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KIRA

 

KIRA

Deutsche Kollaborative Asthma-Kohorte

 

Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten chronischen Lungenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Bei der Mehrheit von Patienten, die unter Asthma leiden, treten die ersten Symptome bereits in früher Kindheit auf. Jedoch nur eine Minderheit der Patienten, die in den ersten 2-3 Lebensjahren das für Asthma typische Keuchen und Giemen zeigen, entwickeln im Schulalter ein allergisches Asthma. Der meist verbreitete Asthma-Phänotyp im Schulalter ist assoziiert mit atopischer Sensibilisierung auf saisonale und ganzjährige Allergene, wieder andere Kinder leiden jedoch auch jahrelang an nicht-allergischem Asthma.  Im Jugendalter bessern sich bei manchen Asthmapatienten die Symptome, kehren bei einem erheblichen Anteil dieser Patienten jedoch im Erwachsenenalter zurück.  Bei einer anderen Gruppe von Patienten lassen die Symptome auch im Jugendalter nicht nach, sondern entwickeln sich stetig weiter zum Asthma im Erwachsenenalter und damit verbundenen krankhaften Veränderungen der Atemwege. Diese Patienten haben ein hohes Risiko, eine schwere Form bzw. schwierig zu therapierende Form von Asthma zu entwickeln. An dieser besonders schweren Form leiden etwa 5-10% der Asthmapatienten, die Kosten für ihre Behandlung macht jedoch einen überproportionalen Anteil der Gesundheitsausgaben für diese Krankheit aus.

Die klinische Studie “Kinder und Asthma” (KIRA) zielt darauf ab, alle pädiatrischen Asthmapatienten aus den großen pädiatrischen, pneumologischen Kliniken und von partnerschaftlichen, niedergelassenen Ärzten über einen Zeitraum von drei Jahren zu erfassen. Eine ausgewählte Anzahl an Patienten mit bestehendem oder neu aufgetretenem Asthma im Vorschul- und Jugendalter sollen hinsichtlich ihres immunologischen, genetischen und mikrobiellen Phänotyps charakterisiert werden, um so eine genau charakterisierte Kohorte zu etablieren und gezielt die Krankheitsverläufe der Teilnehmer beobachten zu können.

Mit dem Projekt „Deutsche Kollaborative Asthmakohorte“ soll gezeigt werden, dass spezifische Asthmaphänotypen anhand von Algorithmen bestimmter klinischer Merkmale, der Genetik oder anderen, den Biomarkern zugrunde liegenden Mechanismen, identifiziert werden können. 

Patienten:

  • 240 Patienten (Stand 1/2016)
  • 100 Patienten pro Jahr

Biomaterialien:

  • Blut
  • PAXgene
  • Plasma
  • Serum
  • Abstriche
  • Zellen

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Gesine Hansen

 

Kooperierende Partner im DZL:

Airway Research Center North (ARCN), Biomedical Research in Endstage And ObsTructive Lung Disease Hannover (BREATH), Comprehensive Pneumology Center (CPC) Munich, Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC)

 

Die KIRA Studie ist eine Studie des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL).

 

Link:

http://www.breath-hannover.de/index.php?id=40