SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Hypoglykämien

 

zurück

 

 

<typohead type="2">Rezidivierende moderate Hypoglykämien und kognitive Leistungsfähigkeit </typohead>

 

Die Therapie des Insulin-pflichtigen Diabetes mellitus ist in den vergangenen Jahren zunehmend von der konventionellen Insulingabe zwei- bis dreimal täglich auf die sogenannte intensivierte Insulintherapie mit an die Blutzuckerspiegel angepassten häufigeren Insulin-Einzelgaben bzw. Therapie mit Insulinpumpen umgestellt worden. Hierdurch konnten das Risiko die klassischen Komplikationen des Diabetes wie eine Retinopathie, Nephro- oder Neuropathie zu entwickeln signifikant gesenkt werden. Gleichzeitig steigt aber das Risiko zu unterzuckern. Ob dies für die Funktionsfähigkeit des Gehirns auf Dauer ohne Bedeutung ist, war lange Zeit umstritten. Wir konnten zeigen, dass rezidivierende moderate Hypoglykämien zu einer Einschränkung der Gedächtnisfunktion der betroffenenen Patienten führen, und dass dies mit einer Schädigung der Hippocampus-Neurone einhergeht (HilF-Projekt; Antragsteller: K. Weissenborn, A. Schmidt). Aktuell werden die Ergebnisse der ersten Studie in einem zweiten Kollektiv überprüft, wobei zusätzlich zu den Aufzeichnungen der Patienten eine mehrtägige, kontinuierliche Blutzuckerüberwachung erfolgt.

 

 

Die Abbildung zeigt MR-Spektroskopien aus dem Bereich des rechten Hippocampus bei einem Patienten mit rezidivierenden moderaten Hypoglykämien (links) im Vergleich zu einem gleichaltrigen Gesunden.