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Methoden für qualitatives Feedback

Ampelmethode

Vorgehen:

  • Jeder Teilnehmer der Lehrveranstaltung erhält eine rote, gelbe und grüne Karte
  • Der Dozent / die Dozentin kann durch Fragen oder Aussagen das Meinungsbild bzw. den Kenntnisstand der Teilnehmenden abfragen
  • Dabei bedeutet eine:
    • rote Karte: Nein bzw. Ablehnung (Sachverhalt nicht bekannt, nicht verstanden)
    • gelbe Karte: weiß nicht recht bzw. Unentschlossenheit
    • grüne Karte: Ja bzw. Zustimmung (Sachverhalt bekannt, verstanden)
  • Die Methode kann zu jedem Zeitpunkt der Lehrveranstaltung durchgeführt werden (Wiederholungen möglich)
  • Die Abstimmungsergebnisse können dokumentiert und miteinander verglichen werden

 Ziele:

  • Die Aufmerksamkeit und das Interesse aller Teilnehmenden wird gefördert
  • Das Vorwissen der Teilnehmenden kann erfragt werden
  •  Der Wissenszuwachs kann erfragt werden
  • Am Ende einer Lehrveranstaltung kann der Wunsch nach Veränderungen erfragt werden
  • Nachteil: Gruppeneffekte nicht auszuschließen, Anonymität gefährdet

Blitzlicht

Vorgehen:

  • Jeder/jede Teilnehmende bezieht nach Möglichkeit mit einem Satz zu einer Frage bzw. einem Sachverhalt Stellung
  • Die Beiträge werden von den anderen nicht kommentiert
  • Nach der Blitzlichtrunde kann eine Diskussion der Beiträge in der Gruppe erfolgen

Ziele:

  • Das Stimmungsbild der Teilnehmenden kann erfragt werden
  • Zwischenergebnisse können festgehalten werden
  • Die Lehrveranstaltung kann reflektiert werden
  • Der/die Lehrende kann eine Rückmeldung über die eigene Lehrveranstaltung erhalten
  •  Nachteil: Anonymität gefährdet

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Brief an mich

Vorgehen:

  • Der Dozent / die Dozentin verteilt Briefumschläge und Briefmarken an die Teilnehmenden
  • Die Teilnehmenden adressieren den Briefumschlag an sich selbst und frankieren ihn
  •  Die Teilnehmenden schreiben einen Brief an sich selbst, in dem sie festhalten, was sie in der Lehrveranstaltung gelernt haben, was sie noch nacharbeiten / vertiefen wollen usw.
  • Der Dozent / die Dozentin sammelt die Briefe ein und verschickt sie nach einem vereinbarten Zeitraum

Ziele:

  • Der Dozent / die Dozentin kann Feedback über die eigene Lehrveranstaltung erhalten
  • Der Dozent / die Dozentin kann überprüfen, ob er die geplanten Lernziele erreicht wurden
  • Die Teilnehmenden werden zur Selbstreflexion und zur Nacharbeit des gelernten Stoffs motiviert
  • Da der Brief verzögert bei den Teilnehmenden eintrifft, ist er gleichzeitig eine Lernerinnerung
  • Nachteile: fehlende Anonymität; Bekanntgabe der Privatadresse an den Dozenten

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Fünf-Finger-Feedback

Vorgehen:

  • Der Dozent / die Dozentin zeigt eine Folie, auf der die Umrisse einer Hand abgebildet sind
  • Neben jedem Finger stehen Satzanfänge, die von den Teilnehmenden vervollständigt werden sollen
  • Beispiel:
    • Kleiner Finger: Zu wenig bearbeitet wurde…
    • Ringfinger: Ich bin zufrieden mit…
    • Mittelfinger: Gar nicht gefallen hat mir…
    • Zeigefinger: Eine gute Idee / ein guter Hinweis war…
    • Daumen: Eine tolle Sache war…
  • Die Teilnehmenden werden am Ende der Lehrveranstaltung gebeten, die Kontur der eigenen Hand auf ein Blatt Papier zu zeichnen und mit Hilfe des Fünf-Finger-Feedbacks eine konstruktive Rückmeldung zu geben
  • Die Ergebnisse können vorgelesen oder vom Lehrenden eingesammelt werden

Ziele:

  • Der Dozent / die Dozentin erhält teilweise strukturierte positive und negative Rückmeldung zur eigenen Lehrveranstaltung in kurzer und prägnanter Form
  • Nachteil: Anonymität gefährdet

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Minutenpapier

Vorgehen:

  • Die Teilnehmenden werden in den letzten Minuten der Veranstaltung gebeten, die Frage zu beantworten: „Was habe ich heute gelernt?“
  • Steht ausreichend Zeit zur Verfügung, können die Fragen ergänzt werden: „Was ist mir unklar geblieben?“ und „Was habe ich selbst zum Lernen beigetragen?“
  • Das Minutenpapier wird von dem Dozenten / der Dozentin eingesammelt
  • Sind Sachverhalte unklar geblieben, sollte in der nächsten Lehrveranstaltung darauf eingegangen werden

Ziele:

  • Die Teilnehmenden werden zur Selbstreflexion angeregt
  • Der Lehrende erhält ein unstrukturiertes Feedback darüber, ob Lernziele erreicht wurden
  • Der Lehrende erhält ein unstrukturiertes Feedback darüber, welche Sachverhalte in der nächsten Veranstaltung ausführlicher vermittelt werden sollten

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SMS

Vorgehen:

  • Alle Teilnehmenden bekommen den Auftrag, auf einer Karte einen Kurzbericht zur Lehrveranstaltung zu schreiben
  • Der Kurzbericht soll im SMS-Stil geschrieben sein und aus exakt 7 Wörtern bestehen
  • Adressat kann ein Kommilitone / eine Kommilitonin oder die Lehrperson sein
  • Die Karten können vorgelesen oder von der Lehrperson eingesammelt werden
  • Der SMS-Stil führt dazu, dass sich die Teilnehmenden auf das Wesentliche konzentrieren
  • Durch die strenge Form (genau 7 Wörter) wird die sprachliche Kreativität gefördert

 Ziele:

  • Selbstreflexion und Kreativität der Teilnehmenden wird gefördert
  • Die Dozentin / der Dozent erhält eine unstrukturierte Rückmeldung, ob Lernziele erreicht wurden
  • Nachteile: Durch die strenge Form wird grammatikalische Korrektheit verhindert; Anonymität gefährdet

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Quelle: Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen, KHN