SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Frauen-, Kinder- und Familiengesundheit

 

Im Forschungsverbund werden Studien zur Mütter-, Kinder- und Familiengesundheit im Kontext von stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter bzw. Mütter/Väter und ihre Kinder durchgeführt.

 

Im Vordergrund stehen mütterspezifische Belastungen und Beschwerden. Im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Anforderungen, drohenden Existenzkrisen, Wandel der Familienformen und Verunsicherung in der Mutterrolle geraten viele Frauen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Eine ständige Überforderung bei mangelnder Entlastung und Regeneration führt zu Befindlichkeitsstörungen, psychosomatischen Beschwerden und Krankheitssymptomen, die das Leben und den Alltag in der Familie erheblich beeinträchtigen.

 

Diese mütterspezifischen Überlastungen und Erkrankungen haben Collatz et al. (1998) als Leitsyndrom beschrieben. 80% aller Mütter, die eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter bzw. Mütter und Kinder in Anspruch nehmen, sind davon betroffen. Das Leitsyndrom ist gekennzeichnet durch das Kernsyndrom der Erschöpfung, Multimorbidität, Multiaxialität und in deren Folge Einschränkungen der Aktivitäten und der Partizipation (siehe Abb.). 

 

In der jüngeren Vergangenheit standen Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Mütter- und Kindergesundheit sowie zu spezifischen Problemlagen (Mütter mit Migrationshintergrund, Mütter mit chronischen Rückenschmerzen, Mütter mit Gratifikationskrisen) im Mittelpunkt der Forschung.

 

Die Effektivität und Nachhaltigkeit der zielgruppenspezifischen stationären Maßnahmen konnte anhand der Daten von etwa 7000 Müttern und über 10.000 Kindern belegt werden (siehe Publikationen).

 

 

   Kernsyndrom

  • schwere Erschöpfungszustände
  • psychosomatische Beschwerden
  • Burn-Out-Syndrom

   Multimorbidität

  • somatische und psychische Erkrankungen und Beschwerden
    (weitgehend im frühen Befundstadium)

   Multiaxialität

  • psychosoziale Probleme
  • Gratifikationskrisen

   Einschränkungen der Aktivitäten und der Partizipation

  • Probleme in der Bewältigung häuslicher und beruflicher Aktivitäten
  • Störungen der Mutter-Kind-Interaktion
  • Störungen der kindlichen Entwicklung
  • Störungen des Familiensystems und des sozialen Netzwerks

Abb.: Das Leitsyndrom mütterlicher Erschöpfung

 

Publikationen

 

Abstracts

 

Zurück zur Übersicht Forschungsprojekte des Forschungsverbundes

  

Zurück zur Startseite des Forschungsverbundes