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Burnout



Wenn Arbeit krank macht–Stress-Burnout–Depression


Am 22.01.2013 versammelten sich über 60 gespannte Kollegen/-innen, um Herrn Prof. Dr. Kahl zum o. g. Thema zu hören. Sehr anschaulich führte er aus, welchen erhöhten Belastungen Arbeitnehmer/-innen in der heutigen Zeit ausgesetzt sind. Leistungsdruck und Wettbewerb nehmen zu, Mobilität und Flexibilität werden in hohem Maße vorausgesetzt, trotzdem sind Arbeitsplätze oft nicht sicher.

Die berufliche Tätigkeit ist ein wichtiger Baustein für die seelische Gesundheit, erfuhren wir. Die Wertschätzung und das daraus resultierende Selbstwertgefühl verleihen Stabilität. Durch prekäre Arbeitsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit werden psychische und körperliche Krankheiten gefördert.

Was ist jetzt aber ein Burnout?

Herr Prof. Dr. Kahl erklärte, dass ein Burnout eine Erschöpfung ist, die in einem hohen Arbeitseisatz begründet ist, wobei Leistungsfähigkeit und -motivation dabei deutlich abnehmen. Eher gefährdet sind Beschäftigte, die personenbezogen arbeiten, wie so viele unserer Kollegen/-innen in der MHH. Ein Burnout ist ein Vorläufersyndrom für eine depressive Erkrankung. Also gilt es, die Warnsignale, wie z. B.Schlafstörungen oder nicht mehr abschalten können, ernst zu nehmen und die eigene Situation kritisch zu prüfen. Kurzfristiger Stress ist normalerweise kein Problem. Krank machen chronische Stressoren,die zu hormoneller Dysbalance und veränderter Transmitterfreisetzung führen. Dies kann z. B. Diabetes oder Arteriosklerose verursachen. In Stresssituationen erhöht sich im Gehirn der Glucosebedarf. Da das Gehirn keinen Glucosespeicher hat, wird die Energiezufuhr so gelenkt, dass kein Mangel entsteht. Als Buchtipp zu dem spannenden Thema hat Herr Prof. Dr. Kahl „Das egoistische Gehirn" von Achim Peters empfohlen.

Stressbelastungen am Arbeitsplatz können z. B. sein: unklare Strukturen, schlechter Informationsfluss, zu viele Aufgaben genauso wie Unterforderung oder fehlende Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben. Ein sehr schwerwiegender Stressor ist mangelnde Anerkennung. Das Risiko eines Burnouts kann laut Herrn Prof. Dr. Kahl.vermindert werden, wenn die berufliche Entwicklung aktiv langfristig und professionell gestaltet und begleitet wird. Auch Freude an der Arbeit, gegenseitige Unterstützung im Kollegium und Nein sagen können, wenn es nötig ist, beugen vor.

Zum Abschluß des Vortrages erhielten wir Tipps, besser mit Stress umzugehen. Kontraproduktiv sind Drogen, das Gläschen Wein am Abend, Frustkäufe oder das Zappen am TV. Empfehlenswert sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport und ausreichend Schlaf. Das bewusste Einplanen von Pausen und das Pflegen sozialer Kontakte sind ebenso wichtig. Genießen können entstresst den Alltag ebenso wie Lachen, Lachen, Lachen, ....

Im Anschluß an den Vortrag beantwortete Herr Prof. Dr. Kahl alle Fragen, die uns am Herzen lagen.

Vielen Dank für den sehr anregenden, verständlichen Vortrag und die guten Tipps.



Weitere Infos:

PD Dr. med. Kai G. Kahl, Geschäftsführender Oberarzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
http://www.mh-hannover.de/kahl0.html



Autor: K. Görlich, 2013


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