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Krankenversorgung

 

Das Institut für Transfusionsmedizin (ITM) ist intensiv in die Krankenversorgung eingebunden. Diese Einbindung umfasst die Versorgung der MHH-Patienten mit Blutkomponenten, Laborleistungen wie Blutgruppenbestimmungen und Kreuzproben, um die Verträglichkeit der Bluttransfusionen sicherzustellen, und die Bestimmung von Gewebemerkmalen, um die optimale Spender- und Empfängerauswahl im Rahmen der Organtransplantation zu gewährleisten.

 

Versorgung mit Blutkomponenten

 

Die MHH benötigt jährlich nahezu 72.000 Blutkomponenten: Ca. 39.000 Konzentrate roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrate [EK]), 22.000 Transfusionseinheiten Frischplasma, 10.000 Thrombozytenkonzentrate und jeweils 200-300 Transfusionseinheiten Granulozyten, Blutstammzellen und Lymphozyten. Hiervon deckt der MHH-Blutspendedienst den Bedarf an EK zu etwa 45%, den Frischplasmabedarf zu etwa 60% und den Bedarf aller anderen Blutprodukte vollständig.

 

Laborleistungen zur Transfusion

 

Blutgruppenbestimmungen (ca. 20.000), Kreuzproben (ca. 100.000) und mehr als 1.000 Antikörperdifferenzierungen garantieren den höchst möglichen Sicherheitsstandard zur Transfusion. Diese Leistungen werden rund-um-die-Uhr angeboten und neben den MHH-Kliniken auch von vielen Krankenhäusern und Arztpraxen der Region Hannover in Anspruch genommen.

 

Diagnostik von Gewebemerkmalen

 

Die Diagnostik von Gewebemerkmalen (HLA-Antigene), vielfach bis zur genetischen Basis der Merkmale, und die komplexe Diagnostik ihrer Antikörper, sind heute wichtige und unverzichtbare Mosaiksteine einer gelungenen Organtransplantation. Das ITM hat eigene Techniken zur automatisierten Abarbeitung und zur Feindiagnostik von Gewebemerkmalen entwickelt und gehört damit zu den Technologieführern in Europa. Die Differenzierung von HLA-Antikörpern gewinnt zunehmend an Bedeutung, um Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation rascher zu erkennen und damit die langfristige Funktion des Transplantats zu sichern.

 

Kommunikation

 

In der modernen Krankenversorgung geht nichts ohne kompetente und kommunikationsfähige Mitarbeiter. Das ITM investiert in die Schulung aller Mitarbeiter, ohne deren Einsatzbereitschaft, insbesondere im medizinisch-technischem Bereich, das Leistungsvermögen des Instituts nicht zum Tragen käme. Kompetente Ärzte und Naturwissenschaftler, vielfach mit Doppelqualifikationen, erleichtern den interdisziplinären Austausch mit klinisch tätigen Ärzten. Gemeinsame Forschungsprojekte von Klinikern und Transfusionsmedizinern stellen eine fortlaufende Verbesserung der transfusionsmedizinischen Krankenversorgung sicher.