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Patienten mit Vorerkrankungen

 

Auch bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen wird häufig die Implantation einer Hüft-TEP nötig. Dieses hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen:

 

Medikamenteneinnahme

Medikamente, die wegen bestimmter Erkrankungen eingenommen werden müssen, können bekanntermaßen Nebenwirkungen haben. Bestimmte Medikamente können dabei zu einer Schwächung der Knochenstruktur führen, wodurch letztlich ein Absterben des Knochens resultiert. Im Bereich der Hüfte wird hier häufig ein Absterben des Oberschenkelkopfes beobachtet, was letztlich die Implantation einer Hüft-TEP nötig macht.


Beispiele hierfür sind der lungenkranke Patient, der langjährig Kortison einnehmen muss sowie der Patient nach Organtransplantation.

Vorerkrankungen, die die Entstehung eines Verschleißes des Hüftgelenkes begünstigen

Bestimmte Erkrankungen können die Entstehung einer Arthrose begünstigen. Hierzu gehört beispielsweise die Bluterkrankheit. Bei diesen Patienten kommt es durch Einblutungen insbesondere in große Gelenke zu der Entwicklung einer Arthrose, die die Implantation einer Hüft-TEP nötig machen kann. Auch verschiedene Rheumaerkrankungen stellen einen Risikofaktor für den frühzeitigen Gelenkverschleiß dar.

Altersabhängige Erkrankungen

Bei vielen Patienten treten Beschwerden aufgrund von Verschleißerscheinungen der Hüfte erst im höheren Lebensalter auf. Allerdings sind in diesem Alter häufig auch die Herz-, Gefäß- und Lungenfunktion eingeschränkt. Hierdurch können Belastungen, wie sie durch eine Operation hervorgerufen werden, unter Umständen schlechter vertragen werden als im jungen Alter.

 

Aus diesen Ausführungen wird ersichtlich, dass eine sorgfältige Vorbereitung vor der Operation sowie eine verantwortungsvolle Betreuung nach dem Eingriff besonders auch beim vorerkrankten Patienten entscheidend sind. Der Behandlungserfolg bei diesen Patienten ist dabei nur durch eine Zusammenarbeit von Spezialisten der chirurgischen und internistischen Fachdisziplinen zu erreichen. Auch die Narkose sollte von Spezialisten durchgeführt werden, die die Besonderheiten der Narkoseführung bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen aus täglicher Erfahrung kennen. Beides ist in der MHH als dem Universitätskrankenhaus, welches die am schwersten erkrankten Patienten in Deutschland behandelt, gewährleistet. Als Besonderheit der unfallchirurgischen Klinik ist weiterhin die eigene Intensivstation zu nennen, die eine optimale Betreuung des Patienten nach der Operation gewährleistet.