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Forschungsprofil

 

 

Am Institut für Transfusionsmedizin bestehen die Forschungsschwerpunkte molekulare Immungenetik, molekulare Immuntherapie, Zelltherapie, molekulare Immunhämatologie und Zytapheresetechniken. Projekte des Schwerpunktes molekulare Immungenetik befassen sich mit zentralen klinischen Fragestellungen der Transplantationsmedizin wie Graft versus Host Disease (GvHD) und Graft versus Leukemia Reaktion (GvLR) nach allogener Stammzelltransplantation sowie verschiedenen Arten der immunologischen Abstoßung nach Transplantation solider Organe. Spezifische Ziele dieser Projekte bestehen dabei in der Aufklärung der Relevanz von HLA-Differenzen, der Weiterentwicklung von MHC Sequenz-Datenbanken, genomischem SNP Profiling, Expressions-Profiling, Charakterisierung von Target Peptiden und Effektor-Zellen der GvHD sowie Charakterisierung von Target Peptiden und Effektor-Zellen der GvLR für zelltherapeutische Ansätze. Weitere Projekte befassen sich mit einer Verbesserung der Detektion von Antikörpern bei allogener und xenogener Organtransplantation unter Verwendung rekombinanter Designer-Proteine sowie mit der molekularbiologischen Charakterisierung von MICA und MICB und deren infektions- und transplantationsbiologischer Relevanz. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Aufklärung der regulatorischen Rolle von HLA- und non HLA-Antikörpern bei der Pathogenese der chronisch humoralen Abstoßung nach Nieren- und Herztransplantation.

 

Der Schwerpunkt molekulare Immuntherapie befasst sich mit dem für die allogene Stammzelltransplantation wesentlichen Aspekt der Verfügbarkeit Antigen-spezifischer T-Zellen gegen Virus- und Tumorantigene. Hierzu werden zum einen auf genomischer und proteomischer Ebene MHC-präsentierte Peptidkandidaten für die Generierung Peptid-selektiver T-Zellen ermittelt und zum anderen Verfahren für die Steuerung von in vitro T-Zellstimulationen und -expansionen entwickelt. Dabei spielen Untersuchungen zur Beeinflussung von Crosspräsentationen zwischen den Pathways der MHC Klasse I und II Moleküle eine zentrale Rolle. Weitere zelltherapeutischen Forschungsprojekte befassen sich mit Strategien zur Toleranzinduktion für ein verbessertes Engraftment zellulärer Therapeutika im Rahmen allogener regenerativer Therapiekonzepte sowie mit embryonaler Stammzellforschung und Reprogrammierung somatischer Zellen in nicht-humanen Primaten. Das zelltherapeutische Forschungsgebiet in nicht-humanen Primaten befasst sich mit der Charakterisierung embryonaler Stammzellen und der Reprogrammierung somatischer Zellen zu pluripotenten Zellen (iPS) im Weißbüschelaffen (Marmoset).

 

Der Schwerpunkt molekulare Immunhämatologie beschäftigt sich mit erythrozytär exprimierten Proteinen im Zusammenhang mit diagnostisch und therapeutisch relevanten Fragestellungen. Ziele der Projekte in diesem Schwerpunkt konzentrieren sich auf genomische Charakterisierungen und das Profiling erythrozytär exprimierter Gene sowie die Charakterisierung und Beeinflussung der erythrozytären Proteinexpression. Zytaphereseverfahren kommen bei der Bereitstellung definierter Zielzellen (Blutstammzellen, Granulozyten, Monozyten, Lympozytensubpopulationen, Thrombozyten) zum Einsatz. Im Rahmen klinischer Studien wird untersucht, inwieweit der Zellertrag dieser Verfahren für Granulozyten, Stammzellen und Thrombozyten gesteigert werden kann bei gleichzeitiger Verminderung der Belastungen für gesunde Blutspender. Die Zytaphereseverfahren sind zudem ein wesentlicher Teil im Prozess der Herstellung Antigen-spezifischer T-Zellen für den immuntherapeutischen Forschungsschwerpunkt.