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AG Melk - 4C-T Studie

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Studie: "Kardiovaskuläre Komorbidität bei Kindern mit chronischer
Nierenerkrankung und Transplantation, 4C-T Studie"
"Cardiovascular comorbidity in children with chronic kidney disease
and transplantation, 4C-T study"

Ultraschall der Halsschlagader weist Arteriosklerose nach

Echokardiographie entdeckt linksventrikuläre Hypertrophie

Pulswellengeschwindigkeit als Maß der Arteriosklerose

Aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion findet man bei Kindern mit chronischen Nierenerkrankungen Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems wie eine Verdickung des Herzmuskels (linksventrikuläre Hypertrophie) oder eine vermehrte Steifheit der Gefäße (Arteriosklerose), die bei gesunden Kindern nicht beobachtet werden. Mit dem Wiederherstellen einer annähernd normalen Nierenfunktion durch eine Nieren-Transplantation sollten diese Veränderungen nicht weiter fortschreiten oder sich im Idealfall sogar rückbilden. Allerdings existieren auch nach einer erfolgreichen Nieren-Transplantation Faktoren, wie z.B. die immunsuppressive Therapie oder ein fortbestehender Bluthochdruck, die Herz-Kreislauf-Veränderungen fördern. Wir untersuchen daher Kinder mit chronischen Nierenerkrankungen hinsichtlich ihrer Schäden am Herz-Kreislauf-System im Verlauf vor und nach einer Nieren-Transplantation mit neuen nicht-invasiven Methoden, um die Entwicklung dieser Schäden frühzeitig zu erkennen und mögliche Einflussfaktoren zu charakterisieren. Insbesondere interessiert uns die Frage, ob Kinder langfristig von einer möglichst frühzeitigen (prä-emptiven) Nieren-Transplantation profitieren.

  

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Wenige Kinder nach Nieren-Transplantationen haben einen normalen Blutdruck

Wissenschaftlicher Hintergrund    

  

Junge Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung haben ein ca. 1000-fach erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Ursache des erhöhten kardiovaskulären Risikos bei Kindern mit Nierenerkrankungen ist neben dem durch die Nierenerkrankungen bedingten Bluthochdruck die verminderte Ausscheidungsfunktion der Niere. Diese führt zu komplexen Veränderungen des Stoffwechsels, die im Einzelnen immer noch wenig verstanden sind, im Endeffekt aber zur urämischen Kardiomyopathie (Erkrankung des Herzmuskels) und zur Arteriosklerose (Gefäßversteifung) führen.

  

Nach einer Nieren-Transplantation sollten Veränderungen, die durch die eingeschränkte Nierenfunktion bedingt sind, nicht mehr fortschreiten oder sich sogar zurückbilden. Allerdings treten mit der Transplantation auch neue Faktoren hinzu, die das kardiovaskuläre System selbst schädigen können. Dazu zählt v.a. die immunsuppressive Therapie, die Bluthochdruck und Diabetes mellitus verursachen kann. Da bekannt ist, dass besonders ausgeprägte kardiovaskuläre Veränderungen bei Patienten auftreten, die sich einer Dialyse-Therapie unterziehen müssen, sollte eine frühzeitige prä-emptive Transplantation, die erfolgt, wenn die eigenen Nierenfunktion noch gerade ausreichend ist und damit eine Dialyse-Therapie noch nicht nötig ist, langfristig Schäden am kardiovaskulären System verhindern.

Ziele der Studie    

  

1. Wir möchten beschreiben, wie sich kardiovaskuläre Schäden nach einer erfolgreichen Nieren-Transplantation weiter entwickeln.

  

2. Wir möchten zeigen, dass eine prä-emptive Nieren-Transplantation hinsichtlich kardiovaskulärer Organschäden langfristig einer späteren Transplantation überlegen ist.

  

3. Wir möchten Marker definieren, die mit den urämischen Schäden assoziiert sind und ihre Verbesserung im Verlauf nach Transplantation anzeigen.

Messung der Pulswellen-
geschwindigkeit

Forschungsmethoden    

  

In unserem Projekt nutzen wir eine Reihe von nicht-invasiven Methoden, um die Entstehung und den Verlauf von kardiovaskulären Veränderungen zu beurteilen. Hierzu gehören u.a. die Untersuchung des Herzens mittels Echokardiographie und der Gefäße mittels oszillometrischer Pulswellengeschwindigkeitsmessungen und Sonographie. Außerdem werden bekannte und experimentelle Marker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko im Blut untersucht.

  

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Mitarbeiter an der Studie

 

Pädiatrische Forschung ist immer Teamarbeit.
Diese Menschen arbeiten gemeinsam an unserem Projekt "Kardio-vaskuläre Komorbidität bei Kindern mit chronischer Nierenerkrankung und Transplantation, 4C-T Studie".

 

» Daniela Kracht
» Elena Bauer
» Susanne Geerling
» Bernhard Schmidt
» Anette Melk

  

Partner der Studie

 

» Mitglieder der 55 Kinder-Nephrologischen Zentren der 4C-Studiengruppe

  

» Thomas Thum
Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien, MHH

  

» Christine S. Falk
Institut für Transplantations-immunologie, IFB-Tx, MHH

Förderung der Studie

 

Dieses Projekt wird aktuell durch die Roche Organ Transplantation Research Foundation gefördert.

  

» zur Webseite der ROTRF

 

Ausgewählte Publikationen zum Thema

 

Doyon A*, Kracht D*, Bayazit AK, Deveci M, Duzova A, Krmar RT, Litwin M, Niemirska A, Oguz B, Schmidt BM, Sözeri B, Querfeld U, Melk A*, Schaefer F*, Wühl E*; 4C Study Consortium. Carotid artery intima-media thickness and distensibility in children and adolescents: reference values and role of body dimensions. Hypertension. 2013; 62: 550-6. *equal contribution

  

Melk A*, Schildhorn C*, Hömme M, Knoch M, Schmidt BM, Serth J, Scherer S, Döhler B, Opelz G. Association of single nucleotide polymorphisms on chromosome 9p21.3 with cardiovascular death in kidney transplant recipients. Transplantation. 2013; 95: 928-32. *equal contribution

  

Forschungsvideo zu Melk A, Schildhorn C, et al. Transplantation. 2013

  

Kracht D*, Shroff R*, Baig S, Doyon A, Jacobi C, Zeller R, Querfeld U, Schaefer F, Wühl E, Schmidt BM*, Melk A*; 4C Study Consortium. Validating a new oscillometric device for aortic pulse wave velocity measurements in children and adolescents. Am J Hypertens. 2011; 24: 1294-9. *equal contribution

  

Jacobi C, Hömme M, Melk A. Is cellular senescence important in pediatric kidney disease? Pediatr Nephrol. 2011; 26: 2121-31.

  

Querfeld U, Anarat A, Bayazit AK, Bakkaloglu AS, Bilginer Y, Caliskan S, Civilibal M, Doyon A, Duzova A, Kracht D, Litwin M, Melk A, Mir S, Sözeri B, Shroff R, Zeller R, Wühl E, Schaefer F; 4C Study Group. The Cardiovascular Comorbidity in Children with Chronic Kidney Disease (4C) study: objectives, design, and methodology. Clin J Am Soc Nephrol. 2010; 5: 1642-8.

  

 

Pädiatrisches Forschungszentrum

  

Klinik für Pädiatrische Nieren-, Leber-
und Stoffwechselerkrankungen
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

  

Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

  

ARBEITSGRUPPE PROF. DR. DR. ANETTE MELK
Interdisziplinäre Experimentelle
Transplantationsmedizin

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