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Familienfreundliche Geburtshilfe MHH-Frauenklinik



Die Wahrscheinlichkeit, dass gesunde, reife Babys mit 4 Monaten noch gestillt werden ist 2- 3 mal so hoch, auch unabhängig von der Anerkennung als Babyfreundliches Krankenhaus, wenn folgende 4 Schritte eingehalten  werden:

• Hautkontakt sofort nach der Geburt
• Stillen innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt
• 24 Stunden Rooming-in
• NICHT zufüttern 

Brodribb W, Kruske S, Miller YD: Baby-Friendly Hospital Accreditation, In-Hospital Care Practices,and Breastfeeding. Pediatrics. 2013 Mar 11. http://pediatrics.aappublications.org/content/131/4/685.long


Das Personal der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover fördert das Stillen. Wir unterstützen die Kompetenz der Mütter/Familien in der Versorgung ihrer Früh- und Neugeborenen und gewährleisten Maßnahmen für eine Bindung der Eltern an das Kind. 

1) Das Personal wird in Theorie und Praxis so geschult, dass es diese Richtlinien mit Leben füllen kann. Dazu gibt es in unserer Frauenklinik Stillbeauftragte, die für die Schulungen und die Einhaltung der Richtlinien verantwortlich sind. 

2) Wir informieren niedergelassene Gynäkologen und Hebammen zu unserem Konzept und bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen an.

3) Wir ermöglichen den ungestörten Hautkontakt zwischen Mutter und Kind für mindestens 1 Stunde nach der Geburt oder bis das Baby das erste Mal gestillt hat, soweit es medizinisch vertretbar ist.

4) Wir unterstützen die Frauen beim korrekten Anlegen. Wir zeigen und erklären, wie die Milchproduktion auch im Fall einer Trennung vom Kind aufrechterhalten werden kann.

5) Bei gesunden, reifen Neugeborenen besteht beim Stillen nach Bedarf keine Notwendigkeit des Zufütterns. Wird aus medizinischer Indikation eine Zufütterung notwendig, werden die Eltern dementsprechend aufgeklärt.

6) Gesunde vitale Früh- und Neugeborene werden nicht von der Mutter getrennt. Wir versorgen Mutter und Kind als Einheit. Die Frauen, die in unserer Klinik entbinden, erhalten Tag und Nacht die gewünschte und erforderliche Hilfe und Unterstützung für die Versorgung ihres Kindes. Die Kompetenz im Umgang mit dem Baby liegt bei den Müttern. Der frühe Kontakt und das weitere Zusammensein stärken die Kompetenz der Mutter und helfen ihr, die Signale des Babys besser zu verstehen. Außerdem kommt die Mutter zu mehr Schlaf.

7) Wir unterstützen das Stillen nach Bedarf von Mutter und Kind. Es kann erforderlich sein, dass das Baby geweckt werden muss um die Mutter zu entlasten, oder damit es ausreichend ernährt werden kann.

8) Gestillte Kinder erhalten bei uns keine Sauger oder Schnuller. Sollte eine Zufütterung erfolgen, so geschieht dies mit Hilfe von alternativen Zufüttermethoden.

9) Nach der Entlassung bieten wir den Müttern Unterstützung durch unsere Still-Hotline, unsere Stillgruppe sowie Informationen zur gesetzlichen Hebammenhilfe und Stillgruppen in der Nähe ihrer Wohnorte. Eine Eltern-Kind Ambulanz steht für Einzelgespräche zur Verfügung.