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Epiva

Projektleitung:
Prof. Dr. Christian Krauth


Wiss. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:
Dr. Dr. Vitali Gorenoi
Kathrin Krüger
Anne-Marie Lapstich


Laufzeit:
05.2018 - 05.2020


Projektförderer:
G-BA Innovationsfonds


Konsortialpartner:
AOK Nordost


Institution:
Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Center for Health Economics Research Hannover (CHERH), Forschungsschwerpunkt Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik


Schwerpunkt:
Prozess-, Struktur- und Ergebnisevaluation, Kosteneffektivitäts-Analyse
Die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen sinkt mit zunehmendem Alter und ist abhängig von der Indikation. Zeitgleich deckt die Regelversorgung nur punktuell die Bereiche Früherkennung und Prävention ab. Daraus resultiert eine alters- und indikationsspezifische Versorgungslücke im Kindes- und Jugendalter. Früherkennungsuntersuchungen können durch das Erkennen und Behandeln von Frühstadien die Manifestierung von Erkrankungen vermeiden oder zumindest verzögern.
Mit AOK-Junior soll die Regelversorgung komplettiert werden. AOK-Junior legt den Schwerpunkt auf Früherkennung und Prävention mit dem Ziel, die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu erhalten, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Somit soll die bestehende Versorgungslücke in der Regelversorgung geschlossen und die Versorgungsqualität verbessert werden. Der Kinder- und Jugendarzt fungiert dabei als Lotse und koordiniert die Versorgung. Zielgruppe bilden alle Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung ihres 17. Lebensjahres, die bei der AOK Nordost versichert sind. Elemente des Programms AOK-Junior (Selektivvertrag) sind die zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen (U10, U11, J2), die Module „Übergewicht“, augenärztliche Früherkennungsuntersuchung, Lungen-Check, Haut-Check und Zahngesundheit sowie das Versorgungsprogramm Allergische Rhinitis.
Das Projekt EPIVA untersucht, ob Ärzte durch das Programm „AOK-Junior“ Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter im Vergleich zur Regelversorgung früher erkennen und zu entsprechenden Maßnahmen leiten können. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit der am Programm Teilnehmenden und der Leistungserbringer erhoben. Es werden Faktoren analysiert, die die Umsetzung des Versorgungsvertrages fördern als auch hindern. Zudem betrachtet EPIVA betrachtet die Kosteneffektivität des Vertrages.
Die Erkenntnisse dienen dazu, Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des Programms AOK-Junior abzuleiten und damit die Versorgung von versicherten Kindern und Jugendlichen weiter zu verbessern. Im Erfolgsfall ist eine Übernahme der Elemente des AOK-Junior Programms in die Regelversorgung denkbar.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Krauth
Dr. Dr. Vitali Gorenoi
Kathrin Krüger
Anne-Marie Lapstich