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Sonographie

Eines der vier Untersuchungszimmer

Besichtigung der Sonographie der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Direktor: Prof. Dr. med. M.P. Manns

„Die perfekte Welle"

 

In den neuen Räumlichkeiten der Abteilung (Gebäude K5 Knoten D, Ebene 1) wurden wir herzlich von Herr Dr. med. Andrej Potthoff begrüßt.

Die Veranstaltung begann mit einer Führung durch die wunderschönen und hochmodernen Untersuchungszimmer der Abteilung.

 

Der Empfangsbereich macht einen sehr freundlichen und hellen Eindruck. Endlich ist auch genügend Platz für unsere stationären Patienten vorhanden, erzählt uns Herr Dr. Potthoff. Durch die neue Wartezone für bettlägrige Patienten und Patienten nach ultraschallgesteuerten Eingriffen kann eine sehr gute Überwachung gewährleistet werden.

Die neuen Räume werden seit Juni 2010 genutzt und bedeuten für die Mitarbeiter, wie auch für die Patienten eine angenehmes Arbeits- wie auch Untersuchungsatmosphäre..

 

Neue innovative Ultraschallverfahren (fokussierte Elastographie, 3D-, 4D-Messverfahren etc) Fibroscan –Untersuchung der Leber.

In jedem Raum steht ein anderes Ultraschall-Gerät, da jedes Gerät bzw. jede Software seine speziellen Vorteile hat.

Je nachdem in welcher Tiefe des Gewebes die Untersuchung stattfinden soll, gibt es unterschiedliche Sonden.

 

Sonographie, auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt.

Mit Hilfe von Ultraschallwellen wird unter zu Hilfenahme von bildgebender Verfahren (Software) die Diagnostik und Therapie durchgeführt.

Wasser erscheint im Ultraschallbild schwarz, Luft hingegen weiß, deshalb lässt sich die Lunge nur eingeschränkt darstellen, es existiert eine zu starke Dämpfung.

In Flüssigkeiten breitet sich Ultraschall fast, bis zu einer gewissen Grenze, dämpfungsfrei aus. Deshalb kann man mit Hilfe von Software auch Zeitmessungen vornehmen, die Auskunft über die Beschaffenheit des Materials zulassen.

Ultraschall wird von verschiedenem Material unterschiedlich stark geschwächt, weil es zu Reflektionen, Absorptionen oder Transmission kommen kann. Es können, wie auch bei anderen Wellen Brechungen, Beugungen und Interferenzen auftreten.

 

Ultraschall wird in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt z.B.:

Zahnreinigung, Ultraschall-Schneiden, therapeutischer Ultraschall, Doppler, hochfokussierter Ultraschall, Echographie, Sonographie u.s.w.

 

Die Dopplersonographie kann neben der Kontrastmittelsonographie Flüssigkeitsströme (vor allem den Blutfluss) dynamisch darstellen. Über eine blau/rote Färbung kann die Strömungsrichtung des Blutes bestimmt werden (Blutstromumkehrung).

 

 

Die Kontrastmittelsonographie kann im Vergleich zur Dopplersonographie die Durchblutungsverhältnisse innerhalb und außerhalb der Organe noch genauer wieder spiegeln, und hat sich insbesondere in der Tumordiagnostik des Abdomens bewährt. Ultraschallkontrastmittel bestehen aus einer Lösung mit mikroskopisch kleinen gasgefüllten Mikrobläschen. Die Mikrobläschen enthalten als Gas Schwefelhexafluorid, ein ungiftiges und sehr stabiles Gas, welches auch für andere medizinische Zwecke verwendet wird. Zur Stabilisierung sind die Mikrobläschen von einer dünnen flexiblen Hülle aus Phospholipiden umgeben. Die Menge benötigten Kontrastverstärkers ist mit 1-2 ml um das ca. 100fache kleiner als bei CT und MRT, die bislang bekannten Nebenwirkungen sind zu vernachlässigen. Im Gegensatz zu anderen Kontrastmitteln (z.B. Röntgenkontrastmittel) wird die Niere somit nicht belastet.

 

 

Die Sonographie ist eine günstige und nicht strahlenbelastende Ergänzung zur MRT, CT, und Röntgenuntersuchung und kann als Echzeitverfahren auch funktionelle Störungen aufdecken. .

 

    Therapeutische Verfahren

    • Therapie von pathologischen Flüssigkeitsansammlungen: (z.B. Abszess, Aszites, Pleuraerguß): Punktion, Drainage, Spülung, Antibiotika-Instillation
    • Therapie von Leber-, Nieren und Milzzysten: Sklerosierung, Punktion, Spülung
    • Tumortherapie: Perkutane Ethanol-Instillation (PEI), Radiofrequenzablation (RFA)

    Diagnostik

    • Nativ- und Farbdoppler-Sonographie, von Leber, Gallenblase, Gallenwege, Milz, Nieren, Nebennieren, Pankreas, Dünn- und Dickdarm, Mesenterium, Retroperitoneum, Becken, Harnblase, abdominelle Gefäße, Lymphknoten, Leiste, Hals, Schilddrüse, Halsgefäße
    • Rektale Endosonographie, spezielle perianale Sonographie
    • Kontrastmittelsonographie (auch mittels Hochfrequenz) von Leber, Gallenblase, Gallenwege, Nieren, Nebennieren, Milz, Pankreas, Lymphknoten, Darm, Weichteilen
    • Ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion (auch unter Kontrastmittel) von Leber, Gallenwegen, Milz, Pankreas, Nieren, Weichteile, unklare abdominelle Raumforderungen
    • Quantitative Verfahren: Duplex-Sonographie (quantitative Blutflußmessungen), Gewebs-Elastographie (Messung der Steifigkeit von Leber, Milz, Pankreas, Tumore), quantitative Kontrastmittelsonographie

    Infos zu der Abteilung findet man unter http://www.mh-hannover.de/sonographie.html

     

    Wir bedanken uns ganz herzlich für eine super interessante Veranstaltung, die leider nach 1,5 Stunden schon zu Ende war, man hätte noch so Vieles sehen und fragen wollen.

     

    Stephanie Loges, 26.09.2011

     


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