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Indikatoren sozialer Ungleichheit

Neben den Studien, die sich auf die Untersuchung sozialer Gradienten beziehen, wurden die verwendeten Indikatoren (Einkommen, Schulbildung und berufliche Position) in den Blick genommen. In Abhängigkeit von der betrachteten Erkrankung sind die relativen Effekte von Einkommen, Schulbildung und beruflicher Position unterschiedlich groß. Aufgrund ihrer eher moderaten Zusammenhänge sind sie im Gegensatz zu einigen Aussagen in der Literatur nicht gegeneinander austauschbar und dürfen daher nicht als Teil eines einheitlichen Konstrukts angesehen werden. Eine Schlussfolgerung daraus ist die Empfehlung, keine Schichtindize zu bilden, da sie aufgrund ihrer Heterogenität Zusammenhänge eher verdecken als sichtbar machen können.

 

 

In der Literatur zur Bedeutung des Einkommens für gesundheitliche Ungleichheiten wird meist das nach OECD-Empfehlungen adjustierte Haushaltseinkommen empfohlen. Vergleichende Analysen haben jedoch gezeigt, dass es empirisch unerheblich ist, welche Art des Haushaltseinkommens  eingesetzt wird. Lediglich die Effekte des Individualeinkommens unterscheiden sich. Die Art des verwendeten Indikators kann daher (beim Haushaltseinkommen) eher pragmatisch gewählt werden oder in Abhängigkeit davon, was konzeptuell gemessen werden soll.