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AG Melk - Kardiovaskuläre Erkrankungen nach Transplantation

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ANETTE MELK
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Studie: "Kardiovaskuläre Erkrankungen nach Transplantation - Ursachen und Prävention"
"Cardiovascular disease after transplantation - causes and prevention"

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bedrohlich

Auch junge Patienten nach Transplantation sind betroffen

Nicht-invasive Diagnostik soll die Früherkennung verbessern

Das erhöhte Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems beeinträchtigt die Lebensqualität und das Überleben von transplantierten Patienten trotz eines gut funktionierenden Transplantates. Es sind bisher noch keine langfristigen systematischen Verlaufsuntersuchungen durchgeführt worden, die die Funktion von Herz und Gefäßen verfolgen und die Rolle möglicher Risikofaktoren wie z.B. Bluthochdruck, Fettstoffwechsel, nach Transplantation benötigte Medikamente und genetische Veranlagung beschreiben. Es gibt heute hochempfindliche, schmerzlose und unbelastende Messmethoden, die es erlauben, auch minimale Veränderungen der Herz- und Gefäßfunktion zu erfassen. Wir untersuchen daher das Herz-Kreislauf-System nach Transplantation regelmäßig mit diesen nicht eingreifenden Methoden, um mehr über die Entstehung und den Verlauf von Veränderungen an Herz und Gefäßen zu lernen. Dies soll dazu führen, diese Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu erkennen und ihnen in Zukunft besser vorbeugen zu können.

  

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Messung der linksventrikulären Funktion und Masse

  

  

Erfassung der Arteriosklerose
(Gefäßsteifigkeit)

Wissenschaftlicher Hintergrund    

  

Die Mortalität Nieren-Transplantierter Patienten wird im Wesentlichen durch die kardiovaskulären Begleiterkrankungen bestimmt. Bei den Empfängern anderer solider Organe und bei Stammzelltransplantierten stehen die kardiovaskulären Erkrankungen nicht in gleicher Weise im Vordergrund, sind aber dennoch von größerer Bedeutung als gemeinhin angenommen. So haben Leber-Transplantierte nahezu doppelt so hohe kardiovaskuläre Ereignisraten als vergleichbare Normalpersonen, und die kardiovaskuläre Mortalität von Stammzell-Transplantierten ist etwa dreimal so hoch wie bei Kontrollen. Dieses erhöhte Risiko betrifft auch transplantierte Kinder. Dies ist umso bemerkenswerter als gesunde Kinder praktisch kein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Die Untersuchung von Kindern ist außerdem von besonderem Interesse, da bei Kindern keine oder kaum Vorschäden durch Transplantations-unabhängige altersassoziierte Erkrankungen wie Diabetes oder arterielle Hypertonie zu erwarten sind.

 

Die Daten über die zugrundeliegenden Faktoren, die das kardiovaskuläre Risiko begründen, sind uneinheitlich. Beachtenswert sind sicherlich die klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren wie Hypertonie, Diabetes und Hyperlipidämie. Allerdings ist unklar, ob diese in der Normalbevölkerung etablierten Risikofaktoren bei transplantierten Patienten die gleiche Bedeutung haben. Hinzu kommen Risikofaktoren, die mit der Transplantation selbst in Verbindung stehen. Dazu zählt insbesondere die immunsuppressive Therapie, die mit den klassischen Risikofaktoren insofern zusammenhängt, als verschiedene Medikamente Hypertonie, Diabetes und Hyperlipidämie auslösen bzw. verschlimmern können. Schließlich gibt es organspezifische Risikofaktoren, wie z.B. die langjährige Urämie beim ehemaligen Dialysepatienten oder kardiotoxische Konditionierungstherapien beim Stammzell-Transplantierten.

Messung der Dicke des
Intima-Media-Komplexes

Ziele der Studie    

  

Unser übergeordnetes Ziel ist es, das Patientenüberleben nach Transplantation zu verlängern und die Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern.

 

Um dies zu erreichen, möchten wir: (1) Den kardiovaskulären Phänotyp und das kardiovaskuläre Risiko nach Transplantation definieren und die Einflussfaktoren in ihrer Bedeutung charakterisieren. (2) Behandlungsziele und Behandlungsarten definieren, die geeignet sind das kardiovaskuläre Risiko speziell bei Transplantierten zu verringern. (3) Mechanismen definieren, die bei transplantierten Kindern und Erwachsenen zu kardiovaskulären Erkrankungen beitragen. (4) Randomisierte, interventionelle Studien beginnen, um die von uns charakterisierten Therapien zu untersuchen.

Ultraschallsonde zur Untersuchung der Halsgefäße

Forschungsmethoden    

  

In unserem Projekt nutzen wir eine Reihe von nicht-invasiven Methoden, um die Entstehung und den Verlauf von kardiovaskulären Veränderungen zu beurteilen. Hierzu gehören u.a. die Untersuchung des Herzens mittels Echokardiographie und der Gefäße mittels Sonographie und oszillometrischer Pulswellen-Geschwindigkeitsmessung. Außerdem werden bekannte und experimentelle Marker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko im Blut untersucht.

  

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Mitarbeiter an der Studie

 

Pädiatrische Forschung ist immer Teamarbeit.
Diese Menschen arbeiten an unserem Projekt: "Kardiovaskuläre Erkrankungen nach Transplantation - Ursachen und Prävention".

 

» Daniela Kracht
» Imeke Goldschmidt
» Rita Beier
» Elena Bauer
» Susanne Geerling
» Bernhard Schmidt
» Gernot Beutel
» Anette Melk

 

Partner der Studie

 

» Mitglieder der 55 Kinder-Nephrologischen Zentren der 4C-Studiengruppe

  

» Frank Lehner
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, MHH

 

» Elmar Jäckel
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, MHH

 

» Jens Gottlieb
Klinik für Pneumologie, MHH

 

» Jens Vogel-Claussen
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, MHH

 

» Thomas Thum
Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien, MHH

 

» Christine S. Falk
Institut für Transplantations-Immunologie, IFB-Tx, MHH

 

» Meike Stiesch, Jörg Eberhard
Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde, MHH

 

» Uwe Tegtbur
Institut für Sportmedizin, MHH

  

Förderung der Studie

 

Dieses Projekt wird durch das IFB-Tx gefördert.

 

Die für das Projekt notwendigen Vorarbeiten wurden durch das IFB-Tx in der ersten Förderphase unterstützt.

 

» zur Webseite des IFB-Tx

 

Ausgewählte Publikationen zum Thema

 

Doyon A*, Kracht D*, Bayazit AK, Deveci M, Duzova A, Krmar RT, Litwin M, Niemirska A, Oguz B, Schmidt BM, Sözeri B, Querfeld U, Melk A*, Schaefer F*, Wühl E*; 4C Study Consortium. Carotid artery intima-media thickness and distensibility in children and adolescents: reference values and role of body dimensions. Hypertension. 2013; 62: 550-6. *equal contribution

 

Melk A*, Schildhorn C*, Hömme M, Knoch M, Schmidt BM, Serth J, Scherer S, Döhler B, Opelz G. Association of single nucleotide polymorphisms on chromosome 9p21.3 with cardiovascular death in kidney transplant recipients. Transplantation. 2013; 95: 928-32. *equal contribution

 

Forschungsvideo zu Melk A, Schildhorn C, et al. Transplantation. 2013

 

Kracht D*, Shroff R*, Baig S, Doyon A, Jacobi C, Zeller R, Querfeld U, Schaefer F, Wühl E, Schmidt BM*, Melk A*; 4C Study Consortium. Validating a new oscillometric device for aortic pulse wave velocity measurements in children and adolescents. Am J Hypertens. 2011; 24: 1294-9. *equal contribution

 

Jacobi C, Hömme M, Melk A. Is cellular senescence important in pediatric kidney disease? Pediatr Nephrol. 2011; 26: 2121-31.

  

Querfeld U, Anarat A, Bayazit AK, Bakkaloglu AS, Bilginer Y, Caliskan S, Civilibal M, Doyon A, Duzova A, Kracht D, Litwin M, Melk A, Mir S, Sözeri B, Shroff R, Zeller R, Wühl E, Schaefer F; 4C Study Group. The Cardiovascular Comorbidity in Children with Chronic Kidney Disease (4C) study: objectives, design, and methodology. Clin J Am Soc Nephrol. 2010; 5: 1642-8.

 

Westhoff JH, Hilgers KF, Steinbach MP, Hartner A, Klanke B, Amann K, Melk A. Hypertension induces somatic cellular senescence in rats and humans by induction of cell cycle inhibitor p16INK4a. Hypertension. 2008; 52: 123-9.

  

 

Pädiatrisches Forschungszentrum

  

Klinik für Pädiatrische Nieren-, Leber-
und Stoffwechselerkrankungen
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

  

Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

  

ARBEITSGRUPPE PROF. DR. DR. ANETTE MELK
Interdisziplinäre Experimentelle
Transplantationsmedizin

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