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AG "Dezellularisierte humane Klappen an Aortenposition"

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Arbeitsgruppe: "Dezellularisierte humane Klappen an Aortenposition"

Über unsere Forschungsarbeit

In der Studie „Aortic Valve Replacement using Individualised Regenerative Allografts: Bridging the Therapeutic Gap" (ARISE), die von der Europäischen Union (EU) seit 2015 mit fünf Millionen Euro für vier Jahre unterstützt wird, untersuchen Herzchirurgen unter der Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover einen neuen Aortenklappen-Ersatz, der nicht abgestoßen wird und länger hält. An der Studie nehmen außer der MHH fünf weitere führende europäische Herzzentren teil. Insgesamt werden 120 Patienten behandelt.

Die Studie nutzt das Prinzip der dezellularisierten Herzklappe, wie sie in der ESPOIR-Studie bereits seit 2012 für die Lungenschlagaderklappe (Pulmonalklappe) eingesetzt wird. „Wir haben zunächst die Pulmonalklappe getestet, weil der Druck auf die Aortenklappe, durch die das Herz das Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader pumpt, dreimal höher ist als in der rechten Herzkammer. Zudem liegen direkt hinter der Aortenklappe die Ursprünge der Herzkranzgefäße. Dadurch ist die Implantation einer Aortenklappe wesentlich komplizierter als die der Pulmonalklappe“, erklärt Professor Dr. Axel Haverich, Leiter der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG) und Koordinator von ARISE.
 
Dezellularisierte „Homografts“ sind menschliche Spender-Herzklappen. Mittels des Dezellularisierungsverfahrens, das in  Speziallaboren der aus der MHH heraus entstandenen Firma Corlife durchgeführt wird, werden sämtliche vom Spender stammenden Zellen entfernt, so dass nur noch das Gerüst aus der Stützsubstanz Kollagen bleibt.
 
Ergänzend zu dem ARISE-Projekt wurde im Juli 2016 in einem Kooperationsprojekt der Kliniken für pädiatrische Kardiologie und HTTG mit dem Aufbau einer „LVOT“-Datenbank begonnen, in der neben Patienten, die eine dezellularisierte Aortenklappe erhalten haben, Patienten mit einem mechanischen und biologischen Aortenklappenersatz erfasst werden, um so die Verfahren miteinander vergleichen und eine Aussage über das bestmögliche Klappenersatzverfahren in Aortenposition treffen zu können.

Ansprechpartner

Weiterführende Links

» Dr. Samir Sarikouch

» Dr. Bahar Söylen

» www.espoir-clinicaltrial.eu

» www.arise-clinicaltrial.eu

Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin

  

Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hanover