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Klinische Schlaganfall-Forschung

Die Akut-Behandlung von Schlaganfallpatienten ist eine der wesentlichen Aufgaben der Neurologischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover. Unsere „Stroke Unit“ ist als überregionale „Stroke Unit“ zertifiziert. Es werden dort jährlich mehr als 800 Patienten mit akutem Schlaganfall betreut. In der AG bearbeiten wir gemeinsam mit dem interdisziplinär auf der Stroke-Unit tätigen Team sowohl klinische als auch grundlagenwissenschaftliche Fragestellungen.

Nach stattgehabtem Schlaganfall kommt es in den darauffolgenden Tagen häufig zu Komplikationen wie neurologischer Verschlechterung, Auftreten von Infektionen oder Einblutungen. Hier wird kontrovers diskutiert, dass sowohl die Aktivierung als auch die Depression des Immunsystems eine entscheidende Rolle im Verlauf spielt. Daraus ergibt sich eine nach dem akuten Ereignis auftretende charakteristische inflammatorische Antwort.

In der Arbeitsgruppe untersuchen wir verschiedene klinische und biochemische Marker, die uns zu einem frühen Zeitpunkt nach dem Schlaganfall anzeigen könnten, ob Patienten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben. An dieser Stelle interessiert uns aktuell besonders, ob es Marker gibt, die ein schlechtes Outcome und hohe Komplikationsraten nach Rekanalisation anzeigen und ob wir bereits zu einem frühen Zeitpunkt nach dem Schlaganfall das Auftreten von Infektionen vorhersagen können.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich in weiteren Projekten z.B. mit der Fragestellung, ob man vorhersagen kann, ob eine Carotisstenose symptomatisch wird, oder auch mit speziellen Ursachen von Schlaganfällen bei jungen Patienten.

Aktuelle multizentrische Studien, an der die Gruppe beteiligt ist, sind DESTINY-R und CABACS.

 

 

 

Beispiel einer rechtsseitigen Carotis-Interna-Dissektion. Die Abbildung wurde uns aus der Abteilung für Neuroradiologie der MHH zur Verfügung gestellt.