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Presseinformation

24. 10. 2018

Das Auge braucht keine Knochen


Auftakt der KinderUniHannover: In der Medizinischen Hochschule Hannover werden 350 Mädchen und Jungen zu Expertinnen und Experten für das Auge



Dr. Dorothee Brockmann mit jungen Studierenden. Quelle „MHH/Kaiser“.

Warum braucht das Auge keine Knochen? Das erfuhren gestern die rund 350 Mädchen und Jungen, die zur ersten Vorlesung der KinderUniHannover (KUH) des Wintersemesters 2018/2019 in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gekommen waren. Bei dem Start der hochschulübergreifenden Veranstaltungsreihe für Acht- bis Zwölfjährige erklärte Dr. Dorothee Brockmann, Oberärztin der MHH-Klinik für Augenheilkunde, dem Nachwuchs den Aufbau und die Funktionen des Auges.

 

Viele Kinder waren zum ersten Mal bei der KinderUniHannover. Andere, wie der zehnjährige Miguel J. und der neunjährige Eljas D., zählten schon zu den Stammgästen. „Letztes Jahr haben wir alles über die Nase erfahren, heute wollen wir alles über das Auge wissen“, sagte Miguel. Vor allem die Sache mit den Knochen beschäftigte die Jungen. Dr. Brockmann konnte ihren Wissensdurst stillen. Sie erklärte, dass das Auge keine Knochen braucht, da es vom Wassergehalt in Form gehalten wird. Außerdem zeigte die Augenärztin den Kindern, dass wir nicht nur das Auge brauchen, um zu sehen. „Erst die Weiterleitung der Licht- und Farbimpulse an unser Gehirn sorgt dafür, dass in unserem Kopf ein Bild entsteht“, sagte Dr. Brockmann. „Der Lichtreiz ist übrigens der älteste Sinnesreiz, den unser Körper kennt. Es gibt ihn schon seit drei Milliarden Jahren.“ Über diese Aussage staunten die Kinder. Interessant fanden sie auch, wie viele unterschiedliche Augen es bei Lebewesen gibt – beispielsweise die Flachaugen bei Seesternen, die Blasenaugen bei Schnecken und die Komplexaugen bei Insekten mit Panoramablick. „Das Linsenauge, das viele Tiere und auch wir Menschen haben, ist das am weitesten entwickelte Auge“, erläuterte die Augenärztin. In ihre Vorlesung hatte sie kleine anschauliche Experimente eingebaut. So konnten zwei junge „Studierende“ mit Hilfe von Wasserbällen und Bändern nachahmen, wie das Zusammenspiel der Augenmuskeln funktioniert. Am Ende der Vorlesung nahmen die Kinder viele neue Eindrücke mit nach Hause. „Ich weiß jetzt viel mehr über das Auge“, berichtete die neunjährige Nele S., „das ist toll, denn meine Eltern trage beide eine Brille.“  

 

Am Dienstag, 27. November 2018, geht es mit der KUH-Vorlesung in der Leibniz Universität Hannover weiter. Professor Dr. Georg Steinhauser, Institut für Radioökologie und Strahlenschutz, fragt: „Wer brennt hier für die Physik? – Wir sind Feuer und Flamme!“. In der Hochschule Hannover bekommen die Kinder am 4. Dezember 2018 Antworten auf die Frage: „Wie wohnst und fährst Du morgen?“. Am 5. Februar 2019 können die Mädchen und Jungen in der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover erfahren, was „Schwein haben“ mit Glück zu tun hat. Und am 19. Februar 2019 lernen alle Mädchen und Jungen in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), was den Kirchenmusikerberuf so besonders macht. Die Vorlesungen beginnen jeweils um 17.15 Uhr. Sie sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Weitere Informationen unter www.kinderuni-hannover.de

 

 







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