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Mit Zuversicht gebären


Selbstwirksamkeit (Zuversicht) ist ein etabliertes psychologisches Konstrukt, das in vielen Bereichen des Gesundheitswesens Anwendung findet. Der Blick auf Wohlbefinden und Salutogenese (Gesundheitsentstehung) kann dazu dienen, Risiken nicht überzubewerten. Dadurch ist es möglich, Schwangerschaft und Geburt weniger als pathologische, sondern viel mehr als normale physiologische Ereignisse zu betrachten. Es geht insbesondere um die Stärkung der Kompetenz der (werdenden) Mütter. Dazu sind Instrumente, die adäquat physiologische Einstellungen messen, notwendig.

 

Der Fragebogen zur geburtshilflichen Selbstwirksamkeit, der Childbirth Self-Efficacy Inventory (CBSEI), kann den Anstoß geben, sich mit der Geburt und eventuellen Bewältigungsmöglichkeiten konkret auseinanderzusetzen. Das Vertrauen der Frauen in ihre Fähigkeit zur positiven Geburtsbewältigung kann erfasst und gegebenenfalls gestärkt werden. Zuversichtlichere Frauen gebären interventionsärmer und erreichen öfter eine Spontangeburt.

 

Ideal wäre, wenn der CBSEI von jeder Frau, die eine Spontangeburt anstrebt, im dritten Trimenon ausgefüllt werden würde. Der wichtigste Aspekt der Studie aber ist die Untersuchung der Assoziation zwischen Geburtsmodus und Selbstwirksamkeit, einem sogenannten „weichen“ Faktor. Dies ist bislang noch nicht geschehen.