Transparenz bei Inzidenz, Mortalität und Versorgung

 

Im Juni des Jahres 1998 startete in Niedersachsen ein Projekt zur vollständigen Erfassung aller Patienten, die neu an einem Malignen Melanom der Haut erkranken.

 

Aus Ländern mit überwiegend hellhäutiger Bevölkerung und etablierter epidemiologischer Krebsregistrierung wird von steigender Inzidenz und Mortalität berichtet. Langzeit-Analysen des Tumorzentrums der Medizinischen Hochschule Hannover bestätigen nicht nur diesen Trend, sondern zeigen für Niedersachsen sogar eine gegenüber dem Bundesdurchschnitt signifikant erhöhte Mortalität.

 

Ein wichtiges Ziel des Projektes muß es deshalb sein, mittels einer vollständigen Erfassung aller Neuerkrankungen zunächst verläßliche Inzidenzzahlen zu ermitteln. Diese gemeinsame Zielsetzung ist ein wesentlicher Bestandteil der Kooperationsvereinbarungen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, den Tumorzentren der Universitätskliniken Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover, auf der einen sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Arbeit, Frauen und Soziales mit dem sich zur Zeit in der Erprobungsphase befindlichen Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) auf der anderen Seite. Es ist dabei als günstige Voraussetzung anzusehen, daß die Nachsorgeleitstellen und klinischen Register aktuell bereits mehr als die Hälfte der geschätzten jährlichen 650 Neuerkrankungsfälle erfassen. Das Projekt wird von den Verantwortlichen des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen-Landesverband Niedersachsen- sowie den leitenden Ärztinnen und Ärzten aller größeren Hautkliniken unterstützt.

 

Im Jahr 1997 wurden gemeinsam mit der ärztlichen Projektleitung weitere Projektschwerpunkte und -ziele formuliert. Es wurde ferner Einigkeit erzielt bezüglich der Inhalte und Merkmale eines erkrankungsspezifischen Erhebungsbogens, neuer und risikoadaptierter Nachsorgeprotokolle sowie der Ausstattung aller Hautärzte mit den neuen gemeinsamen Diagnose- und Behandlungsleitlinien der Deuschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.

 

Das Projekt bietet ferner die Möglichkeit, erstmals aussagekräftige Daten zur Versorgung der Melanom-Patienten in Niedersachsen zu gewinnen und damit eine Basis für ein onkologisches Qualitätsmanagement zu schaffen.

 

[Übersicht]

( Stand 27. April 2007 / Dipl. Dok. Frank Papendorf )


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