SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Forschungsprojekt zur Optimierung der Medikation von Heimbewohnern

Startseite       Forschung       Lehre       Weiter- & Fortbildung       Für Patienten       Über uns

Institut für Allgemeinmedizin - Aktuell

Neues Forschungsprojekt zur Optimierung der Medikation von Heimbewohnern gestartet

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fördert über den Innovationsfond in den nächsten Jahren groß angelegte Projekte zur Verbesserung des Gesundheitswesens in Deutschland. Wir freuen uns, als Konsortialführer mit einem Projekt im Bereich der Versorgungsforschung dabei zu sein: „iTBX: Angemessene und sichere Medikation für Heimbewohner/Innen mit Hilfe einer interprofessionellen Toolbox (AMTS-Toolbox)/HIOPP-3“.

  

Projektbeginn war im Mai, die Projektpartner sind u.a. die allgemeinmedizinischen Institute in Rostock, Düsseldorf und Tübingen, die Pharmakologie in Witten/Herdecke sowie die jeweiligen Apothekerkammern der teilnehmenden Standorte. Besonders die Apothekerkammer Niedersachsen unterstützt das Projekt, im Vorfeld hat es eine gemeinsame Pilotstudie zum Medikationsprozess in Pflegeheimen gegeben.

  

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Cluster-randomisierte Interventionsstudie. Im Mittelpunkt steht die Polypharmazie bei Heimbewohnern mit besonderem Augenmerk auf den Neuroleptika und sog. potentiell inadäquaten Medikamenten (PIM). Neuroleptika und PIM sind dafür bekannt, bei Heimbewohnern z.B. zu vermehrten Stürzen und Krankenhauseinweisungen zu führen. Die Intervention besteht aus einem Medikamentenreview des heimversorgenden Apothekers, Bereitstellung von Informationen durch das Pflegepersonal und abschließender Beurteilung und ggf. Einleitung weiterer Maßnahmen durch den Hausarzt.

  

Eine "Toolbox" hält dabei für alle Beteiligten Hilfsmittel wie z.B. Übersichtskarten zu den typischen Nebenwirkungen von Medikamenten oder gemeinsame Fax-Vordrucke bereit.

  

Primäres Ziel der Studie ist dabei die Verringerung von Neuroleptika und potenziell inadäquaten Medikamenten bei Heimbewohnern, sekundäre Ziele sind u.a. der Einfluss auf z.B. Stürze und Krankenhausaufenthalte. Insgesamt sollen dabei 760 Patientinnen und Patienten untersucht werden, 190 davon in und um Hannover. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren, die Rekrutierung von Heimen beginnt bereits im Herbst. Erste Ergebnisse werden für 2019 erwartet. Wir danken bereits jetzt ganz herzlich den Kolleginnen und Kollegen in hausärztlichen Praxen in und um Hannover, die uns im nächsten Jahr unterstützen werden. Kontaktieren Sie uns gerne bei Interesse: Hiopp3mh-hannover.de

  

Falls Sie sich fragen, woher der Name HIOPP-3 kommt: Er steht für „Hausärztliche Initiative zur Optimierung der Patientensicherheit bei Polypharmazie“. Die „3“ drückt die Zusammenarbeit von Altenpflege, Apotheker und Hausarzt aus.

Team HIOPP (v.l.n.r.):

  

  

Claudia Kirsch

  

Birgitt Wiese

  

Dr. Olaf Krause

  

Dr. Ina-Merle Doyle

 

PD Dr. Ulrike Junius-Walker
(nicht auf dem Foto)

Wichtige Links

Institut für Allgemeinmedizin

Direktor: Prof. Dr. med. Nils Schneider

  

Medizinische Hochschule Hannover
OE 5440
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

  

Fon +49 511 532-2744
Fax +49 511 532-4176

  

allgemeinmedizinmh-hannover.de

  

Anfahrt: Gebäude K23 (Lageplan)