StartseiteSitemapImpressumdeutschenglish
MHH Logo

Station 73 - Intensivstation

 

Die Unfallchirurgische Abteilung versorgt im Jahr insgesamt etwa 3.000 Patienten. Von diesen 3000 benötigen ca. 800 eine intensivmedizinische Betreuung.

 

Die abteilungseigene Intensivstation umfasst acht Betten, die sich auf zwei Zweibett- und vier Einzelzimmer aufteilen. Die individuelle und 24stündige Betreuung unserer Patienten erfolgt durch ein qualifiziertes und erfahrenes Team aus Ärzten und Pflegekräften. 

 

Das Krankenpflegepersonal ist umfassend ausgebildet und nimmt regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um eine hohe Qualität der Betreuung unserer Patienten zu gewährleisten. Jeweils eine Pflegekraft betreut zwei Patienten, so dass jeder Patient eine intensive, individuelle und persönliche Pflege erfährt.

 

Die ärztliche Betreuung der Station erfolgt durch zwei Assistenzärzte und die Stationsoberärztin.

 

 

Aktuell:

Auf unserer unfallchirurgischen Intensivstation ist ein erfreulicher Nullstand bei den ZVK-assoziierten Sepsisfällen zu verzeichnen. Nach bereits niedrigen Werten in den vergangenen Jahren ist in 2012 keine Sepsis durch einen zentralvenösen Katheter ausgelöst worden (zur Grafik).

Die Gründe, die zu einer intensivmedizinischen Therapie führen sind vielfältig und reichen von einer postoperativen Überwachung bis zur umfassenden Intensivtherapie z.B. bei einem Polytrauma (lebensbedrohliche Mehrfachverletzung) nach einem schweren Unfall. 

Je nach Verletzungsgrad wird ein polytraumatisierter Patient für mehrere Tage oder auch Wochen auf unserer Intensivstation betreut. Es folgen die notwendigen Operationen zur Stabilisierung der Frakturen und Verletzungen. Viele Patienten müssen aufgrund der schweren Verletzungen in ein künstliches Koma versetzt und künstlich beatmet werden. In dieser Zeit werden sämtliche Kreislauffunktionen über einen Monitor überwacht. Durch verschiedene Katheter werden die Patienten ernährt und therapiert. Auch bei Herz- oder Lungenversagen setzen wir modernste Techniken,  wie z.B. extrakorporale Unterstützungssysteme ein. Patienten mit Lungenverletzungen oder einem schweren Trauma des Brustkorbes erfahren zudem eine bestimmte Lagerungstherapie in einem sogenannten Rotorest–Bett. Diese kinetische Therapie dient der Regeneration der gequetschten bzw. verletzten Lungenareale. Durch die Drehbewegungen werden alle Lungenanteile gleichmäßig belüftet und durchblutet. Während dieser Therapie ist der Patient in Narkose. Nach einer langen Intensivphase werden die Patienten oftmals in eine Rehabilitationsklinik verlegt, um schnellstmöglich wieder die normalen Körperfunktionen zu erlangen und im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine zukommen. 

Eine Behandlung auf der Intensivstation findet auch statt, wenn ein Patient für mehrere Stunden oder Tage nach einer Operation intensivmedizinischer Behandlung oder nur einer Überwachung bedarf. Nach erfolgtem Eingriff werden die Patienten dann in Begleitung eines Narkosearztes und häufig noch künstlich beatmet auf die Intensivstation verlegt. Viele Patienten sind in den ersten Stunden nach einer Operation noch recht müde und benötigen daher sehr viel Ruhe. Besuche am Tage der Operation versuchen wir daher zu vermeiden oder so kurz wie möglich zu halten. Die Verlegung auf die Normalstation erfolgt so rasch wie möglich und in vielen Fällen bereits am ersten Tag nach der Operation.

Das Team der Intensivstation
(Stand: Sommer 2013)