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Medizinische Hochschule Hannover | Tumorzentrum | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Satzung des Tumorzentrums

Präambel

 

Das Tumorzentrum der MHH hat abteilungs- und zentrumsübergreifend für die gesamte Hochschule, insbesondere für die Onkologie-betreibenden Abteilungen, Dienstleistungsaufgaben zu erfüllen und wird daher als eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der MHH gemäß §116 NHG (Niedersächsisches Hochschulgesetz) geführt.

§1 Aufgaben

 

Das Tumorzentrum der MHH hat folgende Aufgaben:

  • (1) Die laufenden wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten auf dem Gebiet Tumorprävention, -früherkennung, -diagnostik, -therapie, -nachsorge, -datenerfassung und Datenverarbeitung zu koordinieren und zu schützen,
  • (2) durch Erarbeitung und laufende Überprüfung von Therapiestandards zu einer anzustrebenden Qualitätskontrolle onkologischer Behandlungsverfahren beizutragen,
  • (3) neue Entwicklungen auf dem Gebiet der klinischen Tumorforschung und klinisch orientierten Grundlagenforschung anzuregen und zu fördern,
  • (4) durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Instituten und sonstigen Einrichtungen sowie onkologisch tätigen Ärztinnen/Ärzten eine optimale und zeitlich lückenlose Betreuung der Tumorkranken zu erreichen,
  • (5) Ärztinnen/Ärzten innerhalb und außerhalb der Universität die gegenwärtigen Möglichkeiten der Onkologie aufzuzeigen, ihnen die Ergebnisse der klinischen und experimentellen Tumorforschung zugänglich zu machen und ihre Weiterbildung zu fördern.

§2 Mitglieder des Tumorzentrums

  • (1) Die Leiterinnen/Leiter der Kliniken und Institute der MHH, die im Sinne der Aufgabenstellung des Tumorzentrums arbeiten oder arbeiten wollen, werden Mitglied durch schriftliche Erklärung an den Vorstand.
  • (2) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Kliniken und Institute der MHH, die ebenfalls im Sinne der Aufgabenstellung des Tumorzentrums arbeiten oder arbeiten wollen, können ihre Mitgliedschaft im Tumorzentrum schriftlich beim Vorstand beantragen. Über ihre Aufnahme als Mitglied entscheidet der Vorstand. Diese Mitglieder sind in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt.
  • (3) Weitere ärztliche Mitglieder, insbesondere solche aus Krankenhäusern und niedergelassene Ärztinnen/Ärzte (onkologisch verantwortliche Ärztinnen/Ärzte) der Region, die im Sinne der Aufgabenstellung des Tumorzentrums arbeiten oder die Ziele des Tumorzentrums unterstützen, können auf schriftlichen Antrag an den Vorstand von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Diese Mitglieder tragen die Bezeichnung "assoziierte Mitglieder des Tumorzentrum der MHH" und haben in der Mitgliederversammlung beratende Stimme.
  • (4) Die Präsidiumsmitglieder der Medizinischen Hochschule Hannover für die Ressorts „Krankenversorgung“ und „Wirtschaftsführung und Administration“ sind kraft Amtes stimmberechtigte Mitglieder des Tumorzentrums.

§3 Beendigung der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet

  • (1) durch die Austrittserklärung,
  • (2) mit dem Tod des Mitglieds,
  • (3) durch Ausschluß durch die Mitgliederversammlung mit qualifizierter Mehrheit aus wichtigem Grund. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei einem gröblichen Verstoß gegen die Ziele des MHH-Tumorzentrums vor. Vor einem Ausschluß soll dem Mitglied Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme an den Vorstand gegeben werden.
  • (4) Für Mitglieder gemäß §2 , (1) und (2) der Satzung endet die Mitgliedschaft mit dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis mit der Medizinische Hochschule Hannover. Für Mitglieder gemäß §2 Absatz 3 endet die Mitgliedschaft mit der Beendigung der Berufstätigkeit, also i.d.R. dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis mit einem Krankenhausträger oder der Beendigung der Tätigkeit als niedergelassener Arzt.

§4 Organe des Tumorzentrums

 

Organe des Tumorzentrums sind:

  • (1) der/die ernannte Vorsitzende
  • (2) der Vorstand
  • (3) die Mitgliederversammlung

§5 Der Vorstand

  • (1) Der Vorstand besteht aus der/dem ernannten Vorsitzenden und sieben gewählten Vorstandsmitgliedern.
  • (2) Der/die Vorsitzende des Tumorzentrums wird vom Präsidium der Medizinischen Hochschule für die Dauer von drei Jahren ernannt.
  • (3) Die sieben weiteren Mitglieder des Vorstandes einschl. dem/der stellvertretenden Vorsitzenden werden von der Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder für die Dauer von 3 Jahren, vom Tag der Wahl an gerechnet, gewählt. Der Vorstand bleibt jedoch bis zur Neuwahl im Amt. Personalentscheidungen können auf Antrag in geheimer Wahl stattfinden. Wählbar sind nur Mitglieder des Tumorzentrums nach §2, Absatz 1 und 2. Wiederwahl ist möglich.
  • (4) Der Vorstand vollzieht die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und führt die laufenden Geschäfte des Tumorzentrums. Er erstellt und aktualisiert die Konzeption des Tumorzentrums, den Arbeitsplan für die Geschäftsstelle, beobachtet die Arbeit anderer Tumorzentren, hält Kontakt mit Ministerien, anderen staatlichen und kommunalen Stellen, anderen Tumorzentren und ähnlichen Einrichtungen, koordiniert das Fortbildungsprogramm und entscheidet über die Verwendung der Mittel des Tumorzentrums.
  • (5) Die/der Vorsitzende des Vorstands vertritt das MHH-Tumorzentrum nach außen. Er unterhält regelmäßigen Kontakt zum Präsidium der MHH und dem externen wissenschaftlichen Beirat des Tumorzentrums. Sie/er leitet die Mitgliederversammlungen und Sitzungen des Vorstands. Ist sie/er verhindert, so wird sie/er durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden und bei deren/dessen Verhinderung durch ein weiteres Mitglied des Vorstands vertreten.

§6 Die Mitgliederversammlung

 

(1) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann sich ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigen lassen. Mitglieder nach §2 dürfen sich durch ärztliche Mitglieder vertreten lassen.

 

(2) Mitgliederversammlung

  • [1] nimmt den Jahresbericht des Vorstandes entgegen und entlastet den Vorstand.
  • [2] berät über die Tätigkeit des MHH-Tumorzentrums und gibt Empfehlungen für seine laufende Tätigkeit.
  • [3] befindet über die Aufnahme und den Ausschluß eines Mitglieds.
  • [4] wählt die sieben Mitglieder des Vorstandes.
  • [5] beschließt über Vorschläge zu Satzungsänderungen.

 

 

(3) Die Mitgliederversammlung soll wenigstens einmal im Jahr zusammenkommen. Sie wird von der/dem Vorsitzenden des Vorstandes unter Einhaltung einer Frist von 6#Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Für die Fristwahrung genügt die Absendung des Einladungsschreibens.

 

(4) Die Mitgliederversammlung wird von der/dem Vorsitzenden des Vorstands geleitet, bei deren/dessen Verhinderung von der/dem stellvertretenden Vorsitzenden und bei deren/dessen Verhinderung durch das weitere Mitglied des Vorstandes. Sie/er bestimmt die Art der Abstimmung.

 

(5) Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn wenigstens 1/4 der Mitglieder anwesend sind.

 

(6) In den unter Nr. 2.4 und 2.5 genannten Angelegenheiten faßt die Mitgliederversammlung Beschlüsse mit der Mehrheit der Mitglieder nach §2. Für Vorschläge zu Satzungsänderungen nach §2.7 ist eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich. Im übrigen werden Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Mitglieder gefaßt. Kommt die in Satz 1 geforderte Mehrheit nicht zustande, so genügt im 2. Abstimmungsgang die Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Stimmengleichheit der anwesenden Mitglieder gibt die Stimme der/des Vorsitzenden des Vorstandes den Ausschlag. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vor allem die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten enthalten muß.

§7 Wissenschaftlicher Beirat

 

Zur Beratung des Tumorzentrums bestellt der Senat einen wissenschaftlichen Beirat, der dem Senat verantwortlich ist und jährlich einen Rechenschaftsbericht vorlegt.

Der wissenschaftliche Beirat wird von der Prorektorin/vom Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Weiterbildung geleitet.

 

Ferner gehören dem wissenschaftlichen Beirat an:

  • 1 Vertreterin/Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen,
  • 1 Vertreterin/Vertreter der Ärztekammer Niedersachsen,
  • 1 Vertreterin/Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen,
  • 2 leitende Ärztinnen/Ärzte anderer Krankenhäuser der Region, die mit der onkologischen Versorgung betraut sind,
  • 2 niedergelassene Onkologinnen/Onkologen,
  • die/der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Tumorzentren in Niedersachsen e.V.

 

Der wissenschaftliche Beirat, unter Vorsitz der Prorektorin/des Prorektors für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Weiterbildung berät das Tumorzentrum in seiner Aufgabenstellung, um die Rückkopplung des Tumorzentrums der MHH in die Region sicherzustellen.

Der wissenschaftliche Beirat tagt in der Regel einmal jährlich.

Der Vorstand erstattet dem wissenschaftliche Beirat Bericht.

§8 Personalstruktur des Tumorzentrums

 

(1) Das Tumorzentrum verfügt derzeit über 14 Stellen aus dem stationären Budget der MHH, davon:

  • 3 Stellen Ärztlicher Dienst
  • 10 Stellen Medizinisch-Technischer Dienst
  • 1 Stelle Verwaltungsdienst

 

Den Einsatz der Mitarbeiter regelt der Vorstand.

 

(2) Zur Unterstützung der Arbeit des Tumorzentrums und seiner Organe wird eine Geschäftsstelle eingerichtet, zu deren Geschäftsführung eine Leiterin/ein Leiter vom Vorstand bestellt wird.

 

(3) Die Geschäftsführung erfolgt nach den Richtlinien und den Einzelanweisungen des Vorstands.

§9 Projekt- und Arbeitsgruppen

  • (1) Zur Verwirklichung der interdisziplinär angelegten Ziele des §1 werden organspezifische Zentren sowie Projekt- und Arbeitsgruppen gebildet.
  • (2) Über Anträge auf Einrichtung von organspezifischen Zentren sowie Projekt- und Arbeitsgruppen entscheidet der Vorstand. Die organspezifischen Zentren geben sich eine Satzung, in der u.a. Ziele und Aufgaben, Zuständigkeiten, Mitglieder und Leitung geregelt werden. Projekt- und Arbeitsgruppen werden zunächst für zwei Jahre eingerichtet und ggf. verlängert.
  • (3) Die organspezifischen Zentren sowie Projekt- und Arbeitsgruppen benennen einen Sprecher.
  • (4) Die Sprecherin/der Sprecher legt dem Vorstand zur Berichterstattung in der Mitgliederversammlung einmal jährlich einen schriftlichen Bericht über die Arbeit des organspezifischen Zentrums bzw. der Projekt- oder Arbeitsgruppe vor.

§10 Mittelverwendung und -verwaltung

 

Die dem MHH-Tumorzentrum zufließenden Sachmittel sind zweckgebunden zu verwenden. Mittel Dritter werden, soweit nichts anderes bestimmt ist, nach den Bestimmungen des Landes bewirtschaftet und verwaltet.

 

Der Vorstand entscheidet über die Verwendung des Mittel des Etats des Tumorzentrums. Soweit diese durch das Budget des MHH aufgebracht werden, ist er mit der Entscheidung an das Einverständnis des Präsidiums gebunden.

( Stand 26. März 2008 /  Dr. Bernd Guenther )


Anschrift
Tumorzentrum der MHH
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: +49 (0)511 532-5060

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