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Prof. Dr. Genth

 

 

Funktionelle Auswirkungen der Expression der Stress-regulierten GTPase RhoB, die durch Pathogenitätsfaktoren aus Clostridien oder Staphylokokken induziert wird

 

Bakterielle Pathogenitätsfaktoren (Toxine) aus Clostridien und Staphylokokken entfaltet ihre Wirkung auf das Aktinzytoskelett, auf die Zytokinese und auf Zell-Zell­kontakte durch Glucosylierung und ADP-Ribosylierung niedermolekularer Rho-/Ras-GTPasen. Wir wollen die Mechanismen verstehen, wie die Zelle in die Apoptose eintritt oder wie sie ihre Homoöstase wiedererlangt. Hierzu nutzen wir die Behandlung von kultivierten Zellen mit Toxinen als Modellsystem. Der Fokus dieser Studie liegt in der Erforschung der Signalwege, die den intrazellulären Spiegel der RhoB-GTPase regulieren, und der Signalwege, die durch RhoB gesteuert werden; hierzu zählen die Regulation des Aktinzytoskeletts sowie die Regulation der Apoptose.

 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft SPP 1150 „Signalwege zum Zytoskelett und bakterielle Pathogenität“

 

 

Entwicklung von Antitoxinen zur Neutralisation Clostridialer Glucosylierender Toxine

 

Die clostridialen glucosylierenden Toxine (CGT) sind Auslöser der Clostridium difficile -assoziierten Diarrhö (Toxine A und B) und sie sind beteiligt an der Entwicklung des Gasbrandes (letales Toxin aus Clostridium sordellii). Die CGT sind Multidomänen-Proteine (MG 250-307 kDa) bestehend aus der Glycosyltransferase-Domäne, der Transmembran-Domäne sowie der Rezeptorbindedomäne. Die einzelnen Domänen (präpariert in E. coli) sind untoxisch und eigenen sich als Antigene zur Herstellung von Domänen-spezifischen Antitoxinen in Kaninchen und Maus. Die neutralisierende Kapazität dieser Antitoxine wird im Zytotoxizitätstest (Zellkulturmodell) bestimmt.

 

Die Entwicklung von untoxischen Antigenen (zur aktiven Immunisierung) und wirksamen Antitoxinen (zur passiven Immunisierung) besitzt besondere Bedeutung vor dem Hintergrund zunehmender Behandlungskosten der Clostridium difficile-assoziierten Diarrhö für unser Gesundheitssystem.

 

Förderung: Medizinische Hochschule Hannover