SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Methoden zur Gestaltung von Lehrveranstaltungen II

EduVote - für alle Lehrkräfte der MHH verfügbar

EduVote ist ein sogenanntes ARS (audience response system) - im Unterschied zu anderen TED-Systemen werden bei eduVote aber keine „Hardware“-Klicker für die Abgabe der Stimmen benutzt. EduVote ermöglicht stattdessen die Stimmabgabe über das Internet oder über mobile Endgeräte (Tablets, Smartphones, etc.).

 

Mit eduVote können Lehrende ab sofort den Wissensstand ihrer Studierenden direkt in einer Lehrveranstaltung abfragen. Das System ermöglicht die Stimmabgabe über das Internet oder über mobile Endgeräte. Die Ergebnisse der Umfrage werden direkt ausgegeben und Lehrkräfte können so auf mögliche Wissenslücken der Studierenden reagieren. eduVote ist ein Entwicklung der Firma SimpleSoft - Buchholz Wengst GbR.

 

Die MHH hat für ‪eduVote eine Campuslizenz erworben, finanziert aus Studienqualitätsmitteln Medizin, sodass alle Lehrkräfte der MHH die Software kostenlos nutzen können.

  

Es kann hilfreich sein einen QR-Code zu erstellen, den man in seine Folien integrieren kann, um den Einstieg für die Studierenden zu erleichtern.  Wird der Code mit einem entsprechenden Programm gescannt, wird EduVote vorkonfiguriert und der Studierende kann direkt an der Umfrage teilnehmen. Eine Möglichkeit einen entsprechenden QR-Codes zu generieren ist der Anbieter www.qrcode-monkey.de. Soll die Mailadresse in den Code bereits integriert werden, ist die Schreibweise: www.eduvote.de/vote1.html?id=NACHNAME.VORNAME@mh-hannover.de

 

Detaillierte Nutzungsanleitungen sowie die Softwarepakete für die Lehrkräfte und die Studierenden sind verfügbar unter www.eduvote.de und im ILIAS: https://elearning.mh-hannover.de/ilias/goto.php?target=cat_5814&client_id=elearning.

MOOCs

MOOCs oder „Massive Open Online Courses“ sind eine moderne Möglichkeit das eLearning in eine Lehrveranstaltung zu integrieren. MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können.

 

Ihren Ursprung hat diese Möglichkeit Lehrveranstaltungen zu erweitern in regulären Hochschulveranstaltungen, die nachträglich als Online-Kurs einer großen Zahl von Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden. In vielen Fällen wurden die aufgezeichneten Lehrveranstaltungen um Elemente wie weitere Videos, Quizzes oder ähnlichen erweitert um das Verständnis für den Lerninhalt zu vertiefen und mit „Klausur“-Fragen zu festigen. MOOCs werden häufig durch Online-Foren begleitet, in denen sich die Studierenden austauschen können.

 

An der MHH wird das ILIAS-System zur Einbindung des eLearning verwendet und steht jedem Lehrenden zu Verfügung. Alle Elemente des MOOCs (z.B. Online-Foren, Umfragen, Prüfungen, Streaming-Videos, Screencasts, etc.) können bereits jetzt an der MHH mit der aktuellen Version 5 von ILIAS umgesetzt werden.

 

Eine schöne Übersicht über MOOCs mit Vor- und Nachteilen finden Sie beispielsweise hier: https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/mooc

nach oben

flipped classroom

„flipped classroom“ oder auch „inverted classroom“ könnte man mit "vertauschter Klassenraum" übersetzen. Im Internet findet man vor allem Lehrer aus natur-wissenschaftlichen Fächern (am häufigsten Chemie) und auch Mathematik, die sich diesem Konzept verschrieben haben.

 

Die ursprüngliche Idee ist, dass die Lehrenden ihre Vorträge, die sie sonst als Frontalunterricht vor den Schülern gehalten haben, aufnehmen. Es könnte eine Live-Veranstaltung aufgenommen werden oder man kann am Computer die "Vorlesung" halten und aufnehmen. Die Filme oder Screencasts werden im Internet zur Verfügung gestellt und die Studierenden haben die Aufgabe, sich diese Filme anzuschauen und sich auf die Präsenzveranstaltung vorzubereiten. In der Lehrveranstaltung bekommen die Studierenden nun Aufgaben gestellt, die zu den bereits gesehenen Vorlesungen passen und Wissen erweitern sowie tieferes Verständnis für die Materie ermöglichen sollen. Im Prinzip wird die Reihenfolge von Vorlesung und Nachbereitung vertauscht.

 

Üblicherweise folgen Lernende während einer Präsenzveranstaltung – an Hochschulen typischerweise eine Vorlesung – überwiegend „passiv” dem Vortrag der Lehrenden und bearbeiten danach zuhause oder in separaten Veranstaltungen (Seminare, Tutorien etc.) Übungsaufgaben zu den vermittelten Inhalten. Das hat mehrere Nachteile: Das vorwiegend rezeptive Verhalten während einer „Frontalveranstaltung” führt oft zu einem Absinken der Aufmerksamkeit, zumal die Aufmerksamkeitsspanne meist deutlich unter der Dauer einer Vorlesung liegt. Auch kann das heterogene Vorwissen der Lernenden dazu führen, dass sich die einen langweilen, während andere überfordert sind; wer einmal den Faden verloren hat, findet oft schwer wieder den Anschluss. Nicht zuletzt hat auch das individuelle Üben den Nachteil, dass Verständnisprobleme manchmal nicht alleine gelöst werden können.

 

Durch das Umdrehen der Lernaktivitäten sollen diese Nachteile verhindert werden: Die Lerninhalte werden nicht mehr vor Ort an der Hochschule vermittelt; vielmehr erarbeiten sich die Studierenden die Inhalte asynchron, ortsunabhängig, individuell, selbstgesteuert und im eigenen Lerntempo anhand von digitalen Lernmaterialien. Oft sind dies Videos, z.B. Vorlesungsaufzeichnungen oder auch Screencasts; es können aber auch Podcasts, schriftliche Unterlagen, digitale Skripte und weitere Materialien zum Einsatz kommen.

 

Die wertvollen Präsenzzeiten an der Hochschule werden zur gemeinsamen, interaktiven Vertiefung genutzt, z.B. durch Diskussionen, gemeinsame Fall-besprechungen und Gruppenarbeiten.

 

Der Professor für Mathematik-Didaktik an der PH Heidelberg Christian Spannagel beschreibt es treffend in seinem Blog: 

Ich sehe es schon lange nicht mehr ein, weshalb ich 200 Menschen zusammenrufen soll, um einen Vortrag zu halten, den ich schon ein paar Mal gehalten habe. Welch kostbare Zeit wird da verschwendet, welch wertvolle Gelegenheit ungenutzt gelassen! Warum sollen alle Studierenden gemeinsam in einem Raum zusammen kommen, um sich kollektiv in den Rezeptionsmodus zu begeben? Brauche ich den gemeinsamen Ort für diese Vermittlungs- und Rezeptionssituation? Wäre es nicht besser, dass wir – wenn wir schon mal alle zusammen in einem Raum sind - uns dann direkt miteinander austauschen?

(Quelle)

nach oben