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Morbus Bechterew

 

 

Was sind die besonderen Gefahren?

 

Frakturen der Wirbelsäule bei M. Bechterew sind eine seltene, aber schwerwiegende Verletzung. Die Erkrankung führt zu einer zunehmenden Einsteifung der gesamten Wirbelsäule mit Zerstörung der kleinen Wirbelgelenke und Verkalkung der Bandscheiben. Es resultiert typischerweise eine grobbogige Kyphose mit Änderung der Wirbelsäulenstatik. Bedingt durch die Grunderkrankung besteht zusätzlich eine Osteopenie. Aufgrund dieser Faktoren entstehen Verletzungen schon bei geringer Krafteinwirkung. Typischerweise kommt es zu einer vollständigen knöchernen Zerreißung der Wirbelsäule.

 

Welche Diagnostik ist notwendig?

 

Eine Translation der verletzten Anteile gegeneinander kann erst im Verlauf auftreten oder spontan reponieren, so dass die Verletzung im Röntgenbild leicht übersehen werden kann. Daher sollte bei entsprechender Anamnese oder lokalisierten Beschwerden im Zweifel weitere Diagnostik wie Computertomographie und Kernspintomografie angeschlossen werden.

 

Wie häufig sind neurologische Begleitverletzungen?

 

Neurologische Zusatzverletzungen sind häufiger und schwerwiegender und werden bei etwa 65% der Patienten gefunden.

 

Wie werden die Verletzungen behandelt?

 

Die Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen bei M. Bechterew sollte u. E. in der Regel operativ erfolgen wegen der hochgradigen Instabilität der Verletzungen mit der Gefahr sekundärer Dislokation und Zunahme neurologischer Begleitverletzungen. Die operative Stabilisierung muss langstreckig angelegt werden, um bei den langen Hebelarmen der eingesteiften Wirbelsäule eine ausreichende Stabilisierung zu erreichen.

Abbildung:

66-jähriger Patient mit M. Bechterew und HWK 5/6 Verletzung, kombinierte, langstreckige dorso-ventrale Stabilisierung

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