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Presseinformation

24. 01. 2006

Den Opfern ein Gesicht geben


MHH eröffnet Ausstellung zur Geschichte der NS-"Kindereuthanasie"



Unter dem Deckmantel der "Euthanasie" starben in der NS-Zeit mehr als 200.000 kranke und behinderte Menschen einen gewaltsamen Tod – darunter auch 5000 Kinder und Jugendliche. Am Freitag, 27. Januar 2006, eröffnet die Abteilung Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine Ausstellung mit dem Titel "Überweisung in den Tod – NS-‚Kindereuthanasie’ in Thüringen". "Ziel der Ausstellung ist es, den Opfern ein Gesicht zu geben", erklärt Dr. Sigrid Stöckel von der Abteilung Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin.

 

Wir laden alle Interessierten ein, die Eröffnung der Ausstellung zu besuchen

  • am Freitag, 27. Januar 2006
  • um 16 Uhr
  • in Hörsaal G, Klinisches Lehrgebäude der Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Carl-Neuberg-Straße 1 in Hannover.

 

Die Ausstellung vor der Bibliothek ist bis zum 13. Februar geöffnet. Sie ist zu sehen Montag bis Freitag von 9 bis 21.30 Uhr und am Wochenende von 9 bis 18 Uhr.

 

Die Eröffnung wird durch zwei Vorträge begleitet: Die Entstehungsgeschichte der Ausstellung schildert Dr. Susanne Zimmermann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Thüringer Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Dr. Matthias Wanitschke, informiert über das Thema "Archivierter Mord. Der SED-Staat und die NS- ‚Euthanasie’ – Verbrechen in Stadtroda".

 

Die Ausstellung zeigt die Kinder nicht nur als Opfer, sondern auch in ihren Familien – als die umsorgten und geliebten Kleinkinder, die sie dort waren. Diese Perspektive war den Organisatoren der Ausstellung wie den Angehörigen der Kinder besonders wichtig. Daneben finden sich aber auch Aussagen der Täter – Ärzte,Schwestern, Pfleger – die das staatlich organisierte Tötungsprogramm der Nationalsozialisten mit trugen.

 

Seit 1941 waren die Thüringer Landesheilanstalten Stadtroda das Zentrum zur Tötung behinderter Kinder in Thüringen (in Niedersachsen: Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg). Die Kinder wurden in so genannten Kinderfachabteilungen bis zu drei Monate zusammengepfercht und begutachtet. Häufig starben sie schon während dieser Zeit an Vernachlässigung, noch bevor das Todesurteil "lebensunwert" feststand. Die Verantwortung für ihre Taten übernahmen die Ärzte weder in der Bundesrepublik noch in der DDR.







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