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Genetische Krebsprädisposition für kindliche Neoplasien

 

  

 

Genetische Krebsprädisposition
bei Kindern  

  

  

Krebsprädispositionssyndrome (KPS) sind die bislang häufigste bekannte Ursache für Krebserkrankungen im Kindesalter. Bei etwa 2000 Neuerkrankungen/ Jahr in Deutschland entstehen 200 Krebserkrankungen bei Kindern auf dem Boden einer erblichen Veranlagung. Durch verbesserte humangenetische Untersuchungsmethoden werden immer mehr pathogene (krankheitsverursachende) Erbgutveränderungen detektiert, die das Krebsrisiko bereits im Kindesalter erhöhen.


Bei den KPS handelt es sich um eine heterogene Gruppe von Erkrankungen. Allen gemein ist das erhöhte Risiko, eine bösartige Erkrankung zu entwickeln. Der Verdacht auf ein KPS entsteht bei einer Häufung von Krebsfällen in der Familie, bei angeborenen Auffälligkeiten, bei Krebsdiagnosen unterhalb des typischen Prädilektionsalters und bei spezifischen histologischen/genetischen Merkmalen der Krebszellen.


In unserer Sprechstunde informieren wir Sie umfassend über bekannte KPS, mögliche Implikationen für weitere Familienangehörige und geben entsprechende Krebsfrüherkennungsempfehlungen mit dem Ziel einer besseren Heilungschance durch eine frühere Krebs-Diagnose. In Einzelfällen sind Besonderheiten bei der onkologischen Behandlung im Kontext eines KPS zu beachten. Die Therapieempfehlungen folgen dem neuesten Kenntnisstand.


Hier können sich Patienten und deren Familien sowie mitbetreuende und interessierte Kollegen ausführlich zu den verschiedenen KPS und unser KPS-Register, das wir gemeinsam mit dem KITZ in Heidelberg führen, informieren. Im KPS-Register werden Informationen von Patienten mit KPS gesammelt und ausgewertet. Mit mehr Wissen über die einzelnen KPS und deren Krebsentstehungsmechanismen, altersabhängige Krebsrisiken und die Effektivität der Früherkennung können wir geltende Empfehlungen optimieren und Therapien effektiver und verträglicher machen. Unser Anliegen ist es, Patienten und deren Familien mit höchster fachlicher Kompetenz und menschlicher Empathie zu begleiten.

  

  

Danke für die Unterstützung unserer Arbeit:

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

  

Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover