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Presseinformation

21. 11. 2018

MHH-Forschungsdekanin erhält Niedersächsischen Wissenschaftspreis


Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur zeichnet Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner aus



Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner im Labor

Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner ist heute mit dem Wissenschaftspreis 2018 des Landes Niedersachsen geehrt worden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, überreichte der Forschungsdekanin und Wissenschaftlerin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung. Insgesamt ehrte der Minister elf Persönlichkeiten aus niedersächsischen Hochschulen. „Frau Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner ist eine herausragende Wissenschaftlerin, deren Fragestellungen hochrelevant sind. Durch ihre international beachtete Forschung im Bereich der Kardiologie können neue Behandlungsrichtlinien für schwer herzkranke Mütter auf den Weg gebracht werden. Ich freue mich, Frau Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen 2018 auszuzeichnen“, sagte Björn Thümler.

 

Professorin Hilfiker-Kleiner hat Pionierarbeit für die Analyse von Herzkrankheiten geleistet. „Für mich bedeutete translationale Forschung, den Patienten ins Zentrum einer kontinuierlichen interdisziplinären Kommunikation und Reflexion zu stellen – zwischen Ärztinnen und Ärzten auf der einen Seite und klinischer sowie an Grundlagen orientierter Forschung auf der anderen Seite“, sagt Professorin Hilfiker-Kleiner, die in der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie forscht.

 

Sie widmet sich unter anderem einer lebensbedrohlichen Herzschwäche, die weltweit eine von 1.000 Schwangeren betrifft: der sogenannten peripartalen Kardiomyopathie (PPCM). Die Erkrankung tritt ohne Vorwarnung im letzten Schwangerschaftsmonat oder in den ersten Monaten nach der Geburt bei zuvor herzgesunden Frauen auf. Die Symptome sind Abgeschlagenheit, Husten und Atemnot, Wassereinlagerungen sowie Herzrasen. Die Forscherin entdeckte, dass bei dieser Erkrankung das Hormon Prolaktin, das während der Schwangerschaft und Stillzeit für das Wachstum der Brustdrüsen und die Milchproduktion sorgt, gespalten wird. Es entstehen Moleküle, die Blutgefäße zerstören und so Herzmuskelzellen absterben lassen. „Wenn die Erkrankung schnell erkannt und behandelt wird, haben die Frauen eine gute Chance, sich zu erholen“, berichtet Professorin Hilfiker-Kleiner. Sie und Professor Dr. Johann Bauersachs, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie, haben eine Richtlinie zur Behandlung der PPCM auf den Weg gebracht sowie das größte europäische und eines der weltweit größten PPCM-Register maßgeblich mit aufgebaut. Darüber hinaus haben sie an der MHH die einzige spezielle Beratungsstelle in Deutschland für Patientinnen und behandelnde Ärztinnen und Ärzte eingerichtet und eine PPCM-Ambulanz aufgebaut.

 

Grundlegende Entdeckungen hat Professorin Hilfiker-Kleiner auch in Bezug auf die Folgen einer Krebsbehandlung auf das Herz gemacht: Die Wissenschaftlerin konnte mit Hilfe experimenteller Modelle zeigen, dass Insulin oder das Hormon Erythropoetin (EPO) eingesetzt werden könnten, um das Herz vor Schäden zu schützen, die durch eine Tumorerkrankung und schädliche Nebenwirkungen von Chemotherapien entstehen.

 

Die vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin, deren Forschungsergebnisse zahlreiche hochrangige Fachjournalen veröffentlicht haben, ist MHH-Forschungsdekanin, Mitglied der MHH-Promotionskommission und in diversen nationalen und internationalen Fachgesellschaften aktiv. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Wissenschaftsrats und berät somit die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Sie hält zudem regelmäßig Vorlesungen in der MHH-Graduiertenschule „Biomedical Research School“ sowie in diversen Masterprogrammen.







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