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·  A15: Weiß


DFGSFB 566
Zytokin-Rezeptoren und Zytokin-abhängige Signalwege
als therapeutische Zielstrukturen

Teilprojekt A15

 

 

Thema:

Die Rolle von IFN-ß bei entzündlichen Krankheiten:EAE als Modellsystem

Fachgebiet und Arbeitsrichtung:

Immunologie


Leiter:

Dr. rer.nat.Siegfried Weiß

Dienstanschrift:

Molekulare Immunologie
Helmholtzzentrum für Infektionsforschung
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Telefon:

+49 531 6181 5100

Fax:

+49 531 6181 5002

Email:

siegfried.weisshemholtz-hzi.de

Internet:

Zusammenfassung

 

Typ I Interferone (IFNs) wurden bereits vor 50 Jahren entdeckt. Trotzdem ist ihre Wirkung auf verschiedene Vorgänge im Körper wenig verstanden. Dies liegt zum großen Teil an ihren pleiotropen Aktivitäten, die bei bestimmten Krankheiten zu einer Verbesserung führen, während sie bei anderen die Schwere deutlich verstärken. Häufig ist dabei unklar, welche Zellen IFNs produziert und welche Zellen oder Zelltypen auf IFNs reagieren. Klinisch werden IFNs bei Krebs und bestimmten chronischen Infektionen eingesetzt. Außerdem wird IFNβ, einer der Isotypen der IFNs, bei multipler Sklerose verabreicht, was in den meisten Fällen zu einer Verbesserung und Verzögerung des Krankheitsverlaufs führt. Die Wirkungsweise von IFNβ bei multipler Sklerose ist allerdings weitgehend unverstanden. Deshalb soll im vorliegenden Projekt das experimentelle Mausmodell für multiple Sklerose - EAE (experimentelle autoimmune Enzephalitis) - verwendet werden, um den der Einfluss von IFNβ auf die Symptome und den Verlauf zu untersuchen. Dabei sollen rekombinante Mäuse verwendet werden, deren Gen für IFNβ oder einer der Ketten für den IFN Rezeptor inaktiviert wurde. In diesen Mäusen soll EAE induziert werden und der Verlauf systematisch verfolgt werden. Dabei soll die Histopathologie erstellt werden. Parallel soll der Aktivierungsstatus sowie das Zytokinprofil von eingewanderten Immunozyten und Antigen-präsentierenden Zellen etabliert und deren Funktion getestet werden. Daraufhin soll eine neue Reporter/ko Maus zur anwendung kommen, die Luziferase unter der Kontrolle des IFNβ Promoters exprimieren. Damit sollen die IFNβ-produzierenden Zellen unter EAE Krankheits-bedingungen definiert werden. Diese Befunde sollen dann bestätigt werden, indem in denselben Mäusen das „gefloxte“ IFNβ Gen Gewebe- bzw. Zell-spezifisch deletiert wird und anschließend EAE induziert wird. Für die Gewebe-spezifische Inaktivierung sollen Mäuse eingekreuzt werden, die die für die Deletion verantwortliche Rekombinase Cre Makrophagen- DC-, Endothel-, Neuronen- und Immunozytenspezifisch exprimieren. Die EAE sollte verstärke Symptome aufweisen, wenn das IFNβ Gen in Zellen inaktiviert wird, die normalerweise für die Attenuierung der EAE durch IFNβ verantwortlich sind. Darüber hinaus soll der die Abwesenheit von IFNβ bei rekombinanten EAE Modellen getestet werden. IFNβko oder IFN Rezeptor ko Mäuse sollen mit Mäusen gekreuzt werden, die transgen für einen Antikörper gegen MOG (Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein) oder einen TZellrezeptor gegen dasselbe Protein sind oder der F1 der beiden Mäuse. Bei diesen Mäusen ist EAE entweder verstärkt nach Induktion oder tritt spontan auf. Bei Abwesenheit von IFNβ oder IFN Systems sollte die Inzidenz wesentlich erhöht und die Symptome wesentlich verstärkt werden. Auch hier sollen die verantwortlichen Zellen definiert werden.