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Schnarchen & Schlafstörungen

 

 

Hier finden Sie Antworten zu folgenden Fragen:

und folgende Informationen:


Allgemeine Informationen zum Schnarchen und dem Obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS)

Ein bis zwei Drittel der Bevölkerung im mittleren Lebensalter leiden an einem mehr oder minder ausgeprägten Schnarchen während der Nachtruhe.

Dabei ist das harmlose so genannte primäre Schnarchen von der so genannten obstruktiven Schlafapnoe zu unterscheiden:

  • Das Schnarchen (primäre Rhonchopathie) ist für den Patienten meist ungefährlich, jedoch für die betroffenen Mitmenschen zum Teil erheblich störend.

  • Das seltenere obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist gekennzeichnet durch wiederholte Episoden von Verengungen der oberen Atemwege, die während des Schlafes auftreten und gewöhnlich mit einem Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut einhergehen. Zusätzlich bestehen Erkrankungen des kardiorespiratorischen Systems (Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff), wie zum Beispiel Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, etc.. Die partielle oder komplette Verlegung der oberen Atemwege führt zu Atemstillständen, die durch eine zentrale Weckreaktion (Arousal) beendet werden. Dadurch wird der physiologische Schlafrhythmus gestört, der Schlaf ist nicht erholsam, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen sind die Folge. Dabei ist das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ein ebenso großer Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle wie beispielsweise Rauchen und Übergewicht!


Diagnoseverfahren

Die Diagnostik des Schnarchens setzt eine genaue Erhebung der Anamnese voraus. So können schon durch das genaue Befragen des Patienten und seines Schlafpartners Hinweise gewonnen werden, ob möglicherweise zusätzlich ein obstruktives Schlafapnoesyndrom vorliegt.


Ergeben sich Hinweise auf ein möglicherweise bestehendes Schlafapnoesyndrom, erfolgt zunächst die diagnostische Überprüfung durch eine ambulante Schlafdiagnostik (Polygrafie). Mittels eines mobilen Gerätes besteht die Möglichkeit, die Sauerstoffsättigung und Atemarbeit des Patienten während des Schlafes zu Hause aufzuzeichnen. Bestätigt sich hierbei der Verdacht auf das Vorliegen eines Schlafapnoesyndroms, sollte eine genauere diagnostische Abklärung durch eine Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie = zusätzlich zur Polygrafie, werden auch die Schlafstadien bestimmt) erfolgen.


Danach lässt sich entscheiden, ob konservative, apparative oder vielleicht sogar chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen, um dem Patienten wieder zu einem erholsamen Schlaf zu verhelfen.


Therapieverfahren

Mögliche Therapiemaßnahmen sind dann:

Konservative Maßnahmen:

  • Gewichtsabnahme
  • Vermeidung von später Nahrungsaufnahme
  • Abendlichen Alkoholkonsums reduzieren
  • Einnahme einer günstigen Schlafposition
  • Behandlung von Allergien
  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Kühle Schlafzimmertemperatur


Apparative Maßnahmen:

  • Unterkieferprotrusionsschiene: Hierbei wird durch eine Aufbissschiene der Unterkiefer nach vorne geschoben. Diese Therapie wird durch den schlafmedizinisch versierten Zahnarzt und Kieferorthopäden angepasst und eignet sich besonders für Patienten mit einer leichten Schlafapnoe und ursächlicher bzw. begleitender Zungengrundhyperplasie oder Fehlstellungen des Unterkiefers.
  • Rückenlageverhinderungsweste: Diese Westen verhindern effektiv die Rückenlage beim Schlaf. Sie sind besonders für Patienten mit einer leichten Schlafapnoe geeignet, die vor allem in Rückenlage auftritt.
  • CPAP-Therapie (Continous Positive Airway Pressure): Der Goldstandard in der Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen ist die nasale Überdruckbeatmung (nCPAP).
  • APAP-Therapie (Automated Continous Positive Airway Pressure): Variante der CPAP-Therapie, bei der das Gerät den erforderlichen Druck kontinuierlich an den Bedarf anpasst. Vor allem dann von Nutzen, wenn die Atemaussetzer besonders oft in Rückenlage oder in speziellen Schlafstadien auftreten.
  • BIPAP-Therapie: (Bi Positive Airway Pressure): Einatemdruck und Ausatemdruck können getrennt voneinander eingestellt werden. Diese Variation der CPAP-Therapie kommt besonders bei schwereren Formen der obstruktiven Schlafapnoe zum Einsatz.


Operative Therapiemaßnahmen:

  • An der Nase
    • Nasennebenhöhlen-Operation
    • Nasenscheidewand-Operation
    • Nasenmuschel-Operation
  • Am weichen Gaumen
    • Mandel-Operation
    • Klassische Weichgaumenplastik
    • (UPPP = Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik)
    • Laserassistierte Weichgaumenplastik (LAUP = Laser-Assistierte Uvulopalato-Plastik)
    • Versteifung des Weichgaumens (Implantate)
    • Radiofrequenz Volumen-Reduktion
  • Am Zungengrund
  • Am Zungenbein