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Institut für Allgemeinmedizin - HIOPP-3





Was ist die HIOPP-3-Studie?

Die Studie HIOPP-3-iTBX mit dem Titel „Angemessene und sichere Medikation für Heimbewohner/innen mit Hilfe einer interprofessionellen Toolbox (AMTS-Toolbox)“ ist eine Interventionsstudie aus dem HIOPP-Forschungsverbund. HIOPP steht dabei für  „Hausärztliche Initiative zur Optimierung der Patientensicherheit bei Polypharmazie“. Im Fokus steht somit die häufig als kritisch erachtete Medikation älterer HeimbewohnernInnen (HBW).
Die Studie wird von mehreren allgemeinmedizinischen Instituten durchgeführt, unterstützt werden diese u.a. durch die Klinische Pharmakologie (Universität Witten-Herdecke) und vier Landesapothekerkammern.


Aktuelles

Im Juni haben wir mit der Befragung der an der Studie teilnehmenden Heimbewohner begonnen. Mehr als die Hälfte der Bewohner konnten wir sogar schon befragen! Dafür möchten wir uns bereits jetzt bei allen Heimbewohnern und Ihren Angehörigen, die uns ihre Zeit geschenkt haben, bedanken! Und in ein paar Wochen startet dann auch schon die Nachbefragung!


DAS PROJEKT

Projekthintergrund

Polypharmazie wird häufig als die Einnahme von ≥ 5 Dauermedikamenten definiert und ist mehrheitlich unter Heimbewohnern (HBW) zu finden. Polypharmazie begünstigt die Einnahme potenziell inadäquater Medikamente im Alter (PIM) und trägt somit zu einer erhöhten Hospitalisierungsrate bei. Auch die häufige Verschreibung von Neuroleptika birgt ein hohes Gefährdungsrisiko z.B. durch Stürze.
Ein Faktor, der die PIM und Neuroleptika-Verschreibung in Heimen begünstigt, ist die mangelnde Kooperation der am Medikamentenmanagement beteiligten Professionen (Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker). Hier setzt die HIOPP-3 Studie an
(Abb. Projektverlauf (PDF)).


Was ist das Ziel der Studie?

Ziel ist es, durch eine interprofessionelle Intervention mit verschiedenen Ansätzen:

  1. eine verbesserte und effizientere Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch eine Verringerung der Heimbewohner (HBW) mit potentiell inadäquater Medikation (PIM) und/oder Neuroleptika zu erzielen, und
  2. eine nachhaltige Optimierung des Medikationsprozesses durch Sensibilisierung für das Thema Polypharmazie und verbesserte Zusammenarbeit von Pflegefachkräften, heimversorgenden Apothekern und Hausärzten zu erreichen.

Hierzu wird eine Cluster-randomisierte Interventionsstudie durchgeführt, d.h. es wird auf Ebene der Heime randomisiert. Die Hälfte der teilnehmenden Heime wird als Kontrollheim dienen, während in der anderen Hälfte der Heime die Intervention stattfindet.  Teilnehmen können  Heime an den Studienstandorten (Hannover, Rostock, Düsseldorf, Tübingen). Die teilnehmenden Heimbewohner müssen dabei 65 Jahre oder älter sein, in der Langzeitpflege wohnen und selber oder über einen Betreuer in die Studie einwilligen. Eine bestimmte Medikamentenanzahl ist kein Einschlusskriterium. Insgesamt sollen in 32 Heimen 760 HBW in die Studie eingeschlossen werden.


Projektförderung

Die Studie wird durch den Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert und hat eine Förderhöchstdauer von 3 Jahren; der Förderzeitraum ist von Mai 2017 bis Ende April 2020.


Veröffentlichungen


Hier finden Sie einen Überblick über unsere Newsletter, Kongressbeiträge sowie Publikationen
Newsletter Dez. 2017 (PDF)
Poster DEGAM Sep. 2017 (PDF)

Poster DGGG Sep. 2018 (PDF)

Publikationsliste (PDF)


Das Konsortium

Das Konsortium setzt sich aus der Konsortialführung Hannover, den weiteren Erhebungsstandorten Rostock, Düsseldorf und Tübingen sowie der Universität Witten/Herdecke (Pharmakologie), der Universität Jena (Gesundheitsökonomie) und der AOK, dem WIdO und dem aQua-Institut zusammen (Abb. Konsortium (PDF).

(v.l.n.r. Claudia Kirsch, Hannover; Olaf Krause, Hannover; Christian Günster, WIdO; Thomas Grobe, aQua; Regina Stolz, Tübingen; Anja Wollny, Rostock; Stefanie Kortekamp, Osnabrück; Lisa Sparenberg, Rostock; Birgitt Wiese, Hannover; Ulrike Junius-Walker, Hannover; Ina-Merle Doyle, Hannover; Simone Bernard, Witten/Herdecke)

Konsortialführung Hannover
Der Studienstandort Hannover ist zugleich Konsortialführung & Erhebungsstandort.



(v.l.n.r. Claudia Kirsch, Birgitt Wiese,
 Olaf Krause, Ina-Merle Doyle)

Anschrift
Medizinische Hochschule Hannover · Institut für Allgemeinmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. Nils Schneider
Carl-Neuberg-Straße 1 · 30625 Hannover


Projektleitung: Dr. med. Olaf Krause
Stellvertretende Projektleitung: Dipl.-Math. Birgitt Wiese
Projektkoordination: Dr. Ina-Merle Doyle
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Claudia Kirsch
hiopp3mh-hannover.de

Konsortialpartner

Studienstandort Düsseldorf
Ansprechpartner:
Projektleitung: Dipl.-Psych. Angela Fuchs
Angela.Fuchs@med.uni-duesseldorf.de
Projekt-Supervisor: Prof. Dr. med. Stefan Wilm
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/allgemeinmedizin

Studienstandort Rostock
Ansprechpartner:
Lisa Sparenberg
Lisa.Sparenbergmed.uni-rostock.de
https://allgemeinmedizin.med.uni-rostock.de/

Studienstandort Tübingen
Ansprechpartner:
Regina Stolz
regina.stolzmed.uni-tuebingen.de
https://www.medizin.uni-tuebingen.de/Zuweiser/Institute/Allgemeinmedizin.html

Klinische Pharmakologie Witten/Herdecke
Ansprechpartner:
Dr. Simone Bernard
simone.bernarduni-wh.de
https://www.uni-wh.de/gesundheit/department-fuer-humanmedizin/lehrstuehle-institute-und-zentren/lehrstuhl-fuer-klinische-pharmakologie/

Gesundheitsökonomie Jena
Ansprechpartner:
Dr. Antje Freytag
antje.freytagmed.uni-jena.de
https://www.uniklinikum-jena.de/allgemeinmedizin/Forschung.html

aQua Institut Göttingen
Ansprechpartner:
Dr. med. Thomas G. Grobe, MPH
thomas.grobeaqua-institut.de
https://www.aqua-institut.de/

WIdO Berlin
Ansprechpartner:
Christian Günster
christian.guensterwido.bv.aok.de
www.wido.de


Kooperationspartner Landesapothekerkammern


Landesapothekerkammern Niedersachsen
https://www.apothekerkammer-niedersachsen.de/

Mecklenburg-Vorpommern
akmv.de

Nordrhein
https://www.aknr.de/

Baden-Württemberg

https://www.lak-bw.de/

Kooperationspartner Change Management
Ansprechpartner:
PD Ulrike Junius-Walker
junius.walker@mh-hannover.de





Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Projekt wird mit Mitteln des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses unter dem Förderkennzeichen 01VSF16017 gefördert.