SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Forschungsbericht 1999

 

 
Arbeitsbereich Klinische Psychologie

 Leiter: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Uwe Hartmann

 

1. Forschungsschwerpunkt:

 

Effekte sexueller Erregung und Orgasmus auf neuroendokrine Parameter: Mechanismen und klinische Relevanz

 

 Die hohe Prävalenz sexueller Dysfunktionen stellt ein Hauptproblem in der Gesundheitsversorgung dar (Read et al. 1997). Die Behandlung sexueller Dysfunktionen verursacht nicht nur enorme Kosten im Gesundheitssystem, sondern bedingt bei den Patienten eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Lebensqualität (McCabe 1997). Abgesehen von exakt lokalisierbaren somatischen Störungen die zu sexuellen Fehlfunktionen führen können, ist die Pathogenese sexueller Funktionsstörungen weitgehend unklar. Es wird angenommen, dass insbesondere neuroendokrine Dysregulationen an der Beeinträchtigung sexueller Funktionen ursächlich beteiligt sind (Buvat & Lemaire 1997). Im Gegensatz zu einer Vielzahl tierexperimenteller Befunde liegen wenig und zum Teil widersprüchliche Daten über die funktionellen Zusammenhänge zwischen sexueller Erregung und neuroendokrinen Parametern bei gesunden Probanden vor. Es werden sowohl inhibitorische, stimulierende oder gar keine Effekte sexueller Stimulation auf sympathiko‑adrenale Hormone (Katecholamine, Cortisol), hypophysäre Hormone (LH, FSH, GH, Prolaktin, ß‑Endorphin) oder Testosteronplasmaspiegel berichtet (Krüger et a al. 1998). Im Gegensatz zu den Befunden beim gesunden Menschen sind die hormonellen Prozeßabläufe und die Auswirkungen von sexueller Erregung auf neuroendokrine Faktoren im klinischen Bereich, also bei Personen mit Störungen der Sexualtität und sexuellen Reaktionen völlig unbekannt. Es ist zu vermuten, dass die Balance stimulierender und inhibitorischer Einflüsse sowie die Auswirkungen sexueller Erregung auf neuroendokrine Parameter sich je nach klinischem Bild (chronisch inhibierter vs disinhibierter sexueller Impulse) von den Normalbefunden unterscheiden. Dies ist insbesondere bei Sexualstraftätern mit einer übermäßigen Beschäftigung mit Sexualität zu vermuten, was sich beispielsweise bei diesen Personen in Masturbationsfrequenzen von bis zu 10mal täglich äußern kann (Schorsch & Pfäftlin 1994).

 

Im Rahmen sexualmedizinischer Fragestellungen beschäftigt sich unsere Arbeitsgruppe in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Psychologie des Uni-Klinikums Essen intensiv mit den funktionellen Zusammenhängen zwischen sexueller Erregung und neuroendokrinen Veränderungen bei Männern (Krüger et al. 1998) und Frauen (Exton et al. 1999a; Exton et al. 1999b, Exton et al. 2000). Vor dem Hintergrund der heterogenen Befundlage über die Auswirkungen sexueller Erregung und Orgasmus auf neuroendokrine Parameter wurden in den bisherigen Experimenten die Effekte sexueller Erregung und durch Masturbation induziertem Orgasmus auf neuroendokrine Parameter bei gesunden männlichen und weiblichen Probanden analysiert. Neben der kontinuierlichen Registrierung von kardiovaskulären Parametern wurde über einen Zeitraum von einer Stunde vor, während sowie nach der sexuellen Stimulation kontinuierlich Blut entnommen, aus dem in 10 Minuten‑Intervallen sympathikoadrenale, hypophysäre sowie gonadale Hormone analysiert wurden. Zusammenfassend zeigen diese Ergebnisse, dass die sexuelle Stimulation und der Orgasmus zu einer sympathischen Aktivierung führt, die in signifikanten Veränderungen im systolischen und diastolischen Blutdruck, der Herzfrequenz sowie in signifikanten Anstiegen in den Adrenalin‑ und insbesondere Noradrenalinplasma­konzentrationen bei Männern und Frauen messbar ist. Im Gegensatz dazu bleiben die Cortisolspiegel unverändert. Die Analyse der hypophysären Hormone zeigte signifikante Anstiege in den Plasmakonzentrationen von Prolaktin nach dem Orgasmus, die bei der Frau ausgeprägter ausfallen als beim Mann. Bei Männern und Frauen blieb der Prolaktinspiegel noch eine Stunde nach dem Orgasmus signifikant erhöht. Im Gegensatz zu den ausgeprägten Veränderungen beim Prolaktin blieben alle anderen untersuchten hypophysären (LH, GH, FSH, ß‑Endorphin) sowie gonadalen Hormone (Testosteron, Progesterone, Estradiol) bei Männern und Frauen durch die sexuelle Stimulation und den Orgasmus unbeeinflusst.

 

Vor dem Hintergrund der klinischen Erfahrung und der experimentellen Befunde unserer Arbeitsgruppe sollen in diesem Projekt die Mechanismen sowie die klinische Bedeutung und der durch sexuelle Erregung und Orgasmus bedingten Veränderungen der Prolaktinkonzentrationen mit dem von uns etablierten Modell weiter analysiert werden.

Beschreibung der Studie

Probandenkollektiv

I. Studie:        20 gesunde männliche Probanden im Alter von 18 ‑ 40 Jahren

II. Studie:        10 männliche Sexualstraftäter im Alter von 18 ‑ 40 Jahren sowie 10 altersgematchte gesunde männliche Kontrollprobanden im Alter von 18 – 40 Jahren

 

 

Allgemeines Studiendesign

Die gesunden Probanden werden im Cross‑Over‑Design unter Placebo bzw. Medikamentenapplikation jeweils in der Experimentalsituation untersucht (Studie 1). Die Sexualstraftäter sowie eine Gruppe von gesunden Kontrollprobanden werden sowohl in einer neutralen Situation als auch in der Experimentalsituation untersucht. In der neutralen Situation wird den Versuchpersonen ein Video mit einem Dokumentarfilm gezeigt. In der Experimentalsituation sehen die Versuchspersonen auch den Videofilm, der aber nach 20 Minuten durch einen 20-minütigen Film mit explizitem sexuellen Inhalt ersetzt wird mit anschließend weiteren 20 Minuten Dokumentarfilm. Die Versuchspersonen werden aufgefordert während der zweiten Hälfte des erotischen Films bis zum Orgasmus zu masturbieren. Während der jeweils einstündigen Untersuchungsdauer werden kontinuierlich kardiovaskuläre Parameter registriert und eine kontinuierliche Blutentnahme (1ml/Minute) durchgeführt. Die Blutproben werden in 10 Minuten‑Intervallen analysiert. Da die bisherigen Befunde noch eine Stunde nach der sexuellen Erregung und dem Orgasmus erhöhte Prolaktinspiegel zeigen, wird darüber hinaus noch zwei bzw. drei Stunden post Orgasmus jeweils eine weitere Blutprobe entnommen.

 

I. Studie

Prolaktinapplikation

Um die physiologische Bedeutung der vermehrten Prolaktinfreisetzung nach sexueller Stimulation zu analysieren, soll die Verfügbarkeit von Prolaktin durch Applikation von Prolaktin oder die Gabe von Prolaktinantagonisten beim gesunden Mann experimentell manipuliert werden und die Quantität und Qualität der sexuellen Erregungsfähigkeit analysiert werden. Um den Orgasmus‑induzierten Prolaktinanstieg zu imitieren wird den Probanden vor Beginn der eigentlichen Untersuchung Prolaktin in der Dosierung appliziert, die zu vergleichbaren Veränderungen in den Prolaktinspiegel führt, wie sie beim gesunden Mann unter der Erregungssituation beobachtet wurden (Krüger et al. 1998). Dazu wird Prolaktin (8 µg/kg) als Bolus (i.m.) appliziert. Dies führt 60‑90 Minuten nach der Applikation zu erhöhten Prolaktinspiegeln, die drei Stunden nach Applikation mit 50‑100% des Ausgangswertes ihr Maximum erreichen und sich nach ca. sechs Stunden wieder normalisieren (Molitch et al. 1987, 1993).

 

Hemmung der Prolaktinfreisetzung

Zur Hemmung der Prolaktinfreisetzung erhalten die Probanden den Dopaminagonisten Cabergolin. Cabergolin wird am Vortag des Versuches in einer Dosis von 1 mg oral appliziert. Durch die lange Halbwertzeit des Präparates ist gewährleistet, dass zum Versuchszeitpunkt eine konstante und effektive Hemmung der Prolaktinfreisetzung vorliegt.

Mit diesem experimentellen Ansatz lässt sich die Frage überprüfen, ob sich die akut erhöhte Prolaktinkonzentration im Sinne eines neuroendokrinen negativen Feedbacks negativ auf die sexuelle Erregung auswirkt: unter Prolaktinapplikation sollte die sexuelle Erregung inhibiert sein; die Antagonisierung der Prolaktinfreisetzung sollte die sexuelle Erregungsfähigkeit verstärken.

 

II. Studie

Die bisherigen Befunde zeigen, das die Prolaktinfreisetzung nach sexueller Erregung und Orgasmus deutlich erhöht ist und lassen vor dem Hintergrund tierexperimenteller Beobachtungen die Annahme zu, dass die physiologische Bedeutung dieser erhöhten Prolaktinspiegel in einer Inhibition der sexuellen Erregung und Ansprechbarkeit liegt. Diese Hypothese soll durch einen direkten Vergleich im neuroendokrinen Reaktionsmuster nach sexueller Stimulation zwischen Personen mit einem dysfunktionellen Steuerungssystem von sexuell‑affektiven Impulsen und gesunden Probanden im Experiment überprüft werden. Dazu werden männliche Sexualstraftäter (n=10) und altersgematchte Kontrollprobanden (n=10) mit dem von unserer Arbeitsgruppe etablierten experimentellen Design untersucht (siehe oben beschriebenes Studiendesign).

Die Befunde aus diesem Experiment werden die Frage beantworten, ob die durch sexuelle Erregung und Orgasmus induzierte Prolaktinfreisetzung sich bei Personen mit dysfunktionaler Steuerung sexuell‑affektiver Impulse in der Quantität und der Kinetik von normalen Probanden unterscheidet und damit die physiologische Bedeutung der Prolaktinantwort weiter analysieren.

Folgende Parameter sollen bestimmt werden:

‑ subjektiv wahrgenommene sexuelle Erregung mittels standardisierter Skalen

‑ genitalphysiologische Erregung mittels Penis‑Plethysmographie

‑ Kardiovaskuläre Parameter (Herzfrequenz/Blutdruck) (Fina‑Press)

‑ Neuroendokrine Parameter (Katecholamine, Cortisol, Prolaktin, GH, Oxitocin, Testosteron, LH, FSH)

 

Hinsichtlich der Sexualstraftäter soll auf Patienten des Westfälischen Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt zurückgegriffen werden. Die Untersuchung ist mit dem Ärztlichen Direktor der Klinik, Herrn Dr. med. M. Osterheider besprochen, der seine Unterstützung zugesagt hat (siehe Anlage). Wesentliches Aufnahmekriterium in die Studie ist eine starke Sexualisierung im Hintergrund der psychischen Störung und der Delinquenz, gemessen an einer regelmäßigen Masturbationsfrequenz von zumindest dreimal täglich. Bei der Rekrutierung der Sexualstraftäter wird weiter Voraussetzung sein, dass die Patienten nicht nur zur aktiven Teilnahme an der Untersuchung, sondern auch zu einer Einsichtnahme in ihre Behandlungsunterlagen bereit sind. Dies dient der Feststellung der Eingangskriterien (Sexualdelinquenz, hohe Masturbationsfrequenz, keine fixierte Deviation), sowie der Sicherstellung, dass keine Ausschlusskriterien (s.u.) vorliegen. Da die Angaben der Patienten innerhalb der Maßregelbehandlung durch vielfältige Aspekte beeinflusst werden (schließlich handelt es sich um eine potentiell lebenslängliche freiheitsentziehende Maßnahme) spiegeln die therapeutischen Krankenblattinhalte nicht unbedingt die tatsächliche aktuelle psychische Verfassung des Betroffenen wider. Dies betrifft insbesondere den Bereich der sexuellen Phantasien und des sexuellen Erlebens, welches keiner direkten Beobachtung zugänglich ist. Daher muss neben der Einsicht in die Behandlungsunterlagen eine eingehende Anamnese erfolgen, unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen sexuellen Bedürfnisse und aktuellen Masturbationshäufigkeit.

Beteiligte Wissenschaftler: U. Hartmann, T. Krüger (Hannover), M. Schedlowski, N. Leygraf, B. Saller (Essen); Förderung: DFG

 

2. Weitere Forschungsschwerpunkte:

 

1.      Psychogene Impotenz: Untersuchung des neurobiologischen und pathophysiologischen Substrats psychogener erektiler Dysfunktionen durch Bestimmung cavernöser Neurotransmitter und Neuropeptide bei gesunden Probanden und erektionsgestörten Patienten. Interdisziplinäres Projekt der Klinischen Psychologie, Abt. für Urologie, Abt. für Nuklearmedizin, Abt. für Klinische Pharmakologie und weiterer Abteilungen der MHH (Prof. Dr. U. Hartmann, Dr. A. Becker, Dr. S. Ückert, cand.med. S. Schütze, Prof. Dr. C.G. Stief). Förderung: DFG.

 

2.      Der Einfluß sexueller Abstinenz auf psychologische und neuroendokrine Parameter sexueller Erregung bei Männern (Prof. Dr. U. Hartmann, cand.med. N. Bursch, Dr. med. T. Krüger).

 

3.      Appetenzstörungen bei Frauen. Analyse der Theorien zur Verursachung und Behandlung. Mitarbeiter: Dr. K. Heiser, Prof. Dr. U. Hartmann.

 

4.      Appetenzstörungen in der Partnerschaft. Untersuchung von Veränderungen in Paarbeziehungen im Zusammenhang zu Problemen der sexuellen Appetenz. Mitarbeiter: Prof. Dr. U. Hartmann, Dr. K. Heiser, cand. med. F. Trienekens.

 

5.      Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit eines neuen Medikamentes (Phophodiesterasehemmer Typ 5, Bay 38-9456) zur Behandlung von Männern mit erektiler Dysfunktion. Mitarbeiter: Prof. Dr. U. Hartmann, Dr. C. Rüffer-Hesse, Dr. K. Heiser, Dipl.-Psych. G. Kloth.  Förderung: Industrie.

 

6.      Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Sildenafil (VIAGRA®) bei postmenopausalen Frauen mit sexueller Dysfunktion. Mitarbeiter: Prof. Dr. U. Hartmann, Dr. C. Rüffer-Hesse, Dr. K. Heiser, Dipl.-Psych. G. Kloth.  Förderung: Industrie.

 

7.      Untersuchung zur Frage spezifischer Selbstwert-Regulationsmechanismen bei Frauen mit Appetenzstörungen. Mitarbeiter: Prof. Dr. U. Hartmann, Dipl.-Psych. G. Kloth.

 

8.      Einfluss familiärer Faktoren auf die Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung: Mit einer Fragebogenbatterie werden eine Gruppe von Zwangskranken, eine Gruppe von Angstkranken sowie eine normalen Vergleichsgruppe untersucht. Darüber hinaus sollen die Eltern und Geschwister der Probanden der verschiedenen Gruppen in die Studie einbezogen werden. Es sollen sowohl standardisierte als auch selbstkonstruierte Fragebögen zur Erfassung zwangsspezifischer Merkmale verwendet werden. Mitarbeiter: K. Bubenzer, A. Liebler, U. Hartmann. Förderung: Graduiertenförderung der MHH

 

9.      Forschungsschwerpunkt Zwangsstörung: Auf dem Hintergrund der Fragestellung, ob sich die in der klinisch-therapeutischen Literatur beschriebenen typischen Merkmale Zwangskranker (übermäßige Verantwortungsübernahme, Perfektionismus, Isolierung von Affekten etc.) empirisch nachweisen lassen, wurden diverse Fragebogenverfahren aus verschiedenen psychologischen Bereichen auf die Brauchbarkeit der Items zur Befragung von Zwangskranken hin untersucht. Gegenwärtig werden die Items zu praktikablen Instrumenten zusammengestellt, mit denen eine größere Stichprobe von Zwangskranken sowie eine klinische Kontrollgruppe wie auch eine Gruppe Normaler per Fragebogen untersucht werden können. Mitarbeiter: A. Liebler, K. Bubenzer, U. Hartmann

 

10.    Die Langzeitwirkung stationärer Gruppenpsychotherapie: Befindlichkeit und Symptomatik ½ und 1 Jahr nach Behandlungsabschluß  Mitarbeiter: Hartmann, Gluch, Liebler

 

11.    Prognostische Bedeutung von Bindungscharakteristika bei Erwachsenen für den Behandlungserfolg nach stationärer Gruppenpsychotherapie: Im Rahmen dieses Projektes wurden stationäre Psychotherapiepatienten einem strukturierten Interview zu ihren Beziehungserfahrungen in der Kindheit unterzogen und während des Interviews gefilmt. Anhand von Ratings des im Interview gezeigten und berichteten Bindungsverhalten wurden die Untersuchungsteilnehmer einem von drei Bindungstypen (sicher, ambivalent gebunden, vermeidend) zugeordnet. Zentrale Fragestellung dieses Projektes sind die Auswirkungen des Bindungsstils auf Behandlungsverlauf und Behandlungserfolg stationärer Psychotherapie. Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden die Daten zum Bindungsverhalten zu verschiedenen Therapieverlaufs- und Therapieerfolgsmaßen in Beziehung gesetzt. Mitarbeiter: Hartmann, Liebler, Heuser-Gochna

 

12.    Ergebnisqualität stationärer Psychotherapie: Subjektive Erfolgseinschätzung und objektive Veränderungskriterien: Die Qualität einer stationären psychotherapeutischen Behandlung läßt sich auf unterschiedliche Arten messen. Eine Möglichkeit besteht darin, Art und Ausmaß der therapierelevanten Symptome zu Therapiebeginn (prae) mit Art und Ausmaß der Symptome nach Therapieende (post) zu vergleichen. Alternative zu dieser indirekten, mehr „objektiven“ Veränderungsmessung stellt die direkte Veränderungsmessung dar, in der der Patient und/oder Therapeut nach Abschluß der Behandlung  eine globale Erfolgseinschätzung abgibt. Das geplante Forschungsvorhaben fragt nach der Übereinstimmung zwischen „objektiven“ Therapieerfolgsmaßen (prae-post-Vergleichen) und der subjektiven Therapiebewertung von 270 Patienten der Psychotherapiestation der MHH.  Mitarbeiter: Meyer, Liebler, Hartmann

 

13.     Entspannungstechnik im Vergleich. Weiterführung der Untersuchung über die vergleichende Beurteilung von verschiedenen Entspannungsverfahren anhand psychophysiologischer Parameter und Selbsteinschätzung der Probanden (Dr. R. Schmidt, Dipl.-Psych. Rehbein).

 

14.     Biofeedback im verhaltenstherapeutischen Behandlungsverlauf: Weiterentwicklung und Erprobung automatisierter Anwendungs- und Aufzeichnungsverfahren für Therapiesitzung und Selbstanwendung (Dr. R. Schmidt, N.N.)

 

3.    Publikationen

 

3.1  Originalarbeiten:

1.      Exton, M.S., Bindert, A., Krüger, T., Scheller, F., Hartmann, U., Schedlowski, M. (1999): Cardiovascular and endocrine alterations following masturbation-induced orgasm in women. Psychosomatic Medicine: 61, 280 - 289.

 

2.      Becker, H., Hartmann, U., Gast, U., Weiß-Plumeyer, M. (1999): Zur Beziehung von transsexuellem Empfinden und dissoziativen Identitätsstörungen. Diagnostische Überlegungen anhand eines Fallberichts. Sexuologie: 6, 129 - 145.

 

3.      Hartmann, U. (1999): Sildenafil in der Sexualmedizin: Fakten, Mythen, Möglichkeiten. Sexuologie, 6, 235 - 244.

 

4.      Langer, D., Beier, K.M. (1999) : Prinzipien der substanzinduzierten Störung sexueller Funktionen. Sexuologie: 6, 203 – 213.

 

3.2  Bücher und Buchbeiträge:

1.      Stief, C.G., Hartmann, U., Truss, M.C., Jonas, U. (1999): Zeitgemäße Therapie der erektilen Dysfunktion. Berlin: Springer.

 

2.      Hartmann, U. (1999): Sexualität, sexuelle Entwicklung, sexuelle Reaktion. In: Machleidt, W., Bauer, M., Lamprecht, F., Rohde-Dachser, C., Rose, H.K. (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie. Stuttgart: Thieme, 6. Aufl.

 

3.      Hartmann, U. (1999): Sexuelle Funktionsstörungen. In: Machleidt, W., Bauer, M., Lamprecht, F., Rohde-Dachser, C., Rose, H.K. (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie. Stuttgart: Thieme, 6. Aufl.

 

4.      Hartmann, U. (1999): Paraphilien. In: Machleidt, W., Bauer, M., Lamprecht, F., Rohde-Dachser, C., Rose, H.K. (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie. Stuttgart: Thieme, 6. Aufl.

 

5.      Hartmann, U.  (1999): Störungen der Geschlechtsidentität. In: Machleidt, W., Bauer, M., Lamprecht, F., Rohde-Dachser, C., Rose, H.K. (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie. Stuttgart: Thieme, 6. Aufl.

 

Diplomarbeiten / Dissertationen:

Manns, D.: Selbstaufmerksamkeit bei Männern mit Erektionsstörungen und sexuell ungestörten Männern. Diplomarbeit, Universität Bonn.

 

Biella, M.: Differentielle Therapieverläufe: Ergebnisse einer Erhebung unter Psychotherapiepatienten mit dem Patientenwochenbogen. Diplomarbeit, Technische Universität Braunschweig.