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Antikörperdiagnostik



Die Aufgabe des Arbeitsbereiches Antikörperdiagnostik ist die Detektion von Antikörpern gegen HLA- und non-HLA-Antigene sowie die prospektive In-vitro-Kompatibilitätstestung zwischen Empfänger und Spender. Hierbei wird zwischen dem Immunscreening und dem Immunmonitoring unterschieden.

 

Immunscreening

 

Das Immunscreening umfasst die Detektion und gegebenenfalls Spezifizierung von HLA- und non-HLA-Antikörpern im Serum von Patienten, die eine solide Organtransplantation erwarten. In seltenen Ausnahmefällen wird dieses Screening ebenfalls für Patienten vor einer Stammzelltransplantation durchgeführt, wenn an einem der für die Stammzelltransplantation relevanten Genorte (HLA-A, B, C, DRB1, DQB1) ein Mismatch vorliegt. Eine Sonderform des Immunscreenings stellt das Quartallscreening dar. Hierbei werden alle Patienten auf der Nierenwarteliste im Abstand von 3 Monaten auf das Vorliegen von HLA-Antikörpern untersucht. Gegenwärtig versorgt die Immungenetik ca. 1600 Patienten der Transplantationszentren Hannover, Hannoversch Münden und Bremen.



Immunmonitoring

 

Das Immunmonitoring erfolgt für Patienten nach einer soliden Organtransplantation. Das Ziel dieses Monitorings ist der Nachweis von HLA-Antikörpern, die spezifisch gegen Spenderantigene (Donor Specific Antigens - DSA) gerichtet sind. Die Beurteilung des Verlaufs der DSA ist für die Therapie der humoralen Abstoßungsreaktion und damit für die Funktion und das Überleben des Transplantats von entscheidender Bedeutung.

 

Die Immungenetik verfügt über ein breites Methodenspektrum zur Antikörperdiagnostik. Neben den klassischen lymphozytotoxischen Assays kommen der ELISA, die xMAP Technologie sowie FACS zum Einsatz. Eine detaillierte Auflistung der zur Verfügung stehenden Analysen sowie der jeweils erforderlichen Materialien kann den Anforderungskarten IMG entnommen werden.