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Halswirbelsäule

 

Wie häufig sind Verletzungen der Halswirbelsäule?

 

Verletzungen der Halswirbelsäule machen etwa 15% aller Wirbelsäulenverletzungen aus. Während bei Kindern und jüngeren Erwachsenen vorwiegend Berstungsfrakturen sowie diskoligamentäre Verletzungen vorkommen, ist bei den über 70 Jährigen die Dens axis Fraktur (Bruch des 2. Halswirbels) die häufigste isolierte Halswirbelsäulenverletzung.

Densfrakturen können mit einer Schraubenosteosynthese versorgt werden, ohne ein Bewegungssegment zu versteifen.

 

Die Abbildung zeigt eine 75 jährige Patientin mit Dens Fraktur Typ Anderson II nach banalem Sturz, Densverschraubung.

Verletzungen der unteren Halswirbelsäule (3.-7. Halswirbel) werden in der Regel mit einer Spondylodese von vorne mit einem Beckenkammspan und einer H-Platte versorgt.

 

Die Abbildung zeigt einen 15-jährigen Jungen nach Schädelanpralltrauma im Badesee: HWK 5 Berstungsbruch, ventrale interkorporelle Spondylodese mit Beckenkammspan und H-Platte.

 

Welche weiteren Operationsmöglichkeiten bestehen?

 

Prinzipiell kann die Halswirbelsäule auch kombiniert von vorne und hinten oder ausschließlich von nackenwärts operiert werden. Allerdings ist die Zugangsmorbidität von dorsal durch die Nackenmuskulatur ungleich größer, während der ventrale Zugang entlang anatomischer Strukturen verläuft.

 

Wie erfolgt eine äußere Ruhigstellung der HWS?

Die äußere Ruhigstellung der Halswirbelsäule kann mit einer Halskrawatte oder einem Halofixateur erfolgen.

 

Abbildung : Ruhigstellung der Halswirbelsäule mit Miami J Collar Halskrawatte (links) und Halo Fixateur (rechts)

 

 

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