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Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)

 

Obwohl Antibiotika und Impfstoffe seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden, sind Infektionen weiterhin für eine immense Zahl an Erkrankungen und Todesfällen weltweit verantwortlich. Zu den großen Herausforderungen gehören neben chronischen und armutsassoziierten Infektionskrankheiten insbesondere auch neu auftretende, mikrobielle und virale Infektionen, die sich über moderne Transportwege schnell global ausbreiten. Das rasche Auftreten von Resistenzen gegenüber auf dem Markt befindlichen Anti-Infektiva stellt eine weitere ernste Bedrohung dar. Dazu kommen Infektionen bei immunsupprimierten Patienten, denen durch die moderne Hochleistungsmedizin insbesondere auf dem Gebiet der Transplantation und Onkologie der Weg gebahnt wird.

Zur Bekämpfung der Infektionserreger und den damit verbundenen Bedrohungen für die Gesundheit sind neue, integrative und interdisziplinäre Ansätze erforderlich, in denen Experten auf den Gebieten der translationalen Grundlagenforschung, der Epidemiologie und der Klinik eng zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Jahre 2011 das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung gegründet, in welchem Universitäten, Universitätskliniken, Leibniz- und Max-Planck-Institute und Helmholtz-Zentren sowie Bundesforschungseinrichtungen mit ausgeprägtem Profil auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten zusammengeführt werden, um den wichtigsten infektiologischen Herausforderungen mit einem integrativen Ansatz zu begegnen.

 

Aufgaben und Ziele

Das DZIF hat zum Ziel, die translationale Infektionsforschung zu koordinieren und strategisch auszurichten, um neue diagnostische, präventive und therapeutische Verfahren in der Behandlung von Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Dazu hat das DZIF die Forschung in thematische Translations-Einheiten (Thematic Translational Units, TTUs) unterteilt. Innerhalb dieser Einheiten widmen sich Wissenschaftlern gezielt einem spezifischen Erreger beziehungsweise einer Infektionskrankheit. 

Experten auf den Gebieten der Grundlagenforschung, Epidemiologie und Klinik sollen in den kommenden Jahren themenspezifisch zusammengeführt und vernetzt werden, um größtmögliche Synergieeffekte sicherzustellen.

 

Link:

http://www.dzif.de/

 

 

DZIF Standort Hannover / Braunschweig:

 

Standortsprecher:

Sebastian Suerbaum (Medizinische Hochschule Hannover)

 

Stellvertretender Standortsprecher:

Mark Brönstrup (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung)

 

Standortmanagerin:

Silke Hartmann (Medizinische Hochschule Hannover)

 

 

Beteiligte Wissenschaftler am Standort Hannover-Braunschweig:

  • TTU "Hepatitis": Michael P. Manns, Sandra Ciesek, Markus Cornberg, Thomas von Hahn, Hansjörg Hauser, Gérard Krause, Thomas Pietschmann, Heiner Wedemeyer, Karsten Wursthorn
  • TTU "Gastrointestinale Infektionen": Sebastian Suerbaum, Oliver Bachmann, Thomas F. Schulz, Petra Dersch, Christine Josenhans, Oliver Pabst, Florenz Sasse, Ursula Bilitewski, Philipp Solbach
  • TTU "Tuberkulose": Franz-Christoph Bange, Ulrich A. Maus
  • TTU "HIV": Reinhold E. Schmidt, Georg Behrens
  • TTU "Neu auftretende Infektionskrankheiten": Paul Becher
  • TTU "Infektionen im immungeschwächten Patienten": Thomas F. Schulz, Christine S. Falk, Martin Messerle, Luka Cicin-Sain, Beate Sodeik, Eva Mischak-Weissinger, Reinhold E. Schmidt, Arnold Ganser, Hermann Haller, Tobias Welte, Gérard Krause, Thomas Illig
  • TTU "Krankenhauskeime und Antibiotika-resistente Bakterien": Tobias Welte
  • TI Natürliche Wirkstoff-Bibliothek: Rolf Müller, Jörg Overmann, Marc Stadler, Florenz Sasse, Ursula Bilitewski, Rolf Hartman, Mark Brönstrup
  • TI Biobanken: Jörg Overmann, Birte Abt, Thomas Illig, Inga Bernemann 
  • TI Bioinformatik: Alice McHardy, Hansjörg Hauser, Robert Geffers, Dieter Jahn, Burkhard Tümmler 
  • TI Clinical Trial Unit: Tobias Welte

 

Die DZIF-Biobanken-Plattform

 

Infektionsforschung an vielen verschiedenen Standorten durchführen zu können und um die Ergebnisse dieser Forschung in die Anwendung überführen zu können, ist eine umfassende Biobank-Struktur unabdingbar.

 

Biomaterialien mit großer Relevanz für die DZIF-Partner sind zum Beispiel Kulturen von Krankheitserregern und Kulturen von so genannten mikrobiellen Produzenten, also Bakterien, die sich für die Herstellung von Wirkstoffen eignen, sowie flüssige biologische Proben, wie zum Beispiel Serum, Plasma und Urin und gut charakterisierte Gewebeproben von infizierten Patienten.

 

Innerhalb der DZIF-Einheit „Biobanken“ ist eine Koordinierungsstelle und eine Technologie-Plattform eingerichtet. Der DZIF-Standort Heidelberg koordiniert das Gewebe-Biobanking. Die Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) liefert Standards und Protokolle für die Lagerung, die Pflege, die Authentifizierung und die Qualitätskontrolle von Stämmen mikrobieller Krankheitserreger und mikrobieller Produzenten. Der Standort München ist verantwortlich für das Biobanking von flüssigen Proben.

 

Die Biobanken-Plattform ist eine Ressourcen- und Technologie-Plattform für DZIF, die

  • Biomaterialien mit hoher Qualität verknüpft mit klinischen Daten zur Verfügung stellt
  • Biobank-Aktivitäten an den Partner-Standorten mit Hilfe von Roll-out Programmen unterstützt sowie
  •  die Harmonisierung/Standardisierung von Arbeitsabläufen sowie ELSI-, IT-, QM- und IP-Lösungen innerhalb DZIF vorantreibt.

Die Biobanken-Plattform basiert auf existierenden und zukünftigen Biobanken und Sammlungen innerhalb DZIF und deren Expertise und organisatorischen Strukturen.

Sie arbeitet mit nationalen (TMF) und internationalen (BBMRI, EMbaRC, GBRCN) Akteuren auf dem Gebiet des Biobanking zusammen und greift auf deren generische Konzepte zurück.

 

Ziele der DZIF-Biobanken-Plattform
Die DZIF-Biobanken-Plattform hat zum Ziel, den DZIF-Projekten und deren Partnern sicheres, qualitativ hochwertiges, authentifiziertes und standardisiertes Biomaterial und seine Derivate zur Verfügung zu stellen.

Im Einzelnen sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Aufbau und Koordination einer DZIF-Bioressourcen-Plattform
  • Etablierung und Charakterisierung von Sammlungen von mikrobiellen Pathogenen und Wirkstoffproduzenten sowie von humanem Biomaterial und der entsprechenden Derivate (DNA, RNA, Metadaten, Zelllinien) für DZIF und andere Partner an den DZIF-Standorten
  • Aufbau einer Methoden-Plattform zur Gewinnung von Derivaten und optimierten Analysen
  • Aufbau einer Datenbank, eines "virtuellen Bioressourcencenters", in dem die zu den Proben vorhandenen Metadaten für die DZIF-Partner verfügbar gemacht werden
  • Erstellen von strukturierten ELSI-, QM- und IT-Lösungen für DZIF-Biobanken und -Partner

 

Link:

http://www.dzif.de/infrastruktur/biobanken/

 

Ansprechpartner DZIF-Biobanking Plattform:

Koordinator

Peter Schirmacher, Universität Heidelberg

 

Co-Koordinatoren

H.-Erich Wichmann, Helmholtz Zentrum München

Jörg Overmann, Leibniz-Institut DSMZ

 

Projektmanagerin

 Lotte Schmidt, Universität Heidelberg

 

Ansprechpartner Standort Hannover:

·        Thomas Illig, Hannover Unified Biobank

·         Inga Bernemann, Projektmanagement