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Liquordiagnostik

Zytologie

 

Zellzahlbestimmung

Die Zählung von Zellen und Erythrozyten erfolgt lichtmikroskopisch in der Fuchs-Rosenthal-Zählkammer.

 

Zelldifferenzierung

Mittels Zytozentrifuge werden die Zellpräparate angefertigt. Im Anschluss wird eine Färbung nach Pappenheim durchgeführt (Kombination der May-Grünwald- und Giemsa-Färbung).

Bei Bedarf erfolgt zur weiteren Charakterisierung von suspekten Zellen (Tumorzellen etc.) eine immunzytologische Färbung gegen entsprechende Oberflächenmarker.

 

Folgende Zellen werden differenziert:

 

Zellen des normalen Liquors

Lymphozyten

Monozyten

 

Zellen des pathologischen Liquors

Aktivierte Lymphozyten, Plasmazellen

Aktivierte Monozyten

Makrophagen (Erythrophagen, Erythrosiderophagen, Siderophagen, Bakteriophagen, Leukophagen, Lipophagen)

Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile)

Tumorzellen

 

Restliche Zellen

Zellen des Deckepithels (Ependym, Plexus choroideus)

Knorpelzellen

Knochenmarkvorläuferzellen

 

Darüber hinaus werden Hämatoidinkristalle, Bakterien und Pilze angegeben, falls vorhanden.

Proteinanalytik

 

Gesamtprotein (Liquor)

 

Albumin, IgG, IgA und IgM (Liquor und Serum)

Sowohl Albumin als auch die Immunglobuline G, A und M werden mittels der Nephelometrischen Messung im selben Lauf bestimmt. Die Messung im selben Lauf ist eine Voraussetzung für eine präzise Auswertung in den Quotientendiagrammen nach Reiber.

 

Oligoklonale Banden

Die Bestimmung der oligoklonalen Banden im Liquor und Serum erfolgt mittels Isoelektrofokussierung auf Makro- Polyacrylamidgelen mit automatisierter Silberfärbung.

Die Isoelektrofokussierung ermöglicht eine Fokussierung der Proteine gemäß ihrem isoelektrischen Punkt, so dass sehr scharfe Banden entstehen. Die Verwendung von Polyacrylamidgelen ermöglicht eine weitere Steigerung der Auflösung wegen geringer Endosmose.