StartseiteSitemapImpressumdeutschenglish
MHH Logo

Tissue Engineering

Abb. 1: Entnahme von körpereigenen mesenchymalen Stammzellen am Beckenkamm.
Abb. 2 und 3: Aufreinigung der Zellen im Labor und Vermehrung mesenchymaler Stammzellen in der Zellkultur

 

Definition

 

Die Methode des Tissue Engineering - Gewebezüchtung - in der regenerativen Medizin beruht darauf, lebende Zellen eines Organismus außerhalb des Zielgewebes anzuzüchten, um diese dann in den (meist identischen) Organismus zu implantieren und so eine Gewebefunktion zu erhalten oder wiederherzustellen.

 

Dazu werden in der Regel folgende Elemente benötigt:

 

* ein strukturelles Gerüst

* lebende Zellen oder Gewebe

* Kulturbedingungen (Wachstumsfaktoren, Stimulation, Bioreaktor)

 

Problem

 

Durch Unfälle, Erkrankungen (Arthrose, Tumoren) und infolge von Gelenkersatzoperationen entstehen Knochen-, Knorpel- und Sehnendefekte, die bisher nur unbefriedigend behandelt werden können. Zwar kann körpereigenes Gewebe transplantiert werden, jedoch verbleiben an der Entnahmestelle zum Teil erhebliche Defekte.

 

Lösungsansatz

 

Durch Punktion am Beckenkamm können mesenchymale Stammzellen gewonnen werden (Abb. 1), die im Labor isoliert (Abb. 2) und anschließend millionenfach vermehrt werden können. Die Kultur erfolgt dabei mit körpereigenem Blut (Serum; Abb. 3). Anschließend können die Zellen tiefgefroren werden und sind nahezu beliebig lang haltbar.

Die Zellen können dann zu einem gegebenen Zeitpunkt aufgetaut und weiter vermehrt werden und stehen für verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Weitere Informationen:

 

Podcast zum Thema:

Prof. Dr. A. Hoffmann

Prof. Dr. M. Jagodzinski

Priv.-Doz. Dr. C. Haasper

Prof. Dr. C. Krettek