SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Autoimmun-Antikörperdiagnostik

Antineuronale Antikörper

 

Immunhistochemie

Für den Nachweis von antineuronalen Antikörpern werden bei dieser Methode Kleinhirnschnitte vom Affen verwendet. Nach Auftragen von Serum oder Liquor auf die Schnitte erfolgt eine immunhistochemische Färbung (Einsatz von Sekundärantikörpern gegen humanes IgG, Peroxidase-Reaktion). Die Methode hat gegenüber dem Immunoblot den Vorteil, dass sie weniger aufwendig ist. Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz als „Screening“, da im Imunoblot nur bekannte Antikörper untersucht werden können. Mittels der Immunhistochemie können noch unbekannte Antikörper oder Antikörper für die es keine Nachweismöglichkeit im Blot gibt gesehen werden (beispielsweise der Antikörper Tr).

Immunoblot

Verwendung von rekombinant hergestellten onkoneuronalen Antigenen.

Folgende Antikörper werden detektiert:        

Hu

Yo

Ri

Amphiphysin

CV2

Ma1

Ma2

GAD

Sox1

 

Der Immunblot kann primär als auch als Bestätigungstest nach erfolgter immunhistochemischer Methode angewendet werden. Das ist notwendig, da mit Kleinhirnschnitten allein sich nicht immer eindeutig ein Antikörper zuordnen lässt. Die immunhistochemische Färbung von Gewebeschnitten kann durch einen systemischen Antikörper (z.B. ANA) ein Färbemuster vortäuschen, dass einem Antineuronalen Antikörper ähnelt. Der Nachteil des Blots ist jedoch, dass nur die bekannten Antikörper analysiert werden könne, noch unbekannte Antikörper werden nicht detektiert.

 

 

Autoimmun-Enzephalitis Antikörper (IgG)

Einsatz eines BIOCHIP-Mosaiks mit transfizierten Zellen der Firma EUROIMMUN. Zum Nachweis von bestimmten Autoimmun-Antikörpern können transfizierte Zellen eingesetzt werden, die das Antigen exprimieren, gegen den der zu untersuchende Antikörper binden und mittels Immunfluoreszenz nachgewiesen werden kann. Auf dem Mosaik-Objektträger sind sechs unterschiedliche (von einander getrennt) transfizierte Zellen aufgetragen, so dass die Antikörper gegen mehrere Antigene simultan untersucht werden können:

Glutamat-Rezeptor (Typ NMDA)

Glutamat-Rezeptor (Typ AMPA1)

Glutamat-Rezeptor (Typ AMPA2)

Contactin-assoziiertes Protein 2 (CASPR2)

Leucine-rich glioma-inactivated protein 1 (LGI1)

GABA B-Rezeptor (GABAB)

 

 

Aquaporin-4 Antikörper (IgG)

Die Bestimmung des Aquaporin-4 Antikörpers der Klasse IgG erfolgt mittels indirekter Immunfluoreszenz auf Objektträgern mit transfizierten Zellen.

 

 

ELISA

Mittels der ELISA Methode werden folgende Antikörper untersucht:

GM1 Gangliosid Antikörper (IgM)

MAG Antikörper (IgM)