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TCM bei Kinderwunsch

  • Indikationen

     

    Die Fertilität einschränkende Erkrankungen, die wir bei verschiedenen Sterilitätsformen für beide Geschlechter behandeln, einschließlich:

     

      Lutealphaseninsuffizienz
      Hormonelle Probleme und Ovulationsstörungen
      olyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS)
      Erhöhung der Spontan-Ovulationen (Eisprünge) bei verminderter ovarieller Reserve 
      Probleme in der Perimenopause
      Endometriose und uterine Fibroide/Myome
      Unklare Unfruchtbarkeit (idiopathische Sterilität)
      Wiederholte Fehlgeburten (Habituelle Aborte)
      Männliche Unfruchtbarkeit (Andrologische Sterilität)
      Unterstützung bei reproduktiven Maßnahmen wie IVF oder ICSI oder Inseminationen
       

  • Gut zu Wissen

     

     

  • Die Theorie der TCM in der Reproduktion

     

    Der TCM-Philosophie zufolge ist der menschliche Körper eine Einheit, in der seine einzelnen Bestandteile strukturell unzertrennlich miteinander verbunden sind und die sich sowohl physiologisch als auch bei Krankheiten gegenseitig beeinflussen. Die reproduktive und gynäkologische Gesundheit ist eng mit den Nieren, der Milz und der Leber assoziiert. Diese Organe sind wie funktionelle Einheiten miteinander verbunden. Bei Störungen dieser Organe oder bei Störungen in der Interaktion dieser Organe können  Fruchtbarkeitsstörungen auftreten.

    Die Niere, „der Ursprung der angeborenen Verfassung“, speichert die Essenz, die als Quelle von Yin und Yang der Organe und somit als Quelle des Lebens erachtet wird. Die Nierenessenz bildet die wichtigste materielle Basis für unser  Körperwachstum, unsere Entwicklung und Fortpflanzung (Reproduktion). Deswegen kann eine Störung der Niere zu verzögerten Menstruationsblutungen, ausbleibenden Ovulationen, spärlichen Menstruationen oder sogar dem Ausbleiben der Menstruationsblutung (Amenorrhö) und damit zu Unfruchtbarkeit führen. Die Unterstützung des Nieren-Yin (der Essenz) kann Menstruationszyklen normalisieren, die Östrogenproduktion zum optimalen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und gesunden Entwicklung von Follikeln und Eizellen unterstützen und die Spermienproduktion bei Männern verbessern. Dabei unterstützt eine Verstärkung des Nieren-Yangs die Progesteronbildung, die die Befruchtung und die Implantation günstig beeinflusst.

    Die Milz, „die materielle Basis der erworbenen Verfassung“, bildet die Grundlage für das  Leben nach der Geburt und ist als Quelle von Qi und Blut bekannt. Es regelt die meisten energetischen Prozesse im Körper, transportiert und transformiert aufgenommene Nahrung  und erhält den Blutfluss durch unsere Gefäße aufrecht. Dementsprechend sollte die Milz für einen normalen Menstruationszyklus optimal funktionieren. Die Milz beeinflusst auch die Produktion von Schilddrüsenhormonen und des Progesterons, welches für die Lutealphase von entscheidender Bedeutung ist. Bei einer Störung der Milz kommt es zur Insuffizienz des Qi und des Blutes, wodurch die Regulationsfunktion des Milz-Qi reduziert wird. Dies führt zu Problemen wie schmerzhaften Blutungen, verlängerten Blutungen, kurzen Zyklen oder starken Menstruationsblutungen, die zu einer schlechten Blutversorgung der reproduktiven Organe und letztendlich zur Unfruchtbarkeit führen können.

    Die Leber steuert den geregelten Fluss von Qi und Emotionen, speichert das Blut und reguliert das Volumen des zirkulierenden Blutes. Von Ihm wird  angenommen, dass es eine wichtige unterstützende Rolle im Menstruationszyklus spielt. Die Leber befördert das Blut aus anderen Organen und Körperteilen zur Gebärmutter, weshalb die Leber einen großen Einfluss auf den Menstruationszyklus besitzt. Bei einer Dysbalance des Lebersystems, kann auch das hormonelle System gestört sein. Eine Störung des Leber-Qi kann zu ausgedehnten Schmerzen in den Schultern, der Brust oder dem Unterbauch führen, sowie zu unregelmäßigen Blutungen, Depressionen, Gesichtsrötungen, Reizbarkeit, Unruhe und zu Wechseljahresbeschwerden. Wiederholte und persistierende emotionale Abnormalitäten können wiederum die Funktion der Leber beeinträchtigen, was zur Stagnierung des Leber-Qi oder zur Hyperaktivität des Leber-Yang und somit zu starken Blutungen oder kurzen Menstruationszyklen führen kann. Ein gewisses Blutvolumen in der Leber ist wichtig für das  Leber-Yang. Wenn das Blut der Leber nicht in der Lage ist, das „Haus des Blutes“ (die Gebärmutter) aufzufüllen, kann es zur spärlichen Menstruationsblutungen oder Amenorrhö kommen.
    Eine Stagnation des Leber-Qi kann zu einem Stau von Östrogen im Körper führen, wodurch die Gebärmutter (Uterus) selbst zu einer für die Einnistung (Implantation) ungünstigen Umgebung wird und somit Unfruchtbarkeit durch Implantationsversagen entstehen kann. Die Dominanz des Östrogens ist Bestandteil von Störungen wie Endometriose, Wachstum von Myomen oder des polyzystischen Ovarsyndroms.

  • Prinzipien der TCM-Therapie

     

    Der Erfolg der TCM in der Behandlung von Sterilitätsursachen (Unfruchtbarkeit) lässt sich in frühen chinesisch medizinischen Schriften finden, die auf das 11. Jahrhundert n. Christus datiert sind. Die TCM geht davon aus, dass verschiedene Energieflüsse jede Phase des Menstruationszyklus dominierend beeinflussen. Das Verständnis von den Besonderheiten des Menstruationszyklus und vom Yin-Yang-Muster ist der Schlüssel zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, weswegen die Therapie, je nach Zyklusphase, variieren kann.

     

      Phase I,  Follikelphase
    Nieren-Yin (Essenz) und das Blut regulieren die Follikelphase. Es ist wichtig, das Nieren-Yin zu stärken und Qi und den Blutfluss zu fördern. Dadurch kann es zu einem Anstieg des Östrogens kommen und zu  einer Verbesserung der Eizellqualität  und zum besseren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, um optimale Bedingungen für die Befruchtung und Implantation zu schaffen.

     

      Phase II, Ovulationsphase
    Diese Phase ist gekennzeichnet durch einen Transformationsprozess. Leber-Qi und Blutfluss kontrollieren die Ovulation. Das Leber-Qi wird aktiviert, um die Umwandlung von Yin-Energie (Östrogen) zur Yang-Energie (Progesteron) zu starten. Um die Ovulation (Eisprung) zu fördern, muss Nieren-Yin versorgt und Nieren-Yang erwärmt und dabei Qi aufgebaut und das Blut aktiviert werden.

     

      Phase III,  Lutealphase
    Das Nieren-Yang und Milz-Qi dominieren die Lutealphase, weswegen es essentiell ist, das Nieren-Yang und Milz-Qi zu stärken, um das Blut zu stärken und um den Progesteronspiegel zu erhöhen, wodurch die Chancen einer erfolgreichen Implantation erhöht werden.

     

      Phase IV, prämenstruelle Phase
    Das Leber-Qi hilft bei der prämenstruellen Transformation, in der Yang-Energie in Yin-Energie umgewandelt wird. Dadurch wird das Leber-Qi harmonisiert und die Blutzirkulation verbessert, um die Leitbahnen abzuleiten und schließlich die Periodenblutung zu regulieren.

     

      Phase V,  Menstruationsphase
    Das Blut kommt zum Fließen. Die Menstruationsphase ist die Regenerationsphase für alle Energien. In dieser Phase ist es wichtig, Qi und das Blut zu regulieren, das Yin zu ernähren und aufgestautes Blut zu bewegen, damit frisches Blut den Platz des alten Blutes einnehmen kann.
    Männliche Unfruchtbarkeit(Andrologische Sterilität)
    Die TCM hat gezeigt, dass sie den Blutfluss in den männlichen Sexualorganen erhöhen und die Funktionen der männlichen Reproduktionsorgane verbessern kann. Damit kann es zu einer Verbesserung der Spermienqualität und -quantität kommen. Dadurch besteht beispielsweise eine höhere Wahrscheinlichkeit auf natürliche Konzeption (Befruchtung) oder eine Erleichterung bei der Durchführung reproduktionsmedizinischer Therapien, wie z.B. Inseminationen oder IVF/ICSI.

  • Ernährung und Lebensweise


    Der Theorie der TCM zufolge hat eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Lebensweise einen signifikanten Einfluss auf das reproduktive System. Auch kann das Risiko einer Fehlgeburt reduziert werden. Gesunde Ernährung ist für Frauen ebenso wichtig wie für Männer. Um die Chancen einer Befruchtung zu maximieren und um gute Rahmenbedingungen für ein Neugeborenes zu schaffen, raten wir Ihnen dazu, eine ausgewogene Ernährung und einen ausgewogenen Lebensstil zu führen.


    • Essen Sie viel Obst und Gemüse, vorzugsweise leicht gekochtes Gemüse.

    • Essen Sie möglichst Nahrung mit hohem Proteingehalt, wie z.B. Magerfleisch, Hühnchen aus ökologischer oder Freilandhaltung, Fisch, Eier, Bohnen, Nüsse und Samen.

    • Vermeiden Sie Junk Food und exzessiven Konsum von Milchprodukten, sowie kalte Getränke und das Essen von scharfen Speisen.

    • Stellen Sie Ihren Alkohol- und Tabakkonsum ein. Bei Frauen kann Rauchen und Alkoholkonsum hormonelle Änderungen bedingen, die zu menstruellen Unregelmäßigkeiten bis zur Anovulation führen können. Nikotin und Alkohol  können die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung drastisch senken und somit die Fruchtbarkeit negativ beeinträchtigen. Bei Männern kann übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen die Spermienanzahl und -qualität negativ beeinträchtigen.

    • Vermeiden Sie hohe Mengen Koffein, Softdrinks und  Süßstoffe. Untersuchungen zeigen, dass ein hoher Koffeinkonsum sowohl männliche als auch weibliche Fruchtbarkeit negativ beeinflussen und die Aufnahme von Eisen und Kalzium hemmen kann. Koffein wurde auch mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten in Verbindung gebracht.

    • Essen Sie geringe Mengen von rotem Fleisch wie Rind, Lamm, usw. Essen Sie keine Fleisch- oder Tierprodukte, die mit Wachstumshormonen behandelt wurden.

    • Vermeiden Sie unnötigen Stress, lange Arbeitszeiten oder andere Situationen, die Ihr Immunsystem beeinträchtigen können. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend schlafen, regelmäßige Pausen am Tag einlegen und täglich zu Entspannungsverfahren greifen (z.B. Meditation, Tai Chi, etc.)

    • Vermeiden Sie unnötige Medikamente oder Drogen.

    • Führen Sie regelmäßig moderate körperliche Übungen zur Verbesserung Ihrer Blutzirkulation, zur Erhöhung Ihres Energielevels, zum Abbau von Stress und zur Balance Ihrer geistigen und körperlichen Gesundheit durch, um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen. Wir empfehlen jedoch KEINE intensiven körperlichen Übungen in der Follikel- und Ovulationsphase oder während einer IVF- oder ICSI-Therapie. Dadurch wird zu viel Energie verbraucht und die  Körperwärme erhöht, was zum Qualitätsverlust von Eizellen und Spermien führen und die Implantation, auch im Rahmen einer assistierten reproduktionsmedizinischen Therapie, negativ beeinflussen kann.

  • TCM und assistierte Reproduktionstherapien (ART)



    Die TCM kann die Chancen einer Schwangerschaft maximieren.

    Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine fortgeschrittene medizinische Methode, mit der unfruchtbare Paare Schwangerschaften erzielen können. Die Erfolgsrate einer IVF in Deutschland  liegt für Frauen unter dem 35. Lebensjahr bei ca. 35%.  Zudem ist dieser Prozess physisch und psychisch belastend. Daher ist eine gute Vorbereitung der bestmögliche Weg für eine erfolgreiche IVF oder für andere Formen einer ART. Unabhängig von der Ursache des Fertilitätsproblems kann die TCM die Chancen einer Befruchtung und Geburt unter einer ART erhöhen.
    Der Erfolg einer ART scheint auch vom endokrinen (hormonellen) Status in den Monaten vor der reproduktionsmedizinischen Therapie abhängig zu sein. Wir empfehlen daher, dass Sie Ihre TCM-Therapie bestenfalls drei Monate vor einer ART starten, um den Körper optimal auf diesen Prozess vorzubereiten und um die Erfolgschancen zu erhöhen.

    Akupunktur kann die Erfolgschancen einer IVF erhöhen.

    Akupunktur kann zur Vorbereitung des Körpers auf die Befruchtung und Schwangerschaft und zur Unterstützung der Fruchtbarkeitsbehandlung verwendet werden. Studien zeigen, dass die Kombination von Akupunktur und IVF die Schwangerschaftsrate signifikant erhöht. Eine Studie aus dem British Medical Journal vom Februar 2008 zeigte, dass Frauen mit IVF und Akupunktur eine höhere Schwangerschaftsrate (um 65%) und höhere Rate an Lebendgeburten hatten als Frauen ohne Akupunkturbehandlung.
    Viele Paare haben unser Institut auch begleitend während einer reproduktionsmedizinischen Therapie (IVF, IUI oder ICSI) besucht. Wir haben eine besondere Akupunkturbehandlung zur Unterstützung von Paaren entwickelt, die eine reproduktionsmedizinische Behandlung durchführen lassen und die individuell auf das Paar abgestimmt ist. Dazu benötigen wir Informationen wie Vorbehandlungen, Hormonanalysen und die allgemeine Krankengeschichte.

    Die Akupunktur kann Ihnen in verschiedenster Weise helfen:


    • Sie unterstützt Sie körperlich und geistig vor, während und nach der Therapie.
    • Sie kann unerwünschte Nebenwirkungen, die durch die Medikamente verursacht werden, mildern.
    • Sie unterstützt den Hormonhaushalt.
    • Sie kann die Blutzufuhr zur Gebärmutter und zu den Eierstöcken erhöhen und damit die Eizellqualität und die
       Einnistung (Implantation) günstig beeinflussen.
    • Sie kann zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beitragen und erzeugt ein günstiges Milieu zur Einnistung
       (Implantation).
    • Sie kann das Risiko einer Fehlgeburt reduzieren.


    Wir freuen uns auf Sie!