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Tumoren der Wirbelsäule

 

 

Bedingt durch verbesserte interdisziplinäre Diagnostik und Therapiekonzepte ist in den vergangenen Jahren die Zahl diagnostizierter und operativ zu behandelnder Tumoren und Metastasen an der Wirbelsäule stetig gestiegen. Metastasen sind dabei um ein vielfaches häufiger als primäre Knochentumore. Karzinome von Mamma, Lunge, Niere und Prostata metastasieren ossär, die Wirbelsäule ist dabei eine bevorzugte Metastasierungslokalisation.

 

Wie werden Tumoren und Metastasen der Wirbelsäule behandelt?

 

Das Behandlungsziel ist primär eine Erhöhung der Lebensqualität, ein Erhalten der Mobilität, Verringerung von Schmerzen und Vermeidung neurologischer Ausfälle. Aber nur in den wenigsten Fällen ist eine operative Maßnahme notwendig.

 

Aus diesem Grund erfolgt die Behandlung von Tumoren der Wirbelsäule in direkter Zusammenarbeit mit dem unfallchirurgischen Tumorteam. Durch Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz der MHH, die von der Unfallchirurgischen Abteilung geleitet wird, werden für diese Patienten umfassende onkologische Behandlungskonzepte festgelegt und die Patienten als Teil der Gesamtbehandlung entsprechend operativ versorgt

 

Welches sind Operationsindikationen bei Tumoren und Metastasen der Wirbelsäule?

 

Die Indikation zur Operation wird bei Vorhandensein eines oder mehrerer der folgenden drei Kriterien gestellt: 1. starke Schmerzen, die auch unter Morphinmedikation nicht zu beherrschen sind, 2. Vorhandensein oder Drohen eines neurologischen Defizites durch den Tumor und 3. Instabilität.

Die Operation wird in der Regel geplant durchgeführt, nur bei rasch zunehmenden neurologischen Defiziten, wenn eine Notfallbestrahlung nicht in frage kommt, kann eine notfallmäßige Dekompression und ggf. Stabilisierung notwendig werden.

Abbildung:

62-jähriger Patient mit Metastase eines hepatozellulären Karzinoms in HWK 6 (a.-b.), c.-d. ventrale Stabilisierung mit bisegmentaler H-Platte

 

Abbildung:

64-jährige Patientin mit Riesenzelltumor BWK 7, a.-b. präoperatives CT, c.-d. kombinierte dorsale Stabilisierung über vier Bewegungssegmente mit einem Fixateur interne, Wirbelkörperersatz mit Obelisc von dorsal über eine Costotransversektomie, e. OP Situs, f. Operationszugang der Costotransversektomie

 

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