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Experimentelle Neuroimmunologie

 

Die Erforschung der Funktion von Mikroglia und Astrozyten bei Autoimmun- und Infektionserkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) steht im Mittelpunkt der Arbeit.

  

Gliazell-T-Zell-Interaktion

 

Die Interaktion von in das ZNS eingewanderten T-Zellen mit Mikrogliazellen und Astrozyten beeinflusst die Entstehung von Entzündungen im ZNS. Während von uns nachgewiesen wurde, dass Th1-Zellen Mikroglia und Astrozyten beeinflussen, richten sich die aktuellen Forschungen auf Zielstrukturen für Th17 Zellen im ZNS.

 

 

  

Glialzellen in der Neuroinfektiologie

 

Als Mitglied vom "Niedersachsen-Research Network on Neuroinfectiology (N-RENNT)" beschäftigen wir uns mit der Bedeutung von Astrozyten und Mikrogliazellen bei Infektionserkrankungen des ZNS.

 

 

 

Cuprizonen Modell

 

Mit diesem tierexperimentellen Modell können Mechanismen einer De- und anschließenden Remyelinsierung wie sie ähnlicher Form bei der Multiplen Sklerose auftritt erforscht werden. Ein spezieller Aspekt hierbei ist die Migration von Zellen und die Rolle von Chemokinen und deren Rezeptoren, die sowohl auf Oligodendrozyten als auch an Entzündungszellen untersucht werden. Früher wurde der Einfluss von Astrozyten auf entzündliche Prozesse, wie der Demyelinisierung, eher als krankheitsfördernd angesehen. Neuerdings wird hingegen eine schützende, Demyelinisierungs-hemmende und Remyelinisierungs-fördernde Rolle der Astrozyten durch Interaktion mit Gliazellen angenommen, welche von uns erforscht wird.

 

 

 

 

Gezeigt werden hier Gehirnschnitte von Mäusen, die 0,2% Cuprizone dem Futter beigesetzt bekommen haben. Man sieht in der Abbildung eine deutliche Demyelinisierung des corpus callosum nach 5 Wochen und des Kortex nach 6 Wochen. Im corpus callosum sieht man nach 6 Wochen bereits eine beginnende Remyelinisierung.

 

 

Die Wirkung neuerer Immunmodulatoren auf De- und Remyelinisierung

 

Ein weiter klinisch orientierter Bereich der Neuroimmunologie beschäftigt sich mit der Wirkungsweise von neueren immunmodulierenden Medikamenten wie dem Teriflunomid und dem Dimethylfumarat, die zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose eingesetzt wird.