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CTEPH

    



C H R O N I S C H   T H R O M B O E M B O L I S C H E   P U L M O N A L E   H Y P E R T O N I E    (C T E P H)
 

D E R   M E D I Z I N I S C H E N   H O C H S C H U L E    H A N N O V E R



Was ist die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie?


Der chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) liegt  die  Verschleppung von Blutgerinnseln aus den Körpervenen durch das Herz in die Pulmonalarterien (Lungenschlagadern) zu Grunde  Die Gerinnsel verstopfen die Pulmonalarterien und verursachen eine sogenannte Lungenembolie. Mit der Zeit werden die Gerinnsel durch Blutbestandteile mehr oder weniger stark aufgelöst; verbleiben Reste der Gerinnsel in den Pulmonalarterien, so resultiert daraus ein verringerter Bluteinstrom in die Lunge. Dies kann dazu führen, dass der Blutdruck in den Pulmonalarterien ansteigt, was letztlich zu einer Belastung des rechten Herzens führt. Die Auswirkungen für die betroffenen Patienten sind Luftnot und eine voranschreitende Schädigung der Lungengefäßbettes. Daraus kann sich eine Schwäche der rechten Herzkammer entwickeln, da diese dauerhaft  gegen den hohen Widerstand in den Pulmonalarterien arbeiten muss.



Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Chirurgisches/operatives Verfahren: Pulmonale Endartektomie


Die chirurgische Therapie setzt neben der Narkosefähigkeit eine bestimmte Ausprägung der Pulmonalarteriengerinnsel voraus. Wir prüfen bei jedem Patienten mit CTEPH, ob die Möglichkeit einer solchen Operation besteht.
Bei der Operation wird der Brustkorb in Vollnarkose eröffnet und die Pulmonalarterie freigelegt. Hierzu muss die Funktion des Herzens und der Lunge vorübergehend von einer Herz-Lungen-Maschine übernommen werden. Die Gerinnsel in der Pulmonalarterie werden dann aus dem Gefäßinneren herausgeschält. Im Anschluss erfolgt eine ca. 1-2 tägige Überwachung auf der Intensivstation, wo bereits mit Physiotherapie und Atemtherapie begonnen wird. Im Regelfall ist eine Entlassung aus dem Krankenhaus nach etwa 2-3 Wochen möglich. Wir empfehlen unseren Patienten im Anschluss die Durchführung einer Rehabilitationsmaßnahme, die bereits während des stationären Aufenthaltes durch uns organisiert wird. Nach 3 Monaten erfolgt dann die erste Kontrolluntersuchung in unserer Ambulanz für pulmonale Hypertonie.

Leitung des Programmes: Dr. med. Serghei Cebotari   

 


Medikamentöse Verfahren

 


Für unsere nicht-operablen Patienten können wir sämtliche  verfügbare medikamentösen Therapien anbieten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht auch die Möglichkeit, an Studien teilzunehmen.
Ziel der medikamentösen Therapie ist es, eine Erweiterung der Pulmonalarterien zu erreichen, um so den Strömungswiderstand der Pulmonalarterien zu senken. Dies führt zu einer Entlastung des Herzens und zu einer Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit. Das Medikament muss dauerhaft eingenommen werden, da eine Heilung der Erkrankung durch diese Behandlung nicht möglich ist.
Interventionelle Verfahren (Ballonangioplastie der Pulmonalarterien)
Die Ballonangioplastie der Pulmonalarterien (BPA) ist eine minimal-invasive, kathetergeführte Behandlung mittels Zugang durch ein Blutgefäß (zumeist in der Leiste, perkutanes Verfahren) in örtlicher Betäubung. Dabei werden unter Röntgenkontrolle verengte Pulmonalarterien mit einem dünnen Ballon erweitert, um dem Blut ein besseres Einströmen in die Lunge zu ermöglichen. Da die Gerinnselreste häufig bandartige Strukturen  in den Pulmonalarterien ausbilden, sind diese einer Ballonangioplastie besonders zugänglich, denn ein „Durchtrennen“ dieser Bänder führt bereits zu einer deutlichen Verbesserung der Blutdurchgängigkeit der Pulmonalarterien.
Die interventionelle Therapie der CTEPH ist relativ neu. Bisherige Ergebnisse im klinischen Einsatz bei Patienten, die nicht operiert werden können, sind jedoch ausgezeichnet.
Um Komplikationen zu vermeiden, werden grundsätzlich immer nur einige wenige Lungengefäße während einer „Sitzung“ behandelt. Für eine vollständige Therapie werden in der Regel 3-4 Sitzungen benötigt, die in ca. 4-wöchigen Abständen durchgeführt werden.



Warum ist dieser Eingriff erforderlich?


Die Ballonangioplastie der Pulmonalarterien dient dazu, zumindest einen Teil der bei Ihnen verengten bzw. verschlossenen Lungengefäße wieder zu eröffnen. Auf diese Weise wird die Belastung des Herzens reduziert (oder sogar beseitigt), so dass sich Ihre Beschwerden bessern und die Gefahr eines Herzversagens vermindert wird.

 

  • KONTAKT



    Ansprechpartnerin

     



    PD Dr. med. Karen Olsson

     

    Terminvereinbarung

     

    Ilona Olzik

     

    Telefon 

     

    0511 / 532 3934

     

    Fax  

     

    0511 / 532 5965

     

     

     

                                                                                           
                                                                  

  • SPRECHSTUNDE



    Termine nur nach telefonischer Vereinbarung in Gebäude K10, 3. Bauabschnitt, Ebene H0:




    Montag bis Freitag 8 - 12 Uhr



    Jedes Quartal benötigen wir für die Sprechstunde die Versichertenkarte und eine Überweisung vom Hausarzt.