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Posterpreise des 5. Nationalen Biobanken Symposium 2016 in Berlin gehen an die MHH



Auf dem 5. Nationalen Biobanken Symposium in Berlin am 07./08.12.2016 gingen drei der fünf Posterpreise an die MHH-Arbeitsgruppe „Ethik und Governance der biomedizinischen Forschung, Health Policy Analysis“ unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Daniel Strech vom Institut für Geschichte, Ethik
und Philosophie der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hannover Unified Biobank waren bei zwei Postern davon Koautoren.

 

Auf diesem größten nationalen Biobankentreffen treffen sich jedes Jahr eine Vielzahl von nationalen und internationalen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Biobanking, Epidemiologie und klinische Studien, aber auch Vertreter und Vertreterinnen führender Industrie- und Pharmaunternehmen um über neuste Trends im Biobanking zu diskutieren.

 

Unter dem Leitthema des Biobanken Symposiums „Biobanken als Bindeglied zwischen Versorgung und Forschung“ wurden in diesem Jahr besonders die Arbeiten der Arbeitsgruppe von Prof. Strech geehrt, die durch Ihre Aktualität und besondere Relevanz den Bereich der medizinischen Ethik einmal mehr in den Vordergrund der Biobankforschung rücken.  Drei der fünf Posterpreise des Symposiums zu erhalten, zeigt die besondere Leistung der Arbeitsgruppe für die gesamte Biobank-Community. Dass die Hannover Unified Biobank an zwei der drei prämierten Themen aktiv mitgearbeitet hat und Koautor bei den ausgewählten Postern war, ist auch für sie eine besondere Auszeichnung und zeigt noch einmal die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Abteilung am Exzellenzstandort Medizinische Hochschule Hannover.

 

Die prämierten Poster der MHH-Arbeitsgruppe „Ethik und Governance der biomedizinischen Forschung, Health Policy Analysis“ unter der Beteiligung der Biobank behandeln folgende Themen:

 

Das erste Poster “Target-Group-Specific Validation and Optimisation of an Informed Consent Form” mit den Autoren Sabine Bossert, Hannes Kahrass, Ulrike Heinemeyer, Jana Prokein und Daniel Strech stellt die Ergebnisse des Projekts vor, bei dem der Mustertext für die Aufklärung zur Biobankforschung (Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen der Bundesrepublik Deutschland e.V.) zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Hannover in Fokus-Gruppen evaluiert und optimiert wurde. Ziel war es hierbei den Mustertext hinsichtlich des Inhaltes, der Verständlichkeit, der Vollständigkeit und des Stils durch Laien zu testen. Die Rückmeldungen aus den Gruppen-Diskussionen wurden dabei qualitativ analysiert und für die Erstellung eines angepassten Textes genutzt.

 

Das zweite prämierte Poster der Ethikgruppe von Daniel Strech unter Beteiligung der HUB mit dem Titel „Ethics Reporting in Biospecimen and Genetic Research: Current Practice and Suggestions for Changes” und den Autoren William Wei Lim Chin, Susanne Wieschowski , Jana Prokein , Thomas Illig und Daniel Strech stellt eine systematische Analyse der ethischen Berichterstattung in 120 Publikationen zu Biobank-Forschungsprojekten dar, die 2014 und 2015 in den Journalen Nature Genetics, Nature Medicine, PLoS Genetics oder NEJM veröffentlicht wurden. Aussagekräftige Ethics Reporting in der Biobankenforschung sollte angeben, ob die Zustimmung der Spender z.B. projektspezifisch oder umfassend für die medizinische Forschung (broad consent) war und ob das spezifische Projekt oder die entsprechende Biobank oder beide von einem legitimen Organ wie einer Ethikkommission genehmigt wurden.


Vor diesem Hintergrund wurden alle Publikationen hinsichtlich Art und Umfang zu im Publikationstext enthaltenen Informationen zur Verwendung einer Einwilligung und der Zustimmung durch eine Ethikkommission untersucht. Die Ergebnisse wurden systematisch dokumentiert und quantitativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Ethics Reporting zwar weitverbreitet, aber nicht immer aussagekräftig genug ist. Biobanken könnten hier durch die Bereitstellung von Vorlagen für eine sinnvolle Ethikberichterstattung entscheidend beitragen.

 

Die Gewinner der Posterpreise mit Prof. Dr. Michael Krawczak (ganz rechts) von l.n.r.: Jörg Geiger (Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg - ibdw), Caroline Haase (DKMS gemeinnützige GmbH, Dresden & Tübingen), Hannes Kahrass (Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, MHH), Daniel Strech (Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, MHH).

 

Die Hannover Unified Biobank gratuliert den Autoren herzlich zu Ihren Posterpreisen.

 

Webseite zum 5. Nationalen Biobanken Symposium