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Pathologie

Besichtigung der Pathologie

 

 

Am 21.10.2010 hatten 20 technische Assistenten/innen, initiiert vom TA-Forum, die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit des Instituts der Pathologie zu bekommen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Kreipe, den Leiter des Instituts, machten wir einen kleinen Exkurs mit Herrn Dr. Jan Becker in die Geschichte der Pathologie. Wir hörten Namen wie Galenos, Morgagni und Virchow. Er stellte uns die Entwicklung der Erkenntnisse aus der Zeit Virchows bis hin zu den heutigen Möglichkeiten der Molekular- Pathologie sehr eindrucksvoll vor. Zu diesen neuesten Erkenntnissen hielt uns dann Herr Prof. Lehmann-Mühlenhoff einen höchst interessanten Vortrag.

 

Herr Prof. Lehmann-Mühlenhoff wies deutlich darauf hin, dass es hierbei nicht um genetische Vorabuntersuchungen geht. Dieses ist ganz allein Sache der Humangenetiker. Es geht darum herauszufinden, welches Medikament gegen welchen Tumor wirkt und welche Behandlungsempfehlung man dem Onkologen geben könne. Nach einer kleinen Fragerunde ging es weiter in die Räumlichkeiten des Routinelabors.

 

Hier wurde uns mit Begeisterung die praktische Arbeit in der Pathologie nahegebracht. Frau Susanne Rudolph und Frau Dr. Anne Schirakowski erzählten uns, wie der Ablauf vom Schnellschnitt bis zur Begutachtung bei der Tumordiagnostik vonstatten geht und was es heißt, im Eingangslabor zu arbeiten. Die sogenannte Schnellschnittdiagnostik ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel für den Operateur im OP. Nur mit Hilfe der Pathologen kann er sicher sein, dass er den Tumor komplett entfernt hat. Die Auswertung der Schnellschnitte ist zeitkritisch, da der Patient in der Regel noch in Narkose auf dem OP-Tisch liegt.

Nachdem aus dem Nativmaterial die Gefrierschnitte angefertigt wurden, werden die Schnitte HE gefärbt. Die kleine automatische Färbebank ist hierbei eine große Hilfe für die zwei TA’s, die hier arbeiten. An diesem Tag wurden 27 Schnellschnitt mit ca. 50 Blöcken bearbeitet.

 

Aber dies ist nur ein Teil der Pathologie. Frau Regina Lehne zeigte uns dann die weiteren Bereiche. Wir sahen die Einbettautomaten und die verschiedenen Schlitten- und Rotationsmikrotome. Wir wurden darüber informiert, welche Geräte für welche Anwendungen am besten geeignet sind, dies führte zu einem regen Austausch mit zwei Kolleginnen aus der TiHo, die ebenfalls in der Pathologie arbeiten. Frau Lehne erzählte uns, dass es inzwischen auch Maschinen gibt, die das Ausgießen des Gewebes in Paraffinblöcke voll automatisch durchführen. Die Automaten der Pathologie übernehmen nur die Einbettung, beim Ausgießen ist wieder eine TA am Werke.

 

Im Anschluss wurden uns die modernen Färbeautomaten vorgestellt. Die Pathologie hat zwei Vollautomaten zur Verfügung, aber auch die Glasküvetten, die viele von uns aus der Ausbildung kennen, werden hier für Spezialfärbungen, die noch nicht automatisiert sind, weiterhin gebraucht.

Frau Lehne erzählte uns, dass bei Spezialfärbungen, wie z.B. bei den verschiedenen Arten der Versilberung oder den Enzymnachweisen, noch etwas mehr Handarbeit gefragt sei. Ansonsten ist die Routinearbeit schon sehr automatisiert. Dies vereinfacht die Arbeit auch deutlich. So muss niemand die ca. tausend Schnitte, die täglich routinemäßig gefärbt werden, per Hand umsetzen und eindeckeln.

 

Die ca. 20 TA’s aus dem Eingangslabor der Pathologie rotieren auf die verschiedenen Arbeitplätze, so dass jeder mal beim Schnellschnitt, beim Auspacken, im Makrozuschnitt, beim Schneiden, beim Färben oder im Archiv eingeteilt wird. So bleibt die Arbeit abwechslungsreich, erzählten uns die TA’s.

 

Am Ende wurden wir noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und hatten die Gelegenheit zu einem regen Austausch unserer Eindrücke.

Für diese gelungene Veranstaltung möchten wir uns ganz herzlich bei allen beteiligten Mitarbeitern bedanken!

 


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